Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1841
- Issue
- Heft 22 (28.5.1841)
- Date
- 1841-05-28
- Page
- Seite 173 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3133765-3133874-3133897--1168-3135387- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
173 Methode, die alle diejenigen, so in dem Synagogen-Cultus Edles und Hehres finden, und diesen edlen Kern von den Schlacken einer finstern Zeit zu reinigen sich bemühen, zu verbessern, nicht umzustroßen trachten, konsequent auch bei den, einzelnen Gebeten durchführen sollten. Ich theile hier, da das Schebuothfest nahet, meinen Versuch der Emendirung des im Eingang so herrlichen Gebetes ITEmn 2N‘ mit. vnay di nby piu uy — awin in* y^i vanxb nom vn: tdb” vmso by "ipTipoy nenn TD^'p^n bj byoi ns:6 man pDsn ne znc üjffittn VTon vrys mvi 'n tim r\bm v>pns tn:6 dtojp po^n p^i ■ypN n ’D □’ip^N*n ty\s* ntro mma znnii vo^on yb2 iD*b 'd i:ny ’yn *rn (mos. v. vii. »). (Ps. CXVI. 15) -ipi -|Q\s*ii pkS*n (Jes. XXV. 8). (Dan. XII. 13j nnN*1 "IDWH?|Wt6 (Ps- XXXI. 2) HO IDWI •131.(Jes. XL. 5) -IDWH pDVI. Es soll die Mittheilung dieses Versuches auf nichts anders Anspruch machen, als einerseits zu ähnlichen Versuchen anzuregen, andererseits zu zeigen, wie es oft leicht gelingt, den ausgebrochenen Strom der Verwünschung in das geebnete Bett eines frommen Gebets, ohne Zerstörung des Ganzen, zu dämmen. So habe ich, um mir noch die Anführung eines kleinen Versuchs zu erlauben, in den ij^N* vjba die Strophe gi ^yb cnpa in m jyD^> ntyy umgeändert, wodurch sowohl die vorgeschriebene Zahl der Strophen gewahrt, als auch die Anaphora mit den unmittelbar vorhergehenden und den folgenden Strophen wieder hergestellt wird. (In der Kahals n’pDn zu Worms sah ich das Wort iJOiy^ in dieser Strophe eingeklammert, wahrscheinlich, um das Grelle doch einigermaßen zu mildern. Im p£?C* rma “HD* an rny und zu n^y: änderte ich die Strophe wzyo — tfinn in uayb nDKi ion bioa p:m mm- Die seiicha ^"H2J rQH welche bisher am Versöhnungstage in jeder ipEn in dieser Gegend gebetet wurde, aber Flüche und für jetzige Zeit auch manche Lüge enthält, lasse ich gar nicht mehr beten. Ebenso habe ich in einer Predigt an roi? tnTin voriges Jahrs in hiesiger Synagoge, während ich das Lesen der an den Pesachabenden dringendst empfohlen, gegen bas Beibehalten des Fluches TpEiy sehr geeifert. So laßt uns, wo neben dem Heilsamen das Krankhafte und Schadhafte sich angesetzt, dem Prinzipe unseres Cultus und den fruhern Zeiten gemäß, als gewissenhafte Aerzte mit der größten Schonung und Behutsamkeit, damit auch die besten gesunden Kräfte nicht gestört und aufgezehrt werden, dafür sorgen, daß das Kranke vom Gesunden getrennt, das Schadhafte vom Heilsamen entfernt werde, damit der Segen desto kräftiger aufblühe. Bemerkungen über einen im Litcraturblarre des Orients 1840. Nr. 14 enthaltenen und F. D. Unterzeichneten Aufsatz. Von Di-. Schayer in Frankfurt am Main. Dieser Aufsatz enthält eine Aeußerung gegen Maimonides, die jeden Verehrer des großen Mannes mit Unmuth erfüllen muß und eine öffentliche Rüge verdient. Es hat sich in neuester Zeit ein Streben kund gethan, die literarischen Verdienste des Maimonides zu verdunkeln, und durch nichtssagende Angriffe auf einzelne Punkte seines Systems und durch seichte Erclamationen seine Wirksamkeit als verderblich für das Iudenthum darzustellen. Dem Manne, dessen Namen jeder Israelite nur mit Ehrfurcht aussprechen sollte, will man jetzt durch Vorwürfe, die ihm zum Theil schon vor sechshundert Jahren, mit Recht oder Unrecht, gemacht und widerlegt wurden, sein Ansehen und seinen Ruhm erschüttern, die beide auf einem Felsen gegründet sind, an dem die Fluth der Schmähungen ohnmächtig sich bricht. Indessen hat es bis jetzt noch Niemand gewagt, den sittlichen Charakter des Maimonides zu verdächtigen. Dieses thut aber der Verfasser jenes Aufsatzes. Maimonides nämlich, nachdem er (More 1, Kap. 11) von den Gründen des Unterganges der ältern jüdischen Philosophie gesprochen, die, wie er supponirt, in früheren Zeiten in hoher Blüthe stand, und von welcher die in dem Thalmud und den Midraschim zerstreuten philosophischen Ideen als Ueberbleibsel zu betrachten sind, gibt zu verstehen, daß die Juden des Mittelalters erst durch den Vorgang der Araber zu philosophischen Speculationcn den Antrieb erhielten und meistens aus denselben schöpften; und bemerkt: „Das *) sehr wenige Spekulative aber über die Einheit Gottes und über verwandte Untersuchungen, was sich bei einigen Geonim und bei den Karaiten findet, haben diese den, dem Islam huldigenden Mutakalumnen entnommen, und ist äußerst unbedeutend gegen das, was der Islam in dieser Beziehung hervorbrachte." Diese historische Notiz des Maimonides steht aber im Widerspruche mit einer Hypothese jenes Verfassers, nach welcher das Studium der Philosophie unter den Juden in Persien, nicht erst durch das vorgängige der Araber vermittelt wurde. Darum erkennt derselbe die geschichtliche Autorität des Maimonides nicht an, und entblödet sich nicht, ihn zu beschuldigen, daß er, um seine Leistungen als bahnbrechend anzupreisen, die seiner Vorgänger absichtlich ignorirt habe. Wahrlich, *) Diese Übersetzung ist nach dem arabischen Originale. F. D., der ebenfalls diese Stelle ansührt, übersetzt sie falsch, nach der hebräischen Ucbertragung, die hier nicht genau ist, und in welche überdies ein höchst sinnentstellender Druckfehler sich eingeschlichen hat. p:y,n htd r6:n:iy rrai tm Originale pyx noi ■uyü bN* N*-rc d. h. rfcnrtf noi