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Israelitische Annalen · 1841-01-15 · Heft 3 (15.1.1841) · p. Seite 23

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 3 (15.1.1841)
Date
1841-01-15
Page
Seite 23 (sequence 7)
Language
German
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23 Stelle den 21. Juni 1836 Schreiber dieses ernannt wurde, letzteres mit dem von Pirmascnz aus dahin berufenen Hrn. Merz unterm 17.7 Marz 1829 besetzt, während Hr. O pp ende im er als Bez. Rabb. nach Pirmasenz kam. Hr. Kohen zu Kaiserslautern hatte im Jahr 1828 die erste Prüfung der isr. Schullehrer im Religionsfache vorgenommen, und da das Schullehrer-Seminar in Kaiserslautern ist, seitdem diese Funktionen jährlich versehen. Die zweite Ausschreibung zur Prüfung geschah unterm 14. Juli 1829, indem die K. Regierung alle Diejenigen, welche in der Eigenschaft als öffentliche oder Privatlehrer der isr. Religion angeftellt oder beibehalten zu werben wünschten, und von der kompetenten Behörde noch nicht geprüft worden, so wie Diejenigen, weiche bei der vorjährigen Prüfung nur die Note hinlänglicher oder nothdürfliger Befähigung erhalten konnten, sich zur Prüfung zn stellen aufforderte. Sie fand unterdessen den 17. und 18. Sept. desselb. Jahres statt. Don 26 erhielten 8 die Note gut, 15 hinlänglich und 3 nothdürftig; beide letztere wieder mit der Weisung, sich im nächsten Jahre einer abermaligen Prüfung zu unterziehen, „widrigenfalls sie von der Liste der Aspiranten zum isr. Lehramt ausgestrichen würben." Zu der Prüfung von 1830 meldeten sich 33. Don diesen erhielten 26 eine Note, und zwar N. David von Kinderheim, vorzüglich, 13 gut, die übrigen nur hinlänglich, zum Theil mit der Anweisung, sich im nächsten I Jahre wieder stellen zu müssen.! Der Aufforderung zur Prüfung im Jahr 1831 fügte J K. Regierung die Bemerkung bei, daß Diejenigen, welche eine abermalige Prüfung zu bestehen angewiesen wären, „genügende Beweise ihres Strebens nach gründlicher Kennlniß dessen, was Gegenstand des öffentlichen Unterrichts in den Schulen ist," geben sollten. Man sieht daraus, daß man von den ausgedehnlern Forderungen > zurückgekommen war, und sich auf diese unbestimmbaren j Worte beschränkte. Die Erfahrung hatte gelehrt, wie wenige! Subjekte jenen größer» Anforderungen entsprachen. Dielj leicht wirkten auch andere wichtigere Gründe mit.! Die Prüfungen geschahen jährlich auf dieselbe Weise! und nur dies bemerken wir, daß seit zwei Jahren isr.! Schullehrlinge aus der Pfalz in das Seminar zu Kaisers-! lautern eintreten und nach bestandenem zweijährigen Cursus; sich immer mehr in den Gemeinden Bahn brechen, und daß! man bis zu diesem Jahre Candidaten zur Prüfung zulicß,! die an Schullehrer-Seminarien nicht unterrichtet worden. - Sehen wir nun, wie die Bildung isr. Volksschulen mit geprüften angestellten Lehrern von Statten ging. Wir! folgen dabei der Eintheilung der Rabbinatssprengel, welche j letztere wir nach deren Besetzung mit Rabbinern ordnen, j 1. Rabbinatsbezirk Zweibrücken.! 1) In Homburg schon früher Hr. Oppenheimer. 2) Ebenso war in Blieskastel schon früher ein geprüfter Lehrer. 3) Nach Pirmasenz kam H. Fader, 1. Okt. 1828. 4) Herschberg, D. Sommer, 21. Jul. 1830. 5) Thaleischweiler, A. Aschaffcndurg, 13. Febr. 1834, spater in Landau, und hier L. M. Weinbach, 8. Aprtl 1838. 6) Erlenback, M. Strauß, 6. April 1837. 7) Dahn, M. Nathan (Religionsschule), 14. Okt. 1838. 8) Busenberg, A. Weil, 29. Juli 1838. II. Rabbinatsbezirk Kaiserslautern. 1) Winnweiler, I. Strauß, 7. März 1830. 2) Alfonz,'B. Deinschenk, 28. August 1830. 3) Odenbach, Js. C. Kampe. 16. Febr. 1831. 4) Otterberg, I. Lehmann, 11. Juni 1831. (Nach dessen Versetzung I. Asser, jetzt gestorben, und an dessen Stelle jetzt Mandel.) 5) Steindach, L>. Frenkel, 11. Aug. 1831. 6) Münchweiler, I. Strauß, 15. Januar 1832. 7) Kirchheimbolanden, Adler, 28. Juli 1832 (an dessen Stelle später der ebenfalls wackere Jakob Sulzbacher). 8) Kaiserslautern, A. Kahn, 23. Mai 1833 (späterWal;). 9) Hochspeier, H. Rothschild, 4. Aug. 1833 (spater in Niederhechstabt und jene Stelle ist noch unbesetzt. 10) Gauersheim, B. Feistmann, 30. Dec. 1834 (gestorb.) 11) Börrstadt, Jos. Abr. Blum, 29. Febr. 1836 (versetzt naü, Hagenbach, und hier B. Alexander). 12) Röckenhaußen, M. Eigner, 28. Okt. 1837. 13) Niederkirchen, M. Salomon. 11. Okt. 1837. 14) Marienthal, Jsaac Löb, 18. März 1838 (später I. Frank, pensionirt unterm 23. August 1838, für ihn S. Wolff). Ui. Radbinats-Bezirk Landau. 1) Baicksteigen, Js. Escales, 13. Dec. 1828. 2) Edenkoden, M. Elsässer, 4. Juli 1830. . 3) Rülzheim. I. Seibelmann, 9. Juli 1830. 4) Jngenheim, N. David, 30. Dec. 1831. (Nach dessen Austritt unterm 17. Okr. 1832 I. Dreifuß.) 5) Essingen, I. Mayer 17. März 1835 (versetzt nach Nettleniingen, für ihn I. G. Adler, 6. Dec. 1836. 6) Jngenheim, als 2ter Lehrer I. Mayer, 3. Jan. 1835. 7) Her.rheim, S. Bäbr, 22. August 1836. 8) Oberlustadt, I. Weinlander, 15. August 1836. 9) Riederhvchstadr, H. Rothschild, 18. Dec. 1836. 10) Landau , Aschaffendurg, 9. Oktober 1837. 11) Bergzabern, C. Klein, 29. Sept. 1837. 12) Heuchelheim, G. Blum, 13. Nov. 1837. 13) Vorderweiberthal, L..Schloß, 1. April 1837. 14) Altdorf, T. Stern, 19. Sept. 1838. (Seitdem nach Speier versetzt.) 15) Albersweiler, H. Aschaffenburg, 19. Sept. 1838. (Religionsschule.) 16) Hagenbach, I. Abraham Blum, 11. Januar 1839. IV. Rabbinatsbezirk Frankenthal. 1) Kirchheim a. d. Eck, M. Sulzbacher, 29. Mär; 1830. 2) Neustadt a. d. H., I. Elsässer, 24. Sept. 1830. 3) Fußgönheim. S. Frenkel, 26. Sept. 1830. 4) Obrigheim, W. Sulzdacher, 26. Nov. 1830. 5) Speier, I. Benedickt, 1. Nov. 1831. (Nach ihm L. Schloß.) 6) Neuleiningen, A. Lebermuth. 10. Juni 1831. 7) Kindenheim, H. Bärmann (Rel. Schule) 23. Jult 1832. 8) Grünstadt, M. Heß, 2. Januar 1834. 9) Frankentbal, I.'Strauß, 15. Oct. 1834. 10) Mußbach, I. Lehmann, 20. Juli 1831. 11) Ruchheim, S. Wolff, 18. Juni 1836. 12) Dirmstein, L. Kohn. 19. März 1838. So hatten wir also am Schlüsse des Jahres 1839 — so weit erstreckt sich unser Bericht in dieser Hinsicht — nicht weniger als fünfzig israel. Volksschulen, wovon drei bloß Religionsschulen. Ein Resultat, das wahrhaft staunenswerth ist, wenn man weiß, wie tief noch vor zwölf Jahren gerade bei uns das isr. Schulwesen stand, und wie wenig nur einigermaßen bedeutende israel. Gemeinden sich in der Pfalz befinden. Man trifft aber auch bei uns ganz herrliche israel. Schulen, deren Jugend gegen! diejenige bedeutender Städte

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