Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1841
- Issue
- Heft 31 (30.7.1841)
- Date
- 1841-07-30
- Page
- Seite 245 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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245 W kommen möge!) Vielleicht wären unsre Verfolger, wenn sie Sir Moses selbst gesehen hätten, dazu gebracht worden, sich die Gerechtigkeit und den Edelsinn der europäischen Fürsten (welche Gott erhalte!) zu Herzen zu nehmen! und dann hätten sie vielleicht auch dem Gedanken Raum gegeben, daß wir alle von einem Gott geschaffen sind, daß wir alle einen Vater haben, und dann, daß wir Israeliten alle unter dem Schutze der europäischen Monarchen stehen, für dej ren Gedeihen, sowohl persönlich als betreffend ihre! Regierungen, alle Israeliten in der Welt ihr Gei bet zu dem Herrn ihrem Gott zu richten gehalten sind. > Aus den hier zum Theil auseindcrgcsetztcn Grünj den, wofern der Inhalt dieses Schreibens Sir Moses j wohlgefällig ist, und Er die Anstrengung einer Reise j nach Damast nicht für zu stark hält, und Ihm die! Leiden der Gemeinde zu Damast, welche jetzt nach seinem Namen genannt wird, zu Herzen gehen, ist es unser inbrünstiger Wunsch, daß Er jetzt zu uns komme, damit unsre Herzen die Freude empfinden, mit welcher Dein Antlitz uns unfehlbar erfüllen muß, denn wir sind alle Deine Diener, Deine Kinder: — wir erheben kummervoll unsre Augen zu Dir um Mitleid und Hülfe. Unser eigner Wunsch ist, wenn cs möglich wäre, daß der Allmächtige ihn gewährte, daß wir alle Adlerfiügel hätten, um uns zu Sir Moses hinzubegeben, und die Sohlen seines Fußes zu küssen als Zeichen der gränzenlosen Dankbarkeit, welche jetzt in unserm Herzen wohnt. Ja, Du bist unser Erlöser, unser Hirt, unser getreuer Hirt, Vater des Mitleids! Moses, unser Herr und Schild, wenn wir an Dich denken, fließen.unsre Thrä'nen, aber es sind Thränen des Dankes, der Freude! Aber wir sind sehr zahlreich, und fürchten, wir würden Sir Moses belästigen, wenn unser Wunsch gewährt würde. Dennoch wünschen wir auf's Innigste das Antlitz des Sir Moses zu sehen, wie Kinder, die sich nach ihrem Vater und Lehrer sehnen. Wahrlich, unsre Herzest müssen zu einander sprechen; denn wie das Wasser einem das eigene Angesicht zeigt, so zeigt das tugendhafte Herz dem Freunde das des Freundes. Wir hoffen um so mehr auf Sir Moses Herkunft, als die Liebe des Vaters für seine Kinder gewiß erregt ward. Wir Israeliten von Damask sind seine Kinder, von ihm erwählt, denn er hat uns durch seine Seelengröße erlöset. Unsre Seelen fühlen also das lebhafteste Verlangen, Seine Gegenwart unter uns zu begrüßen. Möge das Licht unseres Bruders stets hell und glänzend sein; möge der Allmächtige uns Gewogenheit schenken in Seinen Augen; mögen unsre Worte günstig von Ihm angenommen werden! Möge Er stets mehr als er wünscht in Ueberfluß genießen! Dies ist das innigste Gebet Seines treuen Dieners, des Oberhauptes der Gemeinde zu Damsk. Raphael Farchi. Woher der Name Hebräer? In einer Nummer der Israel. Annalen, macht Herr M. Heß beiläufig eine Bemerkung gegen eine Anmerkung zu Genes. 10, 25 in meinem Pentateuch-Eommentar, wo ich das Wort Hebräer von dem X. proprium dem Ahnherrn des abrahamitischen Stammes, ableitete. Noch aber kann ich mich nicht überzeugen, daß ich mich geirrt, wiederhole daher hier die in dem gedachten Commentar angegebenen Gründe und füge noch einige bei, um zu beweisen, daß der Name Hebräer nicht Jenseitige, sondern Abkömmlinge Ebers bedeute. 1) Kann i-nyi Hebräer, nicht abgeleitet werden von — jenseit, wie dies Diele (LXX. ju Gn. 14,13. Midrasch 7. Gn. 42,13. Raschi, Ramban — Gesenius u. A.) deshalb meinen, weil Abraham von "lrijn "tzy (Jos. 24,3) jenseit des Stromes Euphrath hergekommen und daher seine Nachkommen von den cingebornenKenaaniten Jenseitige genannt'worden seien, — denn es zieht in der Bibel -oy nie ohne Zusatz für -iron "Cyi bei einer Ableitung aus demselben müßte es also nicht nzyi sondern -nron -cyi oder abgekürzt 'nnsn heißen, keinesfalls aber dürfte -QU das i erhallen. Dieser Einwand ist nicht unbedeutend, wie er Gesenius (Gesch. d. hebr. Spr. § 5) scheint; er stützt sich auf den hebr. Sprachgebrauch. Vergl. Ebn Esra zu Exod. 21, 2. Fürst's Concordanz, S. 1388. 2) Will offenbar die pentateuchische Genealogie Gn. 10, 21 ff. den Namen ch2y — "Cy 'Ü2 auf jenen -cyi den Stammvater der Abrahamilen, zurückführcn. Daß dieser Eber erst aus dem Völkernamen Hebräer zum Zwecke jener Genealogie herausgezogen und fingirt sei, kann nur als eine sehr kühne Hypothese des Kriticismus geltem 3) Würden sich schwerlich die Israeliten des Namens Hebräer, wenn dieser Jenseitige, d. i. ad venae, Fremdlinge, Eingewanderte, bedeutete, unter sich bedient haben z. B. Ga. 14, 13; Ex. 2, 11: y»ni<3 v-Qy; 21, 2: nsy ~2v rGpn ■q; Dt-15'12** nzyn Nur von Seiten der Kenaaniter wäre diese Bezeichnung der Israeliten zu erwarten. 4) nuy von -irun *cy abgeleitet, könnte, wie 'E^n-p» ,>yßsi ’jyci nur anzeigen wollen den Ort, wo man ist und wohnt und