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Israelitische Annalen · 1841-06-04 · Heft 23 (4.6.1841) · p. Seite 181

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 23 (4.6.1841)
Date
1841-06-04
Page
Seite 181 (sequence 5)
Language
German
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181 8) nwn gleichbedeutend mit riDUn — nach dem Arabischen 6) dimensus fuit. 4) s272 Centruin. Aruch führt keine thalmudische Stelle an, und bemerkt bloß, es sei Di:n dddh 'by2 5) njop polus. 6) diameter, Axis, Diagonalis (cf. }p| p]y-) cap. 6, p. 16. 7) ^vn und mNDÖ^ö sind griechischen Ursprungs. D arabisch nNCOnijO Oom, scheint ungebräuchlich zu sein; More 1 Kap. 73 pag. 64 d Z. 7. v. unten □■'ZOnnn, DKEI-Öft More Hamore S. 60 hat dafür □mmon Dagegen sind die arabisirten hebräischen, d. h. die dem Arabischen nachgebildeten'Wörter von sehr ansgedehntem Umfange und hier zeigt sich eben der mächtige, noch fortdauernde Einfluß des Arabischen auf die Entwicklung der philosophischen Terminologie. Diese Nachbildung ist theils eine grammatische, theils eine logische. A) Es wurden mit Nachahmung des Arabischen aus vorhandenen Wurzeln neue 'Formen gebildet, die man in der heiligen Schrift in der rabbinischen Literatur nicht antrifft. So bemerkt schon Tibbon im Anfänge seines imn rrhü D-' „ Aus Substantiven haben wir, wo es nölhig war, Zeitwörter, und Adjektive gebildet. So aus riöN die Verbalformen nöNÖ und nONiU aus dem Substantiv pQfc6ö das Adjektiv rro&6ö (auspDin das Adjectiv lnEVS fem. pTTlClQ) indem wir die Formation der arabischen Sprache') nachahmten. " Nach dieser ausdrücklichen Erklärung Tibbons, welche zugleich den nicht fd)r8) häufigen Gebrauch solcher von ihm gebildeten Formen in den damals vorhandenen hebräischen Schriften beweiset, kann der Einfluß des Arabischen auf rend hinzu m'Qtt'rü D2n ,O More Hamore S. 55 hat blos ’n'üüJ'M. Zu erklären ist noch, in wie fern Tibbon in s. v. □'n^p die Begriffe rrvQiynn und mipn unterscheidet. Das Wort r.jVtEiTN4 (cf. More 1. 36) arabisch rijXIEDN* (aus dem Persischen) c^lindrus, eigentlich coluuma, kommt in letzterer Bedeutung schon in Targum vor (cf. Buxt. Lese. s. v. pi^ox). 6) Zn der Sulzbacher Ausgabe des More, in welcher Tibbons Erklärung der Fremdwörter blos im Auszuge abgedruckt, und sehr verschlechtert wurde, ist rmsitfnn unrichtig erklärt. ') Eben so werden mit Nachahmung des Arabischen a) aus Adjektiven Substantive gebildet, z. B. aus p-i arab. 7X3 das Substantiv mp-v arabisch X7Z5; b) 'aus Zeitwörtern Substantive z. B. rr'2^2 (DÖb) WWD, arab. dbb’, aus p;i2L' cf. Anm. H; v) aus Partikeln Substantive z. B. aus -px (syq) rro^ arab. rr»d’d q^aiitas. 1?) Es eristirten allerdings schon solche Formen im Rabbinischen z. B. PPB'P",, |)pD/ mn- Letzteres ist offenbar ein später gebildetes verbräm deuominativum von PI2172 wiewohl Maimonides, der, sonderbarer Weise, der Mischna einen klassischen hebräischen Styl vindieirt, im Anfänge seines Eommentars zu Tr. Trumot, mn als rein hebräisch betrachtet; cf. d. Eommentar Aden Esra's zu Ester 8, 17, und Heidenheim X“ipQ” DjHD a« 4. B. M. 34, 10. * 1 * * 4 * 1 die Entstehung dergleichen Wörter nicht geleugnet werde»». Hierher gehören auch Zusammensetzungen wie inO ■ rnnoi die nach dem Arabischen ipixo und nTIXO (ersteres aus XD und ipi, letzteres aus XD und ip> zusammengesetzt) gebildet sind. Cf. Tibbon 1. c. Art. mn£ und Schmoelder’s Documenta Philosophiae Arabum S. 133. Der Gebrauch neuer Eonjugationsformen hingegen, wie z. B. pnjlj ist nicht hierher zu rechnen, da dieser nicht dem Einflüsse des Arabischen zuzuschreiben, sondern eine Lieenz ist, welche schon früher die Rabbinen sich erlaubten, z. B. ^nno > 15^20* B) Die zweite Klasse der arabisirten Wörter besteht darin, daß in Folge der Verpflanzung arabisch-philosophischer Begriffe auf den Boden der hebräischen Sprache den hebräischen Wörtern Bedeutungen gegeben wurden, welche man früher durchaus nicht mit jenen Wörtern bezeichnet?. Diese neuen Bedeutungen lassen sich oft gar 9) nicht oder doch nur auf eine 10) gezwungene Weise aus dem Grundbegriffe der entsprechenden Wörter ableiten. Selbst in den Fällen, wo die Ableitung begründet werden") kann, ist doch die Entstehung dieser neuen Bedeutungen keineswegs, wie F. D. meint, als eine Entwickelung, als eine innere Fortbildung der Sprache anzusehen, wovon überhaupt bei einer tobten Sprache nicht die Rede sein kann. Man findet vielmehr bei genauerer Betrachtung der einzelnen Wörter, wie das Arabische auf die Entstebung ihrer neuen Bedeutungen stets influirte, ja wie die Wahl hebräischer Wörter zur Bezeichnung arabischphilosophischer Begriffe oft durch zufällige Ia) leriealische Verwandtschaft beider Sprachen motivirt ward. Solcher aribisirten Wörter eristirt eine so große") Anzahl, daß hier unmöglich eine erschöpfende Uebersicht sich geben läßt. 9) So z. B. -i2"ö ens rationale nach dem Arabischen pEXjr welches loquens und ratione praeditus bezeichnet; woraus D’nD'nD D^p arab. npEjO Ö722Z5 rationale Linien, “OHO Schriftsteller, nach dem Arab. welches conjunxit und composuit über heißt. □HID/ Mathematik arabisch D^XIMi welches instructio und mathesis heißt. 10) So z. B. das Wort bb& plündern, in der phil. Terminologie „negiren" arab. 27D- Die von F. D. versuchte Ableitung aus dem Grundbegriffe ist spitzfindig. Nach dem Arabischen erklärt es sich einfach. 272 heißt eripuit vi alicui rem; ferner negavit, cf. Schmoelder’s 1. c. S. 129. Die Gleichheit des bbzf und 2bü in der einen Bedeutung gab das Motiv der Wahl des bbw zur Bezeichnung der andern Bedeutung des 272 „negiren." ") Dergleichen Wörter sind ^2'p> erreichen; in der phil. Term: wahrnehmen, erkennen, arab. "jXTlN rtttigu, vidit, cognovit; Fläche aus PK2*^ ausbreiten, wie im Arabischen pj£D planities aus pp£0 expandit. Pi!5>p2 Das Verlangen, in der phil. Term, die Untersuchung, wie das arabisch 2^22 beides bezeichnet; zuweilen jedoch bezeichnet letzteres thesanrus. So Morel, cap. 71, wo Tibbon S. 54» L. 10 edit Venet. statt n*^p2 ein passendes Wort hätte wählen sollen. ") Z. B. Dpp proportio, weil PDD3 im Arabischen genus und proportio bezeichnet. 13) So pnyn arab. PP2ÜN Bemerkung; 2L!?>,welches zuweilen Wesen (arab. p>X2)'. zuweilen Substanz .(arab. heißt; i2'72w arab. p-,p-,xLQ 7^pri „stofflose Geister" re.

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