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Israelitische Annalen · 1840-06-26 · Heft 26 (26.6.1840) · p. Seite 225

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 26 (26.6.1840)
Date
1840-06-26
Page
Seite 225 (sequence 5)
Language
German
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225 lichen Begriffe. (Da die Sadducäer diesen Glaubenspunkt bestreiten, so ward er ins Gebet eingerückt, als wesentlich zur Glückseligkeit Sanh. X. I.) Endlich wird in. die Heiligkeit Gottes anerkannt. Den Schluß bilden XVI. das Gebet um gnädige Annahme der Opfer (mit dem Schluß, der nur für die Zeit des Tempels paßte fD/ li? re. s. Zunz p. 369. notn); XVII. Dank für die bereits empfangenen Wohlthaten, und xvin. Gruß oder Heileswunsch, welcher ehemals im Anwünschen des Friedens, oder als Gebet im Erflehen des Friedens bestand. (Schluß folgt.) Literarische und historische Analekten. Von vr. Carmoly. 17. Hassan ha Dajan. Unter den im Ganzen nicht vielen neuen Notizen, welche der von Herrn vr. Geiger (im Melo Chophuajim) jüngst herausgegebene Brief des vel Medigo dardietet, wirb auf S.11 ein Hassan-ha Dajan nebst andern genannt, welche sick um das Kalenderwesen verdient gewacht haben. Der gelehrte Herausgeber, sonst viele Anmerkungen beifügend, hat über diesen Mann nichts gesagt, auch nicht nachgewiesen, woher der Vf. seine Notiz hatte. Ich glaube daher, daß es den Lesern angenehm sein wird, wenn ich darüber hier einige Auskunft mittheile. Das Werk des Abrahm b. Chija über das Kalenderwescn (s. Meor Enajim 40. p. 131. 2.) ist eins der schätzbarsten. Er hat es, wie er sagt, eigends neu bearbeitet, weil keiner seiner Vorgänger, weder in hebräischer noch in arabischer Sprache, den Gegenstand erschöpfend und mit gehörigen Beweisen versehen behandelt habe. Er schrieb es im 3- 4805 (1105). Es ist in drei Abschnitte eingctheilt, 1) über die vorauszuschickenden Grundbegriffe zur Erleichterung der Sachkunde, 2) über die Monate, deren Lange, über das Mondjahr, über den Zodiacus, über den Moled; 3) über Svnnenjahre, Jahreswenden, Erlaß - und Jubeljahre. Im Abschn. II. §. 6. erwähnt er des obengenannten unter dem Namen Hassan b. Hassan, gegen dessen Ansicht Isaak d. Baruch Einwürfe gemacht hat, die er, der Df., widerlegt, um Hassan's Ansicht zu bestätigen. Hieraus erhellt, daß Hassan'vor Isaak b. Baruch gelebt habe, welcher 4854 (1094) starb. Denn letzterer ist derselbe, den Abr. b. Daud (Kabb. 44. 2) als den Verf. eines Werkes über Kalenderwesen anführt. Ohne Zweifel hat del Mebigo vieles aus diesem Werke des Abraham d. Chija geschöpft. Seltsam ist es, daß del Mebigo nicht aus derselben Quelle II. 8. auch den Arzt Je hu da b. Dekufal als Vf. eines ähnlichen Werkes mit anführt. — Uebrigens wird dieser Hassan auch der Dajan Abu Hassan genannt, bei Isaak b. Jehuda in seiner Schrift über das Kalenderwesen, welches er im 1.4930 (1170) schrieb, wo er ebenfalls der verschiedenen Meinungen erwähnt, indem er sagt: Hierüber sind verschiedene Ansichten: Abu 'l Hassan gab zuerst seine Meinung; gegen ihn schrieb R. Isaak b. Baruch, worauf der treffliche Gelehrte IdiNL der Naßi Abr. b. Chija antwortete, um Adul Hassans Meinung zu vertheidigen, bis endlich Aden Esra allesammt bekämpft rc. Dieser Abu'! Hassan darf nicht vewechselt werden mit dem sonst gleichnamigen Abu'l Häsin, welcher über 1022 Sterne schrieb (Juch. p. 100. 1.), welches Werk Juda d. Mose Cohen aus Toledo für König Alfons aus dem Arabischen in's Lateinische übersetzte. 18. Sabtai b. Abraham. Da ich von del Medigo's Brief spreche, kann ich nicht umhin, darauf aufmerksam zu machen, baß die Vorrede zu dem Buche Tachkemoni, welche vr. Geiger das. p. 29 mit edirt hat, in den Msc. der König!. Bibl. zu Paris an manchen Stellen anders lautet. S. meine Ausgabe derselben zuerst im Journal Asiatique. Paris 1831, und vermehrt und verbessert, Brüssel 1832. Da habe ich auch unter den von ihm verfaßten Werken angeführt. 1) ni/iSn 'D erwähnt im Comm. des Joseph b. Simon Kara zu Hiob XXVi. 13, woraus der Verf. des Rasiel geschöpft hat; 2) Tach. kemoni, welches Raschi in Erubin unter dem Namen anführt, was wohl ein Druckfehler ist. Die Gelehrten bezeichnen dies Werk meist als einen Commentar zum B. Jezirah, z. B. R. Ascher im Namen seines Oheims, R. Isaak S. des Abr. b. Daud, s. Meirath Enajim, Handschrift, von R. Isaak v. Ako zu Abschnitt n*n* Dieser R. Ascher ist S. des R. David, der ein Bruder des blinden R. Isaak war; beide Söhne des Abr. b. Daud. Der Vater und seine beiden Söhne galten als die ersten und stärksten Kabbalisten in der Provence. Ich habe vieles, bisher noch unbekanntes über sie gesammelt. 3) Comm. zu Boraitha des Samuel, erwähnt daselbst Hiob ix. 9. XXVI. 7. xxxviii. 31, alle gleichlautend, und wiederum eben so im Rasiel. Gegen Ende des Hiob nennt er den Verf. der Boraitha den Gelehrten Samuel (□2nr0/ was auch im Rastel steht; aus welchem Ausdrucke hervorzugehen scheint, daß nicht Samuel Jarchinah gemeint sei. Hierzu kommt noch, daß Abr. b. Chija II. 2 eine Boraitha dem Elieser b. Hyrkanus und Samuel zuschreibt, (daß die des Samuel die obige ist, ergiebt sich aus Juch. 40. 1.) Die des R. Elieser b. Hyrkanus aber ist die unter dem Namen Pirke R. Eliezer bekannte Schrift, wo nämlich VI und VII vom Kalenderwefett handelt. Dies Werk nun gehört nicht jenem alten Gelehrten, sondern rührt vom R. Elieser aus Mainz her, s. isr. Annalen 1839. S. 222. Bei dieser Gelegenheit bemerke ich, daß die dort eingeschaltete Correctur des geehrten Herrn vr. Jost bei der Jahrzahl, in welcher Carl d. Große in Italien war, unrichtig ist; das Jahr ist vielmehr genau richtig, wie ich in der „Geschichte der Juden in Frankreich" genügend belegt habe. — (Karl der Große war nicht 788 oder 9, sondern Ostern 78? in Rom; es läßt sich indeß die Zahl des Originals damit vereinbaren. I.)

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