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Israelitische Annalen · 1841-08-13 · Heft 33 (13.8.1841) · p. Seite 263

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 33 (13.8.1841)
Date
1841-08-13
Page
Seite 263 (sequence 7)
Language
German
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263 Ewiger! da du auszogst von Seir Einherschrittest vom Gefilde Edom, Da bebte die Erbe, auch die Himmel troffen. Auch die Wolken troffen Wasser; Die Berge zerflossen von dem Ewigen, Dieser Sinai von dem Ewigen, Dem Gotte Israels. In den Tagen Samgars, des Sohnes des Anath, In den Tagen Iaels ruheten die Wege Und die Wandrer gingen (ängstlich) versteckte Pfade, Es ruheten die Männer in Israel, Sie ruheten — Bis ich aufstand, Deborah, Ich aufstand, eine Mutter in Israel! — Es hatte sich erwählet neue Götter, Da war Krieg an den Thoren. War wohl Schild zu sehen und Lanze Unter Vierzigtausenden in Israel? Mein Herz mit ihnen, die walteten in Israel, Die willig sich boten im Volk! — Preiset den Ewigen! Die ihr reitet auf prächtig weißen Eselinnen, Die ihr sitzet zu Gerichte, Und ihr Pilger auf dem Wege, — sprechet! Sprecht von dem (Krieges-) Ruf der Schützen Zwischen den Tränkrinnen. *) Dort erkannten sie das gerechte Walten Gottes, Das gerechte Walten seines Richter-Amtes in Israel, Dann zog hinab zu den Thoren des Ewigen Volk.**) — Wohlan, Wohlan, Deborah! Wohlan, wohlan, sprich ein Lied! Auf, Barak, und fange deine Gefangnen, Sohn Abinoams. Damals zog ein kleiner Rest hinab. Gegen mächtige Volkesschaaren, Der Ewige stieg mir herab gegen die Starken. Von Ephraim, ihr Vordertreffen gegen Amalek, Dir nach, — da kamst du Benjamin mit deinen Schaaren. Don Machir zogen hinab die Feldherren, Und von Sabulon die da führten den Schreibergriffel. Und Isachar's Fürsten mit Deborah, Und Isachar die Stütze Baraks, Im Thale folgend seinen Schritten! An den Bächen Rubens — da gab's große Bedenklichkeiten Zu was saßest du zwischen den Tränkrinnen? Zu horchen dem Geklingel der Heerden? Bei den Bächen Rubens gab es große Klügeleien! Gilead — jenseits des Jordans blieb es ruhig, *) Don den Hirten, die den Kriegesruf anstimmten und als Krieger, als Schützen in's Feld zogen. **) Die Folge der Gedanken in diesem V. 21, der den Erklärer« auch manche Schwierigkeiten macht, ist diese: l)die friedlichen Hirten erhoben sich zum Kampfe, denn 2) man erkannte endlich die Gerechtigkeit des göttlichen Richter- Amtes, das durch bisherige Unterdrückung das Volk für seinen Abfall gestraft, und 3) mit solcher Begeisterung und Reue zog man dem Feinde entgegen. Und Dan — was sollt' es fürchten, auf den Schiffen, Affer — wohnet an dem Meeres-Ufer, Und weilet sicher an seinen Buchten. Doch Sabulon, eine Schaar, die voll Gleichmuths in den Tod ging, Wie Naphtali auf den Höhen des Schlachtgefildes. Sie kamen die Könige und kämpften. Ja, sie kämpften die Könige Kanaans Bei Thaanach an den Wassern Megiddo's. Reiche Beute gewannen sie nicht. Vom Himmel stritten sie. Die Gestirne, aus ihren Bahnen, Sie stritten gegen Siffera! (Schluß folgt.) Nachrichten und Correspondenzen. Franfurt am Main, 30. Juki. — Die hiesige israelitische Gemeinde beklagt den frühzeitigen Verlust eines verdienstvollen und thätigen Pädagogen,'des Herrn I. Hochstädter aus Pforzheim. Im Lüsten Lebensjahre wurde er seiner segensreichen Wirksamkeit, deren fich besonders dieisraelitische Bürger- und Realschule zu erfreuen hatte, entrissen. Sein liebevolles, menschenfreundliches Gemüth erwarb ihm nah und fern eine große Anzahl Freunde, die sein Hintritt sehr schmerzlich berühren wird. Er besaß eine vielseitige Ausbildung und hatte sich besonders in Naturwissenschaften große Kenntnisse verschafft. Als Schriftsteller ist er durch eine verdienstliche Ausgabe des Iesaias, mit Uebcrsetzung und Erklärung (Karlsruhe 1828) bekannt geworben. Wir verlieren an ihm einen kenntnißreichen Lehrer, einen einsichtsvollen Erzieher und einen würdigen Menschen von seltener Herzensgüte. Th. Cr. Liter atur. Leben und Wirken Naphtali Hartwig Wessely's. Eine biographische Darstellung von Wolff Aloys M e i se l, Candidat der jüdischen Theologie. Breslau 1841. Bei M. Friedländer VIII u. 176 @. in kl. 8. Die Aufgabe, welche sich der Verfasser (ein strebsamer junger Gelehrter, wie wir aus guter Quelle vernehmen, welcher jede Aufmunterung verdient,) gestellt hat, ist „wissenschaftlich nachzuweisen, welchen Einfluß die Leistungen Wessely's auf die Zeit der unschuldigen, bewußtlosen Reform, der Wessely angehört, gehabt habe; daß er mit die Basis war unsrer Zeit, wenn ihre Richtung irgend dem Iudenthume einen großartigen Charakter giebt; daß seine Eregese ewig denkwürdig bleibt; daß er mit den Wendepunktabgab für das Iudenthum und es mit wieder auf die Bahn brachte; baß er mit Mendelssohn die alte Zeit in die neue führte; daß er mit ihm der Vermittler der Gegenwart und der Vergangenheit ist; daß er mit ihm jene in dieser rechtfertigt und uns bei der Zukunft vertreten wird." — Dies sind seine eigenen Worte, die klar genug sprechen. Wir finden im Allgemeinen, baß der Verfasser sich es sehr angelegen sein ließ, die wichtigsten Data herbeizuschaffen, was zum Theil nur durch Korrespondenz mit dem würdigen Sohn des berühmten Gelehrten geschehen konnte, und für manche Einzelnheit wird man ihm in dieser Beziehung besonders Dank wissen. Die Stellung, welche das Buch einnimmt, ist minder die einer literar-historischen Biographie, als vielmehr die einer allgemeinen Belehrung über Wessely's Leben und Wirken, zur nähern Würdigung seines Einflusses, vom gegenwärtigen Standpunkte der israelitischen Gemeinden aus

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