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Israelitische Annalen · 1841-08-13 · Heft 33 (13.8.1841) · p. Seite 260

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 33 (13.8.1841)
Date
1841-08-13
Page
Seite 260 (sequence 4)
Language
German
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260 falls gedruckt vorliegt) abgeschlossen, um jeder Irrung für die Folge vorzubeugen. Man sieht daraus, daß viele Irrungen früher Statt gefunden haben müssen. Damals war Salmon wiederum Abgeordneter in Italien, und es fand zwischen ihm und dem Amsterdamer Comite, wie in erwähntem Rundschreiben eine Stelle andeutet, wegen der erneueren Absicht der Gemeinden, nach Deutschland Abgeordnete auszusenden, ein Zwist Statt, und hat wie es scheint, zu einer Discussion mit Herrn Abraham Salomon Salmon, der sich, wie wir hören, einige Zeit auch in Amsterdam befand, und dem man eine solche Auflehnung gegen die gewünschte Autorität zur Last legte, Anlaß gegeben. Bei dem bedeutenden Einflüsse dieses Salmon aber, der in Jerusalem als ein überaus frommer, wohlthätigcr, uneigennütziger Mann in der höchsten Achtung steht, konnte es nicht fehlen, daß hiedurch die Spaltung sich vergrößerte, indem die Palastiner sich nicht in alles fügen mögen, was zu Amsterdam beschlossen wird. Inzwischen wurde die erste Verabredung von 1828 bis in's Jahr 1831 regelmäßig durchgeführt, dann aber sandte man aus Amsterdam die den Deutschen zukommende Hälfte der Beiträge nicht weiter nach Willna, sondern durch anderweitige Vermittelung über Marseille und Beirut nach Jerusalem, , was natürlich in Willna große Unzufriedenheit erj regte, besonders weil von den Deutschen in Jerusalem die Klagen über vorgefallene Partheilichkeiten sich stärker wiederholten, auch die Unterstützungen ohnehin immer weniger ausfielen. Die Gegenvorstellungen des Wilnaer Comite bei dem Amsterdamer Comite (worüber ein Schreiben vom Mai 1840 die nähern Data enthält) blieben fruchtlos, und man zog es endlich vor, die Sache auf sich beruhen zu lassen, um nicht die Wirren zu vermehren, die bereits sich in der Angelegenheit des Ruincnbaues kund gaben. Im Jahre 1834 nämlich hatte der Chef des Amsterdamer Comite's der deutschen Gemeinde zu Jerusalem angezcigt, daß sein Bruder 2000 .Piaster zum Bau einer Stiftung daselbst bestimmt habe, und daß er dazu die Ruinen zu haben wünsche, worauf diese Stiftung errichtet werden solle. Da aber zur Zeit die Ruinen noch ein Gegenstand des Streites waren, so mußte sie den Antrag für den Augenblick ablehnen. Als jedoch im Jahr 1836 im Sommer die Genehmigung Mehemed Ali's erfolgt war, schrieb Salmon sofort aus Alexandrien dies Ereigniß nach Amsterdam, und erklärte, daß nun alles geordnet sei, und man freudig die Stiftung in's Werk setzen wolle. Allein mittlerweile hatte bereits ein R. Jesajah zu Jerusalem, welcher in Amsterdam auch näher bekannt war, im Aufträge des Stifters und des Herrn H. L. eine andere Lokalität angekauft, um solche im Sinne der Stiftung einzurichren auch überhaupt das Vertrauen des Comite's in jeder andern Hinsicht gewonnen. Dennoch gab die deutsche Gemeinde es nicht auf, diese veränderte Bestimmung rückgängig zu machen, und schritt zum Bau, in dem Vertrauen, daß die erwähnten Stiftungsgelder die Kosten erleichtern würden. Da von Amsterdam aus keine Antwort oder nähere Anweisung erfolgte, so schrieb die Gemeinde im Mai 1837 ausführlich dahin, (auch dieser Brief liegt in beglaubter Abschrift vor uns) und setzte das Verhältniß klar auseinander, mir der dringenden Bitte, die Stiftung ihnen zuzuwenden } so wie auch eine weitere Sammlung zum Aufbau der Ruinen zuzulassen, (indem dieser letztere nunmehr von Seiten der Regierung gefordert wurde und nicht mehr unterbleiben durfte) zumal man durchaus gesonnen sei, den anderweitigen Anordnungen des Amsterdamer Comite's betreffend die Armenunterstützung sich vollständig zu fügen. — Daß dieses keine Folgen hatte, wissen wir aus oben angeführtem Rundschreiben. (Schluß folgt.) Die Stellung der Frauen*) bei den ulten Hebräern. Eine archäologische Skizze von Dr. I. Lev. Saalschütz in Königsberg. Die hebräische Ansicht vom Weibe, wie sich dieselbe schon in den ersten Seiten der heil. Schrift und in vielen andern Stellen derselben kund giebt, macht dasselbe nicht nur zur bloßen ywn (Gebärerinvon yeivco femina (von feo vergl. fecundus), sondern sie führt das Weib als I-.L'X *) Im Iunihefte der Archives Israelites befindet sich ein Aufsatz von Herrn Dr. Dernburg über die Stellung der Frauen. Der Zweck desselben ist dort eist eigenthümlicher, welcher hier nicht zum Grunde liegt. Da der Gegenstand indeß einmal zur Sprache gebracht ist, so glauben wir, daß es die Leser der Annalen interessiren wird, die Stimme eines Gelehrten darüber zu vernehmen, welcher sich durch seine antiquarischen Untersuchungen, eben so sehr, wie durch seine religiös moralischen Schriften einen bedeutenden Ruf erworben hat. D. H.

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