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Israelitische Annalen · 1841-07-23 · Heft 30 (23.7.1841) · p. Seite 234

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 30 (23.7.1841)
Date
1841-07-23
Page
Seite 234 (sequence 2)
Language
German
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Himmels zu senden, daß es Ihm gefallen möge, dessen Planeten zu erhöhen und ewigen Segen seinem Hause zu verleihen; auf daß er, vor Königen stehend, in deren Augen Gnade finden möge, daß alle seine Unternehmungen gedeihen, und daß in seinen Tagen.Juda und Israel Rettung finden und der Erlöser komme nach Zion. So sei des Allmächtigen Wille. Vor 10 Ta.;en wurden meine Augen erheitert durch das Lesen der erfreulichen Zeilen des Briefes des Sir Moses, datirt in der Woche, in welcher Levit. IV. j gelesen wird (2. April). Die Worte desselben find j] die, welche aus dem Munde des Weisen kommen, und voller Anmuth machten sie einen tiefen Eindruck; auf mein Herz; und ich war froh, ob der darin j enthaltenen Versicherung, daß Sein Frieden und! Wohlbefinden nicht gestört worden. Möge es im-;j mer niit Ihm so sein und seine Güter und sein Glück i sich stets vermehren! Ich that Seinen Brief gleich ij einer Krone oder einem Diadem an mein Haupt, I! aber indem ich ihn so nahm, bemerkte ich darin! Ausdrücke des Inhaltes, daß Sir Moses benachrichtigt worden sei, daß einige Israeliten unsrer Gemeinde zu Damast Rachegefühle gezeigt hätten gegen Personen anderer Nationen, und mit Falschheit und andern Mitteln sich bemühet hätten, denselben! ernstliche Nachtheile zu bereiten, was Ihn vcran-! laßte, mir Unwillen zu schreiben:. ' „Warum beachtet Ihr nicht die Vorschriften un-! sers heiligen Gesetzes und die Ermahnungen der! Propheten, welche Euch befehlen. Euch nicht an Feinden zu rachen, selbst wenn sic in Eurer Gewalt sind? Ihr solltet zufrieden sein, daß Ihr jetzt in Frieden in Euren Häusern wohnen könnt!" und andere Worte in ähnlichem Sinne, die ich in dem Briefe fand, und auf welche ich jetzt antworten will. Sir Moses! Diejenigen, welche Dir so etwas gesagt haben, sprechen was nicht wahr ist. Nichts dieser Arr ist von den hiesigen Israeliten geschehen. Wir haben schon verschiedene Briefe an Sir Moses geschrieben, mehre kamen von der ganzen israelitischen Gemeinde dieses Ortes; einige von den verfolgten Personen, welche durch Sir Moses Vermittelung auf freien Fuß gestellt worden sind; einige von mir und andere von Joseph Abulafia; und in allen diesen ist dargethan worden, daß wir nicht vertrauensvoll das Haupt erheben vor den Stadrleuten insgesammt, und zwar wegen des englischen Consuls; denn er hat uns viel Feindschaft gezeigt, und sicht beständig Fehler an unfern Handlungen, um uns zu erniedrigen und unfern Ruf zu verunglimpfen. Diese Thatsache, wie eben bemerkt, ist in den zwei Briefen dargelegt, welche vor gegenwärtiger Mittheilung, ohne Zweifel an Sir Moses gelangt sein werden, und wir hoffen, daß deren allgemeiner Inhalt Ihn so interessirt haben werde, daß Er sich bemühen werde, nach Seinem tiefen Scharfblick und seiner genauen Sachkenntnis' Mittel auszufinden für unsre betrübte Lage; auf daß der englische Consul und unsre unversöhnlichen Feinde, der französische Consul, Boudin, und Guftiniani, verhindert werden mögen, uns ferner Schaden zuzufügen. Wir vertrauen darauf, daß Si^ Moses die Natur unsrer gegenwärtigen Leiden vollständig begreifen werde. Außer dem Umstande, auf welchen ich eben besonders angespielt habe, erwähnte ich schon in meinem vorigen Briefe gegen Sir Moses, daß der Pascha Sr. Majestät des Sultans, dessen Ruhm erhöht werden möge! sobald er in Damask anlangte, mich in mein voriges Amt wieder einsetzte; dessen Funktionen darin bestehen, dem Magistrat in Stadt- Angelegenheiten beizuwohnen; diese Ehre ward mir verliehen gemäß einer Verfügung in des Sultans Ferman, welche demselben einverleibt wurde, weil ihm ausführlich berichtet worden war, daß ich für diese Geschäfte einiges Talent besäße. Als der englische Consul und die übrigen erwähnten Verleumder von dieser Auszeichnung Kunde erhielten, die unserm Volke günstig war, wurden sie von einem Aerger erfüllt, den sie nicht zu unterdrücken vermochten, gerade wie sie damals ihn zeigten, als die Ankunft des Sir Moses in Alexandrien ihren Rath zu Schanden machte und uns von dem grausamen Geschick rettete, dem sie uns bestimmt hatten. Der englische Consul begab sich sofort zum Gouverneur der Stadt, und empfahl ihm, mich zu entlassen, und einen Christen in mein Amt cinzusetzcn, unter welchem ich als Diener oder Dcputirter arbeiten könnte. Allein mit des Allmächtigen Segen, dieser Versuch gegen mich schlug gänzlich fehl; denn der Gouverneur, welcher die ihm angemessen scheinenden Gründe für sein Verfahren angab, lehnte es ab, den ihm angesonnenen Plan anzunehmen. In Folge der also vereitelten gehässigen Anschläge suchen sie

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