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Israelitische Annalen · 1841-01-26 · Heft 9 (26.1.1841) · p. Seite 68

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 9 (26.1.1841)
Date
1841-01-26
Page
Seite 68 (sequence 4)
Language
German
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68 des SchaLscb. aus des gedachten Eli ah RGA. Nr. 57 seine Nachrichten gezogen, aber wie gewöhnlich entstellt hat. Jenes RGA. ist übrigens höchst interessant, und es will mir scheinen, daß der dort erwähnte Rabbiner, welcher die Belehrung der Karaiten gestatten wollte, eben jener Gedalja war. — Uebrigens erzählt G. oft dreiste Unwahrheiten; so sagt er auch, sein Großvater sei mit seinen 3 Söhnen bei'm Herzog von Ferrara gnädig ausgenommen worden; wogegen sein Vater, der mehr Glauben verdient, in der Vorrede zum tix rmn erzählt, der Herzog hätte sie hart behandelt, ufid sie alle tödten lassen wollen. — So macht er auch aus Joseph Sursi einen Märtyrer und läßt ihn den Flammentod sterben; was nach Juchasin durchaus unwahr ist. 3) Den in Nr. 10 angegebenen Joseph 3 kann ich nirgend finden. 4) Die Ordnung der Urväter des Joseph Verfasser des nix min sub Nr. II stimmt nicht mit der authentischen Angabe in der Vorrede zu diesem Buche. Der Vers, des Solirttscii. scheint seine eigenen Väter nicht zu kennen. Auch hätte erwähnt werden sollen, daß er der Sohn eben dieses Joseph sei. 5) Sub Nr. 13 ist eine Conjectur gemacht, die nicht Stich hält, und de Rosst mit Unrecht eines Jrrthums beschuldigt, weil der Gedalja kein Arzt gewesen sei. Aber in den Anmerkungen des ram 2, zu Aboth der. Nathan in d. W. Tumath Jescbarim, findet sich allerdings seine Eigenschaft als Arzt angegeben. Auf jeden Fall sind also hier mehrere Irrungen. Ich glaube die Folge der Glieder ist so zu setzen. Bis Salomo 2 ist alles richtig. Salomo 2. Joseph 2 David 2_^ David 2 Gebalj. 2 Jos. 2. Salomo 3 Joseph 3 David, Mair, Sal. 3. Joseph (xn) i Gedalja (Schalsch.) Bei dieser Gelegenheit möchte ich auchZioch eine kleine Anfrage hinzufügen. Oefters habe ich gelesen, daß Herr Dr. Carmoly die Schrift rvHft von R. Nathan besitze deren Inhalt unfern Gelehrten noch immer unbekannt ist. In Herrn Dr. Creizenach's Ausgabe des Jesod Mora wird nun im Namen des obigen Gelehrten, welcher daraus dem Herrn Dr. Jost einige Worte mitgelheilt hatte, angedeutet, daß das Wcrkchen Geometrie enthalte. Es wäre doch in der That wünschenswerth, eine so merkwürdige Schrift näher an's Licht zu bringen. Ich möchte daher den Herrn Dr. Carmoly ergebenst ftagen, ob es ihm nicht beliebte, eine Abschrift des bezeichneten Werkchens durch die Redaktion der Annalen an mich gelangen zu lassen, damit mein Bruder, welcher diesem Fache vorzüglich gewachsen ist, sie erläutern könne. Die Kosten würde man mit Dank wieder zurückerstatten rc. Jolles. (Wir bemerken, daß der Verf. dieses Gesuch deßhalb öffentlich ausgesprochen zu sehen wünscht, weil er zugleich die Aufmerksamkeit der Leser der Annalen darauf hinlenken möchte, indem vielleicht noch anderswo sich Handschriften desselben Werkes finden dürften.) David i _Tam 1 As. 3. <M') Ged) (Arzt) Tam. Nachrichten und Correfpondenzen. Triest, 1. Februar. — Mit wahrhafter Betrübniß und zum Theil mit Unwillen sehen wir die eigenthümliche Betriebsamkeit mancher deutschen Presse in Besorgung neuer Ausgaben und Beifügung sogenannter kritischer Noten, in welchen Arbeiten die diesseitigen Gelehrten sich die pünktlichste nnd gewissenhafteste Sorgfalt zur Pflicht machen, während dort öfters mit unverzeihlichem Leichtsinne, und zum Theil mit Unredlichkeit zu Werke gegangen wird, wie dies mit auffallenden Beispielen bewiesen werden kann. Zunächst giebt zu allgemeinem Tadel Gelegenheit, das von Herrn Dr. Fürst in Leipzig herausgegebene Werk □ms nx von Leo da Modena, welches demselben, dem Vorwort zufolge, von Herrn Goldenberg in Handschrift mitgetheilt worden. Eine treffliche Handschrift dieses Werkes befindet sich bekanntlich in der Sammlung des Herrn I. Reggio zu Görtz. Es war daher natürlich, daß dieser Gelehrte die neue Ausgabe mit seinem Manuskripte verglich. Da hat sich denn ergeben, daß jene von Varianten und Fehlern wimmelt, welche den Sinn der Urschrift oft ganz entstellen. So ist in der gedruckten Ausgabe ganz ohne Grund der erste Abschnitt getheilt worden, um den erstem Theil zur Vorrede zu stempeln, obgleich Inhalt und Form offenbar dagegen sprechen. In dem ächten Manuscript bildet derselbe ein Ganzes, während durch die Theilung in der Edition das Werk mit Worten anfängt, die sich zu keinem Anfänge eignen. — Um eine Probe der Fehler zu geben, mögen nur diejenigen, welche in der sogenannten eine Seite betragenden Vorrede, gleich in den ersten Zeilen Vorkommen, hier angeführt werden; zu einem ganzen Inder wäre eine Broschüre nöthig. Zeile 3 steht in der Edition r>m, im Mscr. y>rp // 3 „ ,, ,, „ rt n h 4 // r/ ff ft ""inxn „ nnx^ „ & „ „ „ px^ „ pX auch fehlt nach -pp , py Xlu in welchen jeder Sachkundige sofort die Richtigkeit der Leseart des Manuscripts und dagegen die Leichtfertigkeit, mit welcher die Ausgabe veranstaltet worden, erkennt. In der (vom Herausgeber verfaßten) Unterschrift eben dieser willkührlich angeordneten Vorrede liest man bei dem Namen des Verfassers: Rabbiner in Modena in Italien; allein Leo da Modena war sein ganzes Leben hindurch Rabbiner in Venedig! Und doch steht sie da, als ob sie vom Verfasser herrizhrte! Schlimmer als dieses Verderben eines Autors, dessen ganzer Werth doch eigentlich nur in der strengen Originalität des Werkes selbst zu suchen war, (die traurige hebräische Uebersetzung eines Stückes aus Zunzens ausgezeichnetem Werke nicht zu erwähnen,) ist das Verfahren des sich i^lO^X ’O’te unterzeichnenden Verf. einiger Noten. *) Dieser hat nämlich die Dreistheit, S. 02 — 97 alle sechs *) Wer dieser sei, ist den Lesern des Buches kein Geheimniff.

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