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Israelitische Annalen · 1841-06-04 · Heft 23 (4.6.1841) · p. Seite 184

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 23 (4.6.1841)
Date
1841-06-04
Page
Seite 184 (sequence 8)
Language
German
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184 ehrenvolle Freundschaft zu erlangen," besser: weil seine Freundschaft bas größte Gut ist. S. 68. Anm. 3. „Bekannt ist der Spruch des Thalmuds, Sanh. 92. b. nyn Gilb 2" nx H’Dn-" Die Editoren werden gebeten, diese Stelle dort, oder auch sonst wo im Thalmud aufzusuchen. S. 78. 1. „Hingegen will Aldo, Ikarim 2, 28 die Bedeutung abgesondert geltend machen, und führt die von uns zitirte Stelle des Maim. sich zum Slützunkte an, aber mit einer bedeutenden Abweichung N? "121 nTV" Hiergegen bemerkt Herr vr. Schlesinger, der Mit-Uebersetzer des Zkarim, dem wir mehrere' von diesen Bemerkungen verdanken, daß Aldo keineswegs diese Stelle als die Worte des Maimonides anführt, sondern er beziehe sich bloß auf die Stelle in More Nebuchim 1. 66, ohne sie wörtlich anzuführen, um daraus den Beweis zu stellen, daß das Tetrg. BHIBOn die absolute Wesenheit Gottes bezeichne. Das folgende -Ql nTl sind seine, des Aldo, Worte, und stehen mit den früher» in Verbindung. Hiernach wäre auch die Uebersetzung jener Stelle im Ikarim zu berichtigen. Außerdem finden fick mancherlei Widersprüche, wie zum Beispiel an einem Orte (S. 96) der pDB' für die oberste, an einem andern (S. 43—4) für die unterste Funktion ausgegeben, und demgemäß der Text erklärt wird. Augenscheinlich machen dergleichen Wahrnehmungen in dem ersten Hefte einer Arbeit, deren Wichtigkeit die Herren Editoren sehr wohl erkennen, und deren Forderungen sie selbst in der Vorrede recht klar aussprechen, einen sehr ungünstigen Eindruck. Inzwischen leitet uns hierbei die Liebe zur Wissenschaft und der Wunsch, daß ein so bedeutendes Werk auch so vollendet als möglich erscheine, und haben wir, um so weniger obige Ausstellungen unterdrücken zu dürfen geglaubt, als die meisten derselben bei einiger Aufmerksamkeit leicht zu vermeiden waren, und man jetzt erwarten darf, daß mindestens die folgenden Hefte sich einer strengem Durchsicht erfreuen werden, bevor sie an's Licht treten. Ausgabenbuch für das Lesen und Uebersetzen des Hebräischen, planmäßig über die Regeln der hebräischen Grammatik geordnet,# mit beständigen Hinweisungen auf die Grammatiken von Gesenius und Ewald, für Gymnasien, Lyceen und den Selbstunterricht, von vr. Carl Reh fuß in Heidelberg. Frankfurt a. M. Andreäische Buchhandlung. XXV und 208 S. gr. 8. (Splendid ausgestattet.) Auch unter dem Titel: Ausgabenbuch, enthaltend: Uebungen, das Hebräische in sehr kurzer Zeit richtig und geläufig lesen zu lernen; Wörter zum Auswendiglernen, zugleich als erklärendes Wörterbuch für dle folgenden Uebersetzungsaufgabcn geordnet; Aufgaben (aus lauter Bibelstellcn zusammengetragen), welche zum Uebersetzen aus dem Hebräischen in's Deutsche und umgekehrt anleiren. Dieser zweite Titel giebt die Oekonomie des Buches genügend an. , Mit Recht behauptet der Verfasser in der Vorrede, daß es bisher durchaus an einem für Gymnasien und höhere Schulen berechneten Uebungsbuche fehlte, — und wir fügen hinzu, daß dieß der nächste Grund ist, weßbalb so viele junge Theologen bei'm Hebräischen die Geduld verlieren, und so viele, die es noch einigermaßen treiben, in den Elementen nickt fest sind, und daher stümperhaft lesen, Vokabeln nur höchst dürftig wissen, und im Erplicircn nicht weiter gedeihen als zum Bedarf des unbedeutenden Eramens. — Wesentlich wichtig erscheint hierbei, außer der Bestimmung eines wohlgeordneten methodischen Ganges die Rücksichtnahme auf die gangbarsten und berühmtesten Grammatiken, und fortlaufende Beziehung auf die dort gegebenen Regeln, damit der Schüler nicht durch ein neues Hülfsnnttel abermals in einen andern grammatischen Gang gedrängt werde. Wenn wir somit den Plan dieses Werkes im Ganzen billigen, so fanden wir uns noch stärker befriedigt durch die Sorgfalt in der Ausführung, in welcher selbst in Betreff der vergleichenden Beziehungen auf die genannten Grammatiken und deren neuesten Ausgaben, so wie der Vermeidung Raum wegnehmender Wiederholungen, ein wahrhaft bewundernswürdiger Fleiß angewendet worden. Die Uebungen sind sehr durchdacht und überaus zweckmäßig gewählt, öfters mit repetirenden grammatischen Bemerkungen verseben; der Inhalt durchweg aus der heiligen Schrift, was wir für einen großen Vorzug halten, da der Hauptzweck sein muß: Vertrautheit mit der heil. Schrift zu erzielen. Nach den Leseübungen folgt ein nach Begriffen geordnetes Vocabularium, und ein gemischtes alphabetisches, die wichtigsten Wörter enthaltend, aufwelches die Uebersetzungsaufgaben stets zurückweisen. Auch bei diesen ist Anfangs zunächst die Verwandtschaft der Begriffe und dann die der grammatischen Formen sehr geschickt berücksichtigt; die hebräischen Stücke bestehen aus vollen Bibelversen, und je tiefer hinein aus ganzen Stücken. Sollte das Werk eine zweite Auflage erleben, was fast nicht zu bezweifeln sein dürfte, so wünschen wir unmaßgeblich, 1) daß in der ersten Uebung die Zusammenstellung der ähnlichen Buchstaben geschieden werde von dem Alphabet, und daß die Eigennamen, deren Zweck wir nicht erkennen, daraus wegbleiben; 2) daß in den Leseübungen keine Form stehe, die nicht vorkommt (wie die vorletzten beiden in 15); 3) daß die Beispiele zu den Accenten (18) vermehrt und vermannichfacht werden; 4) daß zu den Conjugationen noch deutsche Uebungen hinzutreten; 5) Strengere Correctur und Wahl in Betreff einiger deutschen Ausdrücke. Des Verfassers Entfernung entschuldigt allerdings manche bei der größten Sorgfalt unvermeidliche Druckfehler im Hebräischen und einige dialektische Fehler im Deutschen (z. B. S. 22 Aemter und Würden begleiten, st. bekleiden). Allein je correcter der Druck desto zuverlässiger ist das Werk. Indessen enthält es des Vortrefflichen so viel, daß jeder Kenner diesmal Nachsicht üben wird, und die wichtigsten Druckfehler nach dem angchängten Verzeichnisse vor dem Gebrauche des Buches berichtigt. Die Ausstattung verdient alle Anerkennung. Wir können dies Werk nach der genauesten Durchsicht allen Anstalten mit Gewissenhaftigkeit empfehlen, und wünschen demselben eine recht ausgedehnte Verbreitung. Beantwortungen. Neuern Eröffnungen zufolge wird bereits in Beziehung der auf den Grund unser Aufforderung in Nr. 14 eingesandten Meldungen, denen wir noch einen Nachtrag von später eingegangenen nachsenden, mit gehöriger Prüfung der etwa geeigneten Anstellungen vorgeschritten. Es erfordert dies, wie gleich Anfangs zu erwarten war, Zeit, und sehen wir uns genöthigt, alle Nachsuchenden auf die noch zu erwartenden officieven Mittheilungen zu verweisen. Alles, was im Einzelnen unauthentisch in Umlauf gesetzt worden, mag bis dahin auf sich beruhen. Es ist uns wiederholentlich angezeigt worden, daß die Annalen nach einzelnen seitwärts gelegenen Orten erst sehr spät gelangen. Dies liegt keineswegs an der diesseitigen Expedition, welche jede Bestellung pünktlich ausführt, und werden die resp. Besteller gebeten, sich an die verehrlichen Buchhandlungen und lökl. Postämter zu halten, wo sie ihre Bestellungen gemacht haben. Die Redaktion. Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.

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