Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1840
- Issue
- Heft 43 (23.10.1840)
- Date
- 1840-10-23
- Page
- Seite 363 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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363 Tag hinreicht. Mir scheint es, daß das folgende riox sich auf die ganze Zeit bezieht, die er im Kerker zubrachte.) S. 237. „Das Exemplar, dessen er sich bediente, wurde des R. Meir genannt." Nur an einer Stelle wird es im Midrasch so genannt, welches aber der Commentar 30 'OjN für eine corrupte Leseart hält, weil es an allen übrigen Stellen oh '02 heißt, und selbst an dieser einzigen Stelle heißt es in ^eruselmlmi'raanitd oh D2 (Es kommt mir vor, daß ich die Benennung noch an andern Orten gefunden habe, die mir jetzt nicht beifallen.) S. 241. „Als während der Verfolgungen (?) der Iuben rc." Im derusodalmi Sanhedrin 4 heißt es zur Zeit des R. Simwn b. Schetach rc. und auch ohne jenen Vorsatz. (Diese Bemerkung ist nützlich, aber sie widerspricht mir nicht.) S7 243. „Sein übrigens Leben in Zipori zuzubringen." Die richtige Leseart ist: Zipori zu verlassen (4uvl»8m o. v.) (In meiner Ausgabe erlaubt sich ber Iuchasin keine Textveränderung (Amst. 477). Gerade weil Zipori die Vaterstadt des R. Jose war, ist cs natürlich, baß die Römer ihn vom Sitze des Sanhedrins dahin verwiesen.) S. 241. Besser als die Erklärung von Koniz, über die verschiedenartige Benennung des R. S. d. I. der der Verfasser beistimmt, scheint dem Referenten folgende zu sein: R. Simon wird er größtentheils genannt, wenn er in irgend einer Controverse als Parthei auftritt, und Simeon den Iochai nur dann, wenn seine Aussprüche und Gesetzesbestimmungen von einem Dritten als Autorität angeführt werden. Der Verzug dieser Erklärung liegt darin, baß sich bei derselben nicht so viele Ausnahmen finden, als bei der von Koniz. (Diese Bemerkung scheint sehr interessant und verdient eine ausführliche Begründung. Mit Bestimmtheit habe ich die Erklärungsweise von Koniz ganz und gar nicht angenommen.) S. 243. „Der Einzelne darf sich nickt mit Fasten plagen." Gerade das Gegentheil sagt er Jose in Taauith 105 ntny "tp r\wvb nsnn bi xh 210^5 -ran "2'^ rpn t (Ich habe der entgegengesetzten Leseart gefolgt, welcher auch Raschi den,Vorzug giebt, nur daß er sie iTOPG p2^2 nimmt; ich will indessen bei meiner Meinung nicht beharren.) S. 244. „Er berichtet auch, daß 3 Greise." Im Texte steht 3 Propheten. Sebachim 62 a. (Ich habe auch oop-f gefunden, und diese Leseart kam mir wahrscheinlicher vor.) S. 244. „Die Welt steht auf einer Säule, die Gerechtigkeit," muß heißen, der Gerechte p>Tin Chagigah 12. (Ich habe nur dem Sinne nach übersetzt und daher auch nicht gesagt, daß die Säule Gerechtigkeit heiße.) S. 260. „Wie läßt es sich erklären, daß sich in der Mischna nichts findet über Denkriemen? Der Verfasser hat wohl die Mischnah in Menachoth a übersehen! (Diese Bemerkung wäre, richtig, wenn Reggio aus der erwähnten Omission die Unrichtigkeit der Denkriemen hätte beweisen wollen. Er wosste aber nur die Unvollständigkeit der Mischnah zeigen, und diese läßt sich in Betreff der Denkriemen nicht läugnen, wenn auch die Mischnah ihrer gelegentlich erwähnt.) S. 272. „R. Chia und R. Simeon blieben sitzen," muß heißen: setzten sich schnell auf ihre Plätze, R. Ihmeel aber schritt seiner Korpulenz wegen langsam hin. Jeb. 105. (Daß N2TP sich setzen und nie sitzen heiße, ist mir noch nicht bewiesen.) S. 295. Uebersetzt der Verf. ips' -p-|" xrop das Wort ipA mit Kleid; wo fand aber der Verf. das in der Sprache des Thakmuds ipu/ in der Bedeutung von Kleid? Die allgemeine Leseart ist aber hier ip*^ von py^, Schenkel. (Diese Bemerkung ist richtig.) S. 297. „Und es läßt sich aus keiner Stelle im Thalmud Nachweisen, daß sie nicht mehr für pflichtmäßig erachtet werden." Man sehe aber hiergegen 8ms§ Gebot 142. (Der Smag selbst hält seinen Beweis nicht für strenge und bedient sich des zweifelnden Ausdrucks pp um □J/0-) S. 297. „Gegen seine Behauptung spricht aber, daß R. Gamliel der Sohn Rabbis >n-|2 genannt wird." Dieser Vorwurf ist Raschi nicht entgegen, und erklärt daher -q-q stehe hier im Sinne vor ipljti DIN*/ in welcher Bedeutung dieses Wort oft angewendet wirb (4. T. Kerem Chemed 206), übrigens steht hier in der Tosifta bas Prädikat -n-G nicht. (In der angeführten Stelle des K. CH. finden fick nur Belege zu der Behauptung, baß auch R. Iehuda Nesiah bisweilen Rabbi genannt wird.) S. 300. „Merkwürdig ist es rc." Diese Merkwürdigkeit haben schon die Verfasser der Tosafolh bemerkt (a. O.) (Die erwähnte Thatsache ist nicht desto weniger bemerkenswerth.) S. 300. „Schwer zu begreifen ist, daß derselbe R. Jehndah Nesiah gegen R. Ami sich ganz wie ein Jünger gegen seinen Meister benahm." Der Verf. wird hier um das Cikat gebeten, denn in R. H. 20 scheint er nur Iochanan als seinen Lehrer zu dotrackken. (Abodah sarah 33 b findet sich TO rUS‘V20 n“TP T «5720 S. 302. „Woraus R. Iackanan i r r t h ü m l l ch lckloß rc." Im Ieruschalmi Sabath 6 steht aber rT" ]21 (Ich habe es für unnütz gehalten, hier auf den Widerspruch zwischen dem Ieruschalmi und dem Badli aufmerksam zu macken.) S. 303. Die Worte, „die seinen Tod herbeiführten" stehen im Texte Bei-. 44. (Diese Bemerkung ist richtig.) S. 304. Ucber R. Abahu schreibt der Verf. „und man findet es sehr auffallend, daß er sich nach einer Erzählung des Thalmuds der Zauberei schuldig gemacht Kat." In unseren Ausgaben Sauh. 68 steht nickt R. Abahu, sondern Iani, wobei Raschi bemerkt, dieser Iani wäre ein Profaner und nicht der Schriftgelehrte Rabbi Iani gewesen. Dieser Meinung stimmt auch Risckba RGA. 443 bei, bei welchem sich die Leseart R. Abahu findet. (Ich bin nicht der erste, der sein Erstaunen darüber ausdrüctt, daß R. Abahu Zauberkünste ausgeübt hat.) S. 304. „R. Abahu will seine Tochter das Griechische kernen lassen, darum sagt er, R. Iachanan habe es erlaubt," muß hinzugefügt werden, worauf er aber die Wahrheit seiner Behauptung mit einem Eide bekräftigt. Hieros. Schab. 26. (Warum muß? ich habe nicht zu verstehen gegeben, daß seine Angabe erdichtet war.) S. 304. Uebersetzt der Df. W270PI mU KOltf „weil das Obergericht manchmal von den Resultaten abweicht, und dies nennt derselbe die einzige nicht ganz undefriegende Erklärung!!! (Durch Ausrufungszeichen wird nichts bewiesen. Ich denke übrigens in einem der ersten Blätter des Zion auf!diesen Punkt zurück zu kommen.)