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Israelitische Annalen · 1841-08-06 · Heft 32 (6.8.1841) · p. Seite 252

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 32 (6.8.1841)
Date
1841-08-06
Page
Seite 252 (sequence 4)
Language
German
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252 w Bearbeitung des Werkes verfahren haben. Dies wird dadurch begründet, daß wir» die deutsche Uebersetzung nach der „sehr mißlungenen" hebr. Uebertragung des Ieh. b. Tibbon veranstaltet. Daß diese sehr mißlungen sei, wird auf die Autorität des R. Asaria de Rosst hin behauptet, der bekanntlich glaubte, an einer Stelle des Kusari (H. 57) die Uebersetzung des Kardaniel vorzichen zu müssen. Gesetzt auch R. Asaria habe hier Recht, so wäre wegen einer verfehlten Stelle noch nicht die ganze Uebersetzung eine sehr mißlungene zu nennen, vorzüglich wenn man weiß, wie sehr stch Ieh. b. Tibb. seines Berufes als Uebersetzer bewußt war. (Dorr, zu Chob. ha-Leb.). Aber schon vor 3 Jahren hat Munk*) (Notice &c. S. 19), der das arabische Original des Kusari in Oxford selbst gesehen, und also zu einer Beurtheilung der Tibbon'schen Uebersetzung allein berechtigt ist, die Ehre Iehuda ben Tibbon's gerettet, und dürfte also dessen Uebersetzung nun nicht mehr „sehr mißlungen" sein. — Da nun die Uebersetzung des Ieh. b. Tibb. „sehr mißlungen" ist, so findet es Herr K—m sehr bedauernswerth, daß wir nicht das arab. Original, das stch nur in Oxford befindet, zu Grunde gelegt haben. Wir stimmen ihm hierin ganz bei! Die Wahrheit unserer Aussage in der Vorrede, daß wir den Text nach der älteren Edition emendirt hätten; bezweifelt Herr K—m „weil ihm eine Vergleichung mit den bekanntesten Ausgaben (welchen?) keine Variante habe entdecken lassen." Wir verweisen deshalb auf das dem Schlüsse des Werkes beizugebende Variantenverzeichniß, wo wir uns des Zweifels des Herrn K—m noch erinnern werden, und auf S. v. des Vorwortes, wo es deutlich heißt: Eine Uebersicht aller Varianten wird unserm Versprechen gemäß dem letzten Hefte beigegeben." S. 183 fürchtet Herr K—m, daß wir die Wahrheit: daß im kleinsten Wurm die Allmacht Gottes stch offenbare, später in extenso ausführen würben. Hiermit bezieht er sich offenbar auf S. 34. Anm. 1, wo zum Schlüsse des § 68 des 1. Th. bemerkt wird: daß auch im kleinsten Wurm die wunderbare Weisheit und Allmacht Gottes ausgeprägt sei, wird unter m 17, iv. 25 weiter ausgeführt."?) Wenn es nicht schon in diesen Worten läge, daß diese Ausführung nur dem Autor zugeschricben wird, so wäre durch ein Nachschlagen dieser Stellen sowohl einem unerklärlichen Mißverständniß, als auch jener furchtsamen Aeußcrung des Herrn K —m vorgebeugt gewesen. Das Citat b~W aus Targum (welchem?) Gen. 22, 25 scheint auf einem Irrthume zu beruhen, da Cap. 22 nur 24 Verse hat. 3) Daß wir des Aben Esra Notiz über Edom4) nicht ausgenommen, kömmt zum Theil daher, daß sie rein aus der Luft gegriffen ist, und von der Geschichte der christlichen Kirche gar nicht bestätigt wird. Auch heißt onN*/ wie wir bemerkt, erst Rom, nicht Christenheit, und erst als diese beiden Begriffe zusammenflossen, hieß Edom auch Christenheit! Die weitere Ausführung gehört nicht hierher. Zu unseren Worten S. 26. Anm. 1. „ n^EH nn i ein wegen seiner Unstttlichkeit bei den Thalmudisten sehr berüchtigtes Zeitalter" bemerkt Herr K—m: „die Editoren verwechseln -yn mit Tn*" Wir bemerken hierzu, daß Herr K — m den Thalmud mit der Bibel zu verwechseln scheint. Wer nur irgend ein Mal im Thalmud oder Midrasch geblättert, weiß, daß an unzähligen Stellen von der Sittenverderbtheit der nil^Er^ m '•ItfjK gesprochen wird. Herrn K — m verweisen wir unter andern auf Sanh. 38 b. 107 b. 109 a. ßer. Rabb. cap. 4. 5. 11. 13. 19. 22. 26. 28. 38. 39. Bam. Rabb. cap. 16; Stellen, die wir bis in die Hunderte vermehren, könnten, wenn es uns darauf ankäme, allbekannte Dinge mit Citaten zu belegen.5) Als Beweis von „mancherlei Widersprüchen" führt Herr K—m an, daß an emem Orte, nämlich S. 96 ✓Dltf für die oberste, an einem andern Orte S. 43. Anm. 4 für die unterste Funktion ausgegeben, und demgemäß der Text erklärt wird. Hier waltet ein dreifaches Mißverständniß ob: 1) wird S. 96 nicht gesagt, daß der ^yEil bjW die oberste Funktion sei, sondern daß die zehnte Sphäre die des bDW sei; 2) wird S. 43. Anm. 4 nicht gesagt, daß der ^yiEn b^W die unterste Funktion sei, sondernjdaß ^>-03—L&'Tlpn ITH eine niedere Stufe der Prophetie bezeichnend, später mit bDW identificirt worden; 3) steht S. 43 der Text in sehr entfernter, S. 96 in gar keiner Beziehung mit den Bemerkungen über bDW* so daß kein Mal „demgemäß" der Text erklärt wird. °) Da die in Rede stehenden Anmerkungen deutlich ausgedrückt sind, so müssen wir zur Ehre des Herrn K —m glauben, daß ein flüchtiges Ueberlesen derselben Schuld an dem dreimaligen Mißverstehen sei. — Die übrigen „mancherlei Widersprüche" sind nicht näher bezeichnet worden; eben so wenig, wie die Beschuldigung, daß wir die Concord. ausgeschöpft I, bewiesen, obgleich stch Herr K—m für das gedachte Vergehen dadurch an uns rächte8), daß er aus dem Gesen. Lex. den Artikel ausschrieb. Dagegen sind wir Hrn. K — m für die Nachweisung, daß sekundäre Quellen uns zwei Mal irre geführt, unfern Dank schuldig, den wir hiermit öffentlich aussprechen. Wenn Hr. K—m die Auffassung gewisser Stellen bekämpft, so lassen wir seine Meinung eben so als eine individuelle gelten, wie wir die unsrige als solche hingestellt, obgleich wir selbst nach sorgfältiger Vergleichung der frühern Com. und Uebers. unsere Meinung nicht mit solcher Bestimmtheit auszusprechen wagten, wie Herr K—m sie zu tadeln. Berlin, Juli. H. Iolowicz. D. Cassel. Anmerkungen des Herrn K—m und des Herrn Schlesinger. Die Recensenten, welche erst nach sorgfältiger Prüfung des Werkes ihr Urtheil abgegeben, auch gehörig begründet haben, finden zu obiger Erwiederung folgende Bemerkungen für nöthig. ') Daß Munk der tibbon'schen Uebersetzung nicht zu

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