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Israelitische Annalen · 1841-08-06 · Heft 32 (6.8.1841) · p. Seite 253

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 32 (6.8.1841)
Date
1841-08-06
Page
Seite 253 (sequence 5)
Language
German
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4 253 sehr huldigt, beweisen seine eigenen Worte a. a. Orten. Vres-souvent les tradueteurs eu rendant le mot Arabe par uq mot hebreu analogue out donne k ce dernier uu sens qu'il n’a pas ordiuairenient en hebreu. Au Üeu de DVH ÜHN >1 aurait mieux valu traduire □vn lööirwn &6rv 2) Da in den angeführten Stellen des Autors sich keine weitere Ausführung dieses Satzes vorfindet, so hat man allerdings befürchten müssen, daß die Herren Editoren die nähere Beleuchtung dieser Wahrheit beabsichtigten. *) Ist ein Druckfehler, st. Gen. 32. 25, wo Onke1o8 pifcPl mit übersetzt. 4) Das Citat aus AE. Gen. 27,40 ist eben so triftig und noch wichtiger für die Sache, als das aus demselben Autor ad Obad. 20. Ä) Auch hier sind die trefflichen Worte Herzfelds anzuwenden: „Wem es um die Ueberzeugung der Leser, nicht um ihren guten Glauben zu thun ist, der gebe die Citate wörtlich uud lieber eins, das treffend ist, als eine bunte Masse, die nichts besagt." — Bei den Thalmudisten galt jenes Zeitalter für atheistisch oder götzendienerisch; keine der angeführten Stellen spricht von Unsittlichkeit desselben. Vielmehr wird ausdrücklich im Midrasch gesagt, daß sie nicht wie das antediluvianische, alle gesellschaftlichen Bande zerrissen haben sollen, »er. «ab. 38. ühd mTitw ixt □•□mx vntr H 6) Eine einfache Vergleichung der Anm. p. 06, mit der p. 43 — 44 zeigt den direkten Widerspruch. Der ist nach Albo II. 11. Die Stelle der Mondsphäre, der untersten, d. h. der Ti# und p. 06 wird selbiger als Seele der das ganze Weltsystem umschließenden 10ten Sphäre geschildert. ') Die Ausschöpfung der F'schen Concordanz zu beweisen, wäre ein undankbares Geschäft. Die Herren Editoren könnten dies am leichtesten und vortheilhaftcsten selbst übernehmen, wenn sie nur alle Seiten angäben, die mit lexikalischen Artikeln, besonders mit Hinweisung auf die Concordanz ausgestaltet sind. b) Ree. hat nichts zu rächen. Jener Artikel verweist auf Schultens ad Job 8. 14. Freitag s. v. Methurg. ad Jer. 17. 16 ist das aus oder nach Gesenius? Aber wäre cs auch, wie lassen sich linguistische Fehler anders berichtigen, als durch linguistische Hülfsmittel? Daß wir nicht flüchtig gelesen haben, mögen noch folgende Bemerkungen beweisen, die wir nachträglich der gefälligen Prüfung der Herren Editoren übergeben. S. 1. Nota 3. jyjA heißt zunächst im Thalmud wie in - der Bibel, aufladen, belasten, daher np’HEn rij’JJö/ Auf- und Abladen , charger, decharger, daher: angreifen. S. 4. Nota 4 „niD^X Beschaffenheit, mno Qualität." Allein ersteres ist die Wieheit, quaiitas, letzteres von dem Fragenden Was?, die Wesenheit, quid dicas. S. 31. Nota 4 rnpDlö nölX vom Epikur herzuleiten ist sehr gewagt. Daß aber ip£n preisgeben daher komme, ist gewiß zu weit calemburisirt. Es ist vielmehr höchst wahrscheinlich das arabische -ips, s. Hosting. Lex. harm. kcptagl. zu 386. 87. und Freitag s. v. — Und wem fällt nicht der Bewohner der Wüste der Fakir dabei ein? 37. l. Für den Ursprung der Talismane, den Mann, den Sabäern zuschreibt, ist M. N. II. 33 citirt; soll heißen I. 63. 40. 3. Bei 2v\nnn fehlt die wichtige Bedeutung im Arabischen: In's Uebel fallen. 72. „Den Todtengeruch nicht kosten" für nn^E UV'£ ist geschmacklos. Es soll heißen: den Tod nicht kosten. Das. 'irmriN* sein Ende, richtiger wohl: seine Zukunft. 06. § 6 u. Nota nZ!D *6) iTDj ^22 TrPJ?3QX3 "CT ohne Bewegung und ohne Stütze. Daß ^2 nicht Stütze heißen könne, zeigt die Zusammenstellung mit rP!23; auch hat es niemals diese Bedeutung, und die Anmerkung ist überflüssig, das ^2^2 bvpiX f6in ein sogenannter — rPEj heißt Abweichung vom Centrum, und n2D Umwälzung, wie nicht allein R. Israel, sondern auch Burtorf es erklärt: circum giratio. Nachrichten und Correspondenzen. Böhmen, Juni. — Folgender Vorgang dürfte Beispielgebend erscheinen für eine Reform des bei Ertheilung der Rabbinatsfähigkeit üblichen Verfahrens, welches bisher mancher subjectiven Ansicht und theilweise selbst der Willkühr bloß gestellt ist. EinCandidat Neu da aus Loschitz suchte bei dem Landrabbiner um die mnn nach, und erhielt eine ablehnende Antwort. Er wendete sich hierauf an die Hofstelle, und wurde zur Prüfung'auf den 14. Mai e. nach Brünn bestellt. Zugegen waren 2 Commissäre, von denen einer geistlichen Standes, ferner der Herr Landrabbiner, der Rabbiner Feil bogen aus Groß-Mestrich und Rabbiner Fasse! aus Proßnitz. Jeder dieser Rabbinen hatte dem Candidaten drei Fragen vorzulegen, eine aus der heil. Schrift und zwei aus dem Thalmud. Der Landrabbiner stellte eine Frage aus Iesaia, eine aus dem Tractat Nidda, eine aus dem Tractat Sabbath, welche alle der Candidat vortrefflich beantwortete. Um ihn zu werfen, verlangte der Landrabbiner noch eine auswendig aus dem Jore Deah zu leistende Beantwortung; allein Fasset bemerkte, daß ein junger Mann, welcher so schwierige Fragen befriedigend erledigt habe, das Uebrige von selbst herauszufinden wisse. Alle übrigen Fragen wurden von dem Candidaten ebenfalls gut beantwortet. Hierauf legten die Herren Commissäre ihm noch 3 Fragen bezüglich auf den Inhalt des Religionsbuches vue Zion vor, die er in ihrer Gegenwart ausarbeiten mußte, und welche Antworten der Hofstelle eingeschickt worden. Herr Neu da wurde mit der größten Ehre entlassen. Der weitere Erfolg ist noch zu erwarten. Wie derselbe auch ausfallen werde, so ist eine solche Beaufsichtigung der Prüfungen gewiß sehr nützlich, um die jungen Männer der Wissenschaft den Intrignen der Finster-

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