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Israelitische Annalen · 1841-11-19 · Heft 47 (19.11.1841) · p. Seite 375

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 47 (19.11.1841)
Date
1841-11-19
Page
Seite 375 (sequence 7)
Language
German
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den. — Schenke Zhm und Seiner frommen Gemahlin, sowie allen Gliedern Seines Königlichen Hauses ein langes und freudiges Leben und schütze dasselbe mit Deinem mächtigen Arme. Wache über Ihn Deinen Gesalbten und gieße über Ihn und die Seinigen den ganzen Reichrhum Deiner Gnade aus. Laß in dem Königlichen Geschlechte unseres Vaterlandes stets sichtbar bleiben die Frömmigkeit Davids und die Weisheit Salomons, auf daß Baierns Scepter grüne, wie der Stab Aaron's, und unter ihm alles gedeihe. — Uns aber. Du Gott Abrahams, Isaaks und Iakob's! Uns laß cs tief fühlen, welchen Dank wir Ihm unserm geliebten Könige dafür schuldig sind, daß wir ungestört in unserer Glaubens- und Gewissensfreiheit und ungekränkt!> in unseren Rechten unter Seiner schützenden Hand des Lej; bens froh geworden sind. Dieses Gefühl erhalte und kräftige in unfern Herzen, ewiger Gott, auch daß wir in reiferen Jahren der Wohlthaten, die er uns täglich zugewendet, nicht vergessen, und nach seinem landesväterlichen Willen zu treuen Unterthanen und,zu nützlichen Bürgern heranwachsen und dereinst mit unseren frommen Vorältcrn dort in Deinem Himmel versammelt werden, um Dich zu loben und zu preisen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Amsterdam, 18. Oktober 1841. — In der heutigen Nummer des Handelsblattes wird gemeldet, daß der ehrwürdige Herr H. I. Hertz seid, Oberrabbiner in Zwolle, sich an die Haupt-Commission der Israeliten im Haag gewendet hat, mit dem Ersuchen, eine Synode von allen Niederländischen Okerrabbinen zu berufen, um zweckinäßige Verbesserungen in den öffentlichen Gottesdienstübungen, nach reifer Berathschlagung aufzustellen, und der Genehmigung des Ministeriums des Cultus zü unterwerfen. Dieser Schritt des als helldenkend bekannten Oberrabbiners wird als eine Folge der am' 18. August durch Herrn Lipman gehaltenen Rede, und der darin ausgesprochenen Gesinnungen betrachtet. — Herr Advokat Lipman hat vor einigen Tagen von S. M. den Orden des Nieder!. Löwen bekommen. Dessen Namensgenosse, Herr Leo Lipmann ist als Luxemburgischer Consul angestellt. Herr Birkenthal aus Gallizien, dessen die Annalen von 1840, Nr. 1, 8 re. erwähnen, befindet sich seit einigen Wochen hier und beschäftigt sich mit der Aufnahme statistischer Notizen? *) Hamburg. — Die Angelegenheiten des Neuen Tempels sind auf wünschenswerthe Weise geordnet. Ungeachtet des Widerspruchs des sogenannten Chacham (Bernays), welcher das Gebetbuch des Tempelvereins zu verschreien und die ganze Anstalt zu verdammen suchte, hat doch die Gemeinde zu Gunsten des Neubaues begutachtet und dessen *) Ueber die eigentlichen Zwecke dieser angeblichen Sammlungen, die so viel Zeit kosten und so große Reisen veranlassen, sind wir seit jener Zeit völlig nn Dunkeln, Und bemerken wir dies zur Erledigung vorgekommener Anfragen. D. H. I! Genehmigung erlangt. In der That wäre es seltsam gewesen, wenn die edeln Bestrebungen des Tempelvereins, welche bei aller Divergenz der Ansichten sogar von Rabbinen von hohem Rufe gewürdigt werden, nach so vieljähriger offenkundiger Tbätigkeit durch Obscuranten hätte unterbrochen oder gehemmt werden sollen. — Die deßfallsige Erklärung des Herrn Bernays ist in einem so elenden Style verfaßt, daß wir. Anstand nehmen, sie abzudrucken. Sie erneut übrigens nur eine frühere Erklärung des dortigen Rabbinates. In 'Bezug darauf ward im Tempel folgendes von der Kanzel erlassen: „Da es Herr Isaac Bernays für gut gefunden hat, in hiesigen Synagogen unser Gebetbuch als die Grundsätze der israelitischen Religion verletzend zu bezeichnen: so sieht sich die Direktion des Tempelvereins (nach genommener , Rücksprache mit ihren Predigern) veranlaßt, sowohl den i Mitgliedern unseres Institutes, als Allen, welche unserm Gottesdienste beiwohnen, zu erklären: 1) Herr Isaak Bernays entbehrt unserm Vereine gegenüber aller Besugniß zu einer solchen öffentlichen Verurtheilung; sie ist sonach als eine unziemliche Anmaßung zurückzuweisen. 2) In dem über das Gebetbuch ausgesprochenen Urtheile offenbart sich ein böswilliges, absichtliches Nichtbeachten des Inhaltes derselben, in den Anklagen aber ist die tiefste Unkunde aller liturgisch-theologischen Wissenschaft. 3) Die Mitglieder des Tempelvereins kann demnach ein derartiger Schritt, in welchem sie nur die Aeußerung ohn- > mächtiger Partheilichkeit erblicken, nicht berühren und nur in so fern betrüben, als in der Gemeinde auf so muthwilj lige Weise der Saame der Zwietracht gestreut wird, und die! Religion zu solchem Verfahren den Vorwand leihen soll. Hamburg, 3. November. Feier der 25jährigen Dauer der Freischule. — Betreffend diese merkwürdige Feier, sind uns mehrere wichtige Piecen zugegangen. Wir liefern zunächst den Ausdruck der öffentlichen Blätter darüber, und lassen einige interessante Bemerkungen folgen: „Hamburg, 31. Oct. 1841. Heute fand von 12 bis 3*/, Uhr im Apollo-Saale die Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestehens der israelitischen Freischule statt, die durch ihren Zweck, wie durch ihren Erfolg nicht nur die Anerkennung und Dankbarkeit der Israeliten, sondern Aller, die das Gute würdigen, wo sie es finden, längst erworben hat. Die allgemeine Theilnahme an diesem erfreulichen Feste war noch durch eine vorher erschienene geschichtliche Darstellung dieser rühmlichen Anstalt von Herrn Dr. Kley erhöht worden, und so durfte es nicht befremden, daß nicht nur der große Saal, sondern alle Räume dieses umfassenden Locales von Zuhörern überfüllt waren. Wir müssen uns hier nur auf eine kurze Anzeige beschränken; es ist uns aber eine gern erfüllte Pflicht, zu erklären, daß die Feier nicht nur eine des Gegenstandes würdige, sondern eine in jeder Hinsicht herzerhebende war, und daß wir Jeden beklagen, der nicht Theil daran nehmen konnte. — Nach einer Motette,

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