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Israelitische Annalen · 1840-05-01 · Heft 18 (1.5.1840) · p. Seite 155

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 18 (1.5.1840)
Date
1840-05-01
Page
Seite 155 (sequence 3)
Language
German
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155 auch keinen Theil haben deolsm habba ubitchijas hammesim, ich müsse von dir, wahrem Gott, keine Hülfe haben in meinen Sachen und Nöthen, und du müssest dich meiner nicht erbarmen in meiner letzten Todesnoth, sondern ich müsse ewiglich bleiben in Gehinnom. So wahr helfe mir Gott Adonai, Elohe Jisroel, welcher erschaffen hat Himmel und Erde und alles, was darinnen ist, Amen. „Alle gegenwärtigen Juden sollen auch darauf sprechen: Amen. Nachher soll ein jeder Zeuge besonders verhört und dessen Aussage zu Protocoll gebracht werden. NB. „Bei den Juramentis judicialibus wird nur die Eidesformel aus den gerichtlichen Acten, und daß der ganze Actus legitime geschehen, nebst dem Namen des Rabbiners und der gegenwärtigen Juden, protocolliret." Die Inden Ln Malabar. (Aus Jewisli Intelligence Febr. 1840.) (Schluß.) Im Jahre 1686*), als Gilmor Vosberg Gouverneur zu Kotschin war, kamen dahin vier jüdische Kaufleute aus Amsterdam, nämlich Moses F ereira, de Paiva, Isaak Jrgas, Isaak Mukat und Abraham Bort, alle von der portugiesischen Gemeinde; diese fanden sich bewogen, bei ihren Glaubensbrüdern in Kotschin zu verbleiben. Sie sandten einen Bericht von allem, was sie hier gesehen hatten, nach Amsterdam, und verlangten von dorr alle Arten von nöthigen Büchern. Als die Gemeinde zu Amsterdam diese merkwürdigen Nachrichten erhielt, sandte sie nach Malabar gedruckte Bibeln, Gebetbücher (es wurde ein Gebetbuch eigends für die Juden zu Kotschin gedruckt) und Gesetzschriften (? Thalmud?), worüber die in Kotschin sehr erfreut waren. Von dieser Zeit an blieben sie in beständigem Verkehr mit einander, es wurden öfters Bücher nach Kotschin geschickt, und Manuskripte von dortigen Juden in Amsterdam gedruckt. Letztere bekennen sich alle zum spanischen Ritus. Kotschin bildet den Hauptort der Juden in Indien. Die sogenannten weißen Juden sind Ab¬ *) In Amsterdam erschien bereits 1681 eine Schrift: Noticias dos Judios de Cochem. War diese vielleicht die Veranlassung zu der Hinreise? Auffallend ist aber dann in diesem Bericht die bisherige Unkunde der Amsterdamer Juden. D. H. kömmlinge der alten Palästinischen, und haben nur eine einzige Synagoge. Die schwarzen sind einheimische aus Malabar, wohnen zu Kranganor und in der Umgegend. Sie hatten von Anfänge an sich an die weißen Juden angeschloffen. Es sind darunter aüch freigelaffene Sklaven der weißen Juden. Die Schwarzen bilden einen Stamm für sich, denn die beiden Farben verheirathen sich nicht untereinander. Bei ihnen findet sich daher kein Kohen oder Levi; alle Ceremonien, welche auf diese Abkunft Bezug haben, fallen bei ihnen weg, und an andern Orten haben sie keine Verwandten. Jndeß haben sie die Thora, und ihre Sitten und Gebräuche sind ganz gleich denen der weißen Juden, mit einzelnen geringen Abweichungen in Gebeten und Gesängen. Ihr äußeres Leben und Verhalten unterscheidet sie sehr vom gemeinen Volke in Malabar. Sowohl die weißen als die schwarzen Juden verließen ihre Synagogen und Wohnungen zu Muttum und Tirtur, während der Invasion des Sultan Tippu, und wohnen seitdem zu Kotschin, Angekaimal, Parur, Jschanottu und Mala. — Die Gesammtzahl aller Juden in Malabar belauft sich jetzt auf 1039. *) *) Wir setzen hieher die Angaben, welche der Jewish expositor von 1821 und 1822 enthält. Damals waren in Cochin: Männer. Frauen. Knaben. Mädchen, weiße 82 84 22 35 — 223 schwarze 204 209 133 134 120 elftere mit einer, letztere mit drei Synagogen. Ferner nur Schwarze; in Angigamal 152 Männer. —134 Weiber (Kinder einger. — 286 Daselbst zwei Synagogen. Männer. Frauen. Kinder. Mädchen. Chenotta. 12 90 41 31 234 (nach 1822 t 65 81 50 311 512 u. i. ein. Fleck. ( 6 1 3 Malta 8 9 2 3 ( nach 1822 9 7 3 3 1 22 Parur 15 13 « 10 =5. 44 nach 1822 11 14 1 5 — 37) 1823. S. 253 wird bemerkt, daß die Weißen durchweg sehr arm sind, einige Landbau treiben und andere handeln. Die schwarzen sind theils Landleute, theils Vieh, züchter und Handwerker, Diele derselben betteln. Nach 1816. 498 heißt der Flecken bei Kotschin, wo die Israeliten wohnen, Mottantscheri, er bildet eine lange Straße mit hübschen Häusern und Gatten. 18*

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