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Israelitische Annalen · 1841-06-04 · Heft 23 (4.6.1841) · p. Seite 183

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 23 (4.6.1841)
Date
1841-06-04
Page
Seite 183 (sequence 7)
Language
German
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183 Literatur. Das Buch Kusari, übersetzt und commentirr von H. Jolowicz und David Cassel. Leipzig bei! H. Francke. Istes Heft. IV und 96 S. gr. 8.! (Beurtheilt von K—m.) (Schluß.)! Der eigentliche Zweck und die Aufgabe dieser Ausgabe! bestehen darin, das schwierige Werk denen verständlich zu machen, welchen das Original zu große Schwierigkeiten darbietet. Erläuterungen, die dieses Ziel herbeiführen, sind daher willkommen, namentlich historische, archäologische, und andere Sach-Crklärungen. Die Herbeiführung eines großen Aufwandes von philolcgischen und linguistischen Bemerkungen und die Ausschöpfunq der lexikalischen Forschungen der Fükst'schen Eoncordanz und der im Oriente ausgestellten Untersuchungen ist aber hier nicht an seinem Orte, und muß mindestens als überflüssige Mikrologie bezeichnet werben. Auch in den Sachnotizen war Maß zu halten, und nur Minderbekanntes anzudeuten, während wir hier selten etwas finden, das nicht allbekannt wäre. Welcher Leser weiß z. B. nicht, daß man unter pj? p das Paradies verstehe, daß aus co?p gebildet sei; daß Ti“ Indien ist, und im Allgemeinen ein fernes Land bezeichne; daß im kleinsten Wurm die Allmacht Gottes ausgeprägt sei, welche Wahrheit die Editoren später in ' extenso auszuführen — drohen! re. — 2m philosophischen! Theile des Commenkares finden wir Moscato und R. Israel! gut benutzt, aber ungern vermissen wir die Anführung des : Commentärs von Brecher, welcher von allen öffentlichen! Organen günstig beurtheilt worden, und auf jeden Fall j eine Erwähnung verdient hätte. : Wir wollen nun noch, so weit es die Gränzen eines; Zeitblattes gestalten, ohne ein vollständiges Urtheil zu fäl-! len, verschiedene emzelne Bemerkungen und Winke geben, > welche vielleicht bei der Fortsetzung des Werkes nicht ganz unberücksichtigt bleiben werden.! S. 2. Anm. 2 heißt es: „Die Meinung El. Levita's j ist, daß von Manes herkomme." Diese Ableitung hat! schon Aldo, Ikk. 2. 13. Die Untersuchung ist übrigens ' hier keinesweges erledigt, indem auch in den ältesten Schrifj ten (Boreitha und Mischna) und zwar an Stellen, wo > keine spätere Abänderung zu vermuthen ist, derselbe Aus-! druck vorkommt, während Manes bekanntlich erst im drit- 1 ten Jahrhundert der christl. Zeitrechnung gelebt hat.! S. 2. Anm. 3. Ueber das Wort haben die Edi-! toren einen Theil dieses Artikels aus Burt. l-ex. Talm. mit dessen Fehlern abgeschrieben. So wirb eine korrupte Stelle, die Buit. in der Wurzel -an und -pD ohne weitere! Quellenangabe Scaliger nachschrieb, hier gar fälschlich als I die Worte Maimons in H. Sanh. 4 citirt. — Es ist übri-! gens befremdend, daß zu der in diesem tz. genannten kusarischen Religion keine erläuternde Notiz gegeben wird, während über Chaber, ein selbst in die Vulgair-Sprache übergegangenes Wort, eine halbe Seite geschrieben ist. S. 2. Anm. 4. Zu in der Bedeutung des heb. nnD werden mehrere Stellen citirt, die treffendste aber, wo es im Etpaal, wie hier im Teile, die Bedeutung: sich mit etwas abgeben, beschäftigen, hat, übergangen; nämlich die Targümstelle in Genesis 22, 25. S. 0. In der Anmerkung zu das die Editoren unübersetzt und nicht dem Sinne gemäß mit Nazaräer ober Christen wiedergeben, fehlt, trotz des Citaten-Aufwands, die wichtigste Stelle in Aden Esra Gen. 27. 40. Derselbe behauptet nämlich, Rom würde deshalb Edom genannt, weil die Idumäer die ersten Anhänger des Chrtstchthums waren. Als dahei? Rom unter Constantin die Taufe annahm, wäre ihm dieser Name beigelegt worden, so wie man die Egypter Sabier und überhaupt alle Anhänger des Islams Ismaeliten nennt, obschon die wenigsten derselben von Jsmael abstammen S. 18. iniTHDS 2V0 „von Anfang an." Die Editoren opfern hier, mit Unrecht, dem fehlenden Artikel n* den richtigen Sinn und Zusammenhang, nur um von den alten Commentaren, die das 2 als Comparativ nehmen, abzuweichen. Der Kusri sagt: Ich sehe, daß deine Rede letzt besser als im Anfänge ist; worauf Jener entgegnet: Aber gerade der Anfang meiner Rede (die dir so sehr mißfallen hat) ist die Demonstration. S. 22. Anm. 3. Die Definition der Synonymen man« pDH ist unbestimmt und undeutlich und auf den biblischen' Sprachgebrauch nicht anzuwenden. Im Neuhebräischen wird me im tadelnden Sinne gebraucht, und ist, wie hier aSEn, größtentheils mit Willenäußerung, Begehrungsvermögen, zu übersetzen, n)N*n aber nur im tadelnden Sinne, als Lust, Begierde, nicht nach dem Notbwendigen, sondern nach den überflüssigen Bedürfnissen des Lebens. S. 23. tz. 426. rvrvo^ft iTT^N* „der Enge! Gottes," richtiger Burt. Divinus & Angelicus. S. 25. §. 475. „ Auf solche Weise ist die Berechnung der vormosaischen wie nachmosaischen Zeit bis heute uns überliefert worden." Mit Unrecht vom einfachen Tertsinne und von Burt. abgewichen; denn das n^2O bezieht sich auf das und ist daher zu übersetzen: Wir haben die Jahre der Patriarchen von Moses überliefert erhalten, und von da weiter kennen wir die Chronologie. S. 26. Anm. 1. nn „ ein wegen seiner Unsittlichkeit bei den Thalmudisten sehr berüchtigtes Zeitalter." Die Editoren verwechseln "in mit rU/£i"! th. S. 27. §. 505. n? prv» TW prv» *6 n-T „Dies ist nicht möglich, geschweige denn jenes." Eben so übersetzt auch Burt. Richtiger wird aber das nt prp "jW zum folgenden Satze gelesen, und ist zu übertragen: Dies ist nicht möglich; denn wie wäre es möglich, finden wir doch rc. S. 47. Anm. 1. „im bibl. hebr. nur im Dev. B^2Dy (Warum nicht vergl. das arab. 2py" sollte heißen das arab. 22V >■ welches gleichbedeutend mit dem neuheb. nny ist, unt> nach Freitag stetit, substitit bedeutet. Das Wort ar»32y Targ. rüDy arab. rCDiJ? ist nach Schultens, Hiob 8, 14, dem auch Gesenius beistimmt, aus zwei Wurzeln zusammengesetzt, aus dem arab. aSUes fint und aus '&2V weben. ‘ Das arab. 33z? hat demnach auch zuweilen die entgegengesetzte Bedeutung schnell sein. In diesem Sinne steht es im Targ. Jerem. 17, itt VISK üb ^S*T mnny üb (vgl. Methurgeman fl. O.» S. 48. §. 94. rn nnx -wn rhyü nwi „Welche (Sünde) könnte wohl noch über ihr stehen," >oll heißen: „Welcher Vorzug blieb (ihnen) nach dieser (Sünde)." S. 57. tz. 97. „Ucbrigens als die, welche das Ka!d angebetet hatten, bestraft und getödtet wurden, belief sich die Zahl aller nur auf 3000 von 600,000." Dies letztere ist schon oben in demselben tz. mitgetheilt worben, und die Wiederholung hier ganz überflüssig. Die Uebersetzer haben aber den Sinn mißverstanden, indem sie zum Hauptsatze erheben, was nur beiläufig gesagt wird, und das Wesentliche zur Nebensache machen. Es sollte heißen: Und demnach wurden die Anbeter rc., so daß 3000 von 600,000fielen. S. 60. Anm. 2. Die Hinweisung auf die Stelle im Midrasch p,)b'nED\S‘:i rnso rmnn JW* ist hier nicht am Orte, und keineswegs den Tertworten ähnlich, denn jene Stelle ist gar nicht, wie es die Editoren auffassen, objektiv zu verstehen, daß sich nämlich Gottesverehrung mit Philosophie nicht vereine, sondern nur subjectiv, das Studium des Gesetzes abserbire so alle Zeit, daß Erlernung der Wissenschaften fast unmöglich werbe, (vergl. die Tosapb. zu Tanith 7, a. S. 66. nbrnn raren an wom/ „und seine

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