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Israelitische Annalen · 1841-03-19 · Heft 12 (19.3.1841) · p. Seite 92

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 12 (19.3.1841)
Date
1841-03-19
Page
Seite 92 (sequence 4)
Language
German
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92 schneidet, so wird das Quadrat dieser Sehne sammt dem Quadrate des Pfeils GF dem Quadrate des Diameters gleich sein, was durch keine andere Theilung geschehen, sondern weniger oder mehr betreffen würde. 3) Nimmt man den Diameter gleich 10 an, und beschreibt im Zirkel auf jene Sehne entweder einen gleichschenklichen Triangel ADE, der den entgegengesetzten Pfeil AE, nämlich die übrigen zwei Drittel des Diameters, zur Höhe hat, oder einen Rektangel Dü, so wird der Flächeninhalt dieses Tri- oder Rektangels in Zahlen ausgedrückt, der Zahl, die die Peripherie vorstellt, gleich kommen; (daraus folgt dies: wenn man den Diameter 15 gleich setzt, so wird die Zahl jenes Flächeninhalts im Quadrate genau 5000 seyn; setzt man aber den Diameter gleich 10, so wird der Flächeninhalt 987§f, die Wurzel aber 31°, 25', 36", 50"' betragen, und die Summe des ganzen heiligen Namens ist 72, daher sagten die Alten, daß dieses der deutliche heilige Name sei). Nimmt man aber für ben Diameter eine kleinere Zahl als 10, so wird die Zahl des Flächeninhalts in der der Peripherie eben so enthalten sein als die Zahl des Diameters in 10, und umgekehrt, wenn man für den Diameter eine größere Zahl als 10 nimmt." r Diese Sätze sind im “iftn D“0 1V ausführlich von bewiesen worden; ihre Anwendung aber auf die Zahl 10 und die andern hier vorkommenden Zahlen habe ich zwar am Schluffe meiner dortigen Erklärung gezeigt; sie hatte mir aber in Bezug auf die beiden ersten Sätze noch mangelhaft geschienen, und ich trug daher dem Hrn. Anonymus Folgendes nach: daß die Summe der Quadrate der vier Linien von verschiedenen Benennungen, die durch die Theilung sowohl des Zirkels als des Diameters in drei gleiche Theile und durch die Beschreibung eines gleichseitigen Triangels sowohl im Zirkel als auf den Diameter, in dem Zirkel entstehen (nämlich Aß Seite eines gleichseitigen Triangels, KG senkrechte in einem solchen Triangel, VE Sehne und EG Pfeil) zehn Vierteln vom Quadrate des Diameters, oder welches einerlei ist, dem zehnfachen Quadrate des Radius (dem die Kreislinie ihre Entstehung zu verdanken hat) gleich ist. Dieses ist die Anwendung der beiden ersten Sätze auf die Zahl 10. Der Flächeninhalt oder des gleichschenklichten Triangels ADE oder des Rektangels Dü verhält sich zur Peripherie, wie die den Diameter verstellende Zahl zu 10, und dieses ist die Anwendung des dritten Satzes auf die Zahl 10. Nebenbei wird auch auf die Eigenheit der Zahl 15, als Summe der beiden ersten Buchstaben des Tetragrammaton, durch deren Theilung des Diameters die genaue, dem vierten Buchstaben des heiligen Namens ähnliche Zahl 5000 hervorbringt, und auf die schon vorhererwähnte der Zahl 72 hingedeutet. Man sieht hieraus, daß in dieser Stelle, wo Hr. L. acht mathematische Sätze zu entdecken glaubte, nur drei vorhanden sind, welches einen wesentlichen Unterschied zwischen der Erläuterung des Hrn. L und der meinigen ausmacht; und daß die Annalen mit Grund behauptet hatten: daß die Stelle des A. E. bisher ganz mißverstanden worden.! Zn wie weit übrigens Hr. L. das Recht har, einen! Stern erster Größe, den hellsehenden A. E., der schon! mehr als siebenhundert Zahre seine Nation beleuchtet, herab-! zuwürdigen, ja was noch mehr ist, lächerlich zu machen, j und über einen Anonymus, der mit keiner Sylbe der Ehre! und den wahrhaft glänzenden Verdiensten des Hrn. L. zu I nahe getreten, und dem es nur um die Wahrheit zu thun ' gewesen war, sich so hart zu beklagen, mögen Andere entscheiden *). Nachrichten und Correspondenzen. Venedig. — Folgende Skizzen dürften einen Platz in den Annalen verdienen. Giuseppe Ventura (über dessen Hinscheiden wir bereits nach der Venez. Zeitung berichtet haben, Nr. 9) erwarb durch ehrenhaften Fleiß ein bedeutendes Vermögen. Er war unverheirathet, lebte sparsam, zurückgezogen, nur den Armen (ohne Unterschied der Religion) bekannt, die er reichlich unterstützte. Im Winter wohnte er in seiner Vaterstadt Venedig, im Sommer zu Padua. Sein hohes Alter und seine nicht gewöhnlichen Kenntnisse machten ihn überall ehrwürdig, von den Wenigen, mit denen er vertraut umging, ward er sehr geliebt und geachtet. Diesen Winter hielt er sich länger als sonst in Padua auf, und verschied daselbst am 3. Dee. 1840. Die Venezianische Gemeinde setzte er als Haupt- *) Unser gelehrter Freund hat unsrer Ansicht , nach sich bisweilen über A. E. etwas zu stark ausgedrückt; indessen sind viele seiner Erörterungen in der That sehr beachtenswerth. Auf jeden Fall hat seine Kritik ben wichtigen Nutzen, daß sie ein gründliches Studium weckt, und der jüngern Welt zeigt, daß auch die größten Sterne ihre Flecken haben. Einzelne Aeußerungen in gelehrten Untersuchungen darf man dabei nicht allzu hoch veranschlagen. D. H.

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