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Israelitische Annalen · 1840-03-27 · Heft 13 (27.3.1840) · p. Seite 117

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 13 (27.3.1840)
Date
1840-03-27
Page
Seite 117 (sequence 5)
Language
German
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in Jahre n:n den 22. des zweiten Adar. Ob 5655 (A. 1295) oder 60 (A. 1300) zu verstehen sei, ist dadurch entschieden, daß nur, das letztere, nicht bas erstere einen zweiten Adar hatte. 2) Die Angaben nfcO^n (cod- Kennic* 595) und 'lEDX.n (cod. Vatic. 105) sind zweifelhaft, doch ist wahrscheinlich in deiden n zu Anfang für die Tausende zu nehmen. 3) Der Valicansche Cober 104 ist beendigt den Abend vor Mittwoch den 27. Cislev; das Jahr ist vielfältig angegeben: a) n:n/b) <o yvn, 6) sfrvb nw ppn Durch die zweite Angabe ist bas Jahr 160 gesichert; folglich gilt das n in der ersten für Einheiten, in der dritten für Tausende, und durch die vierte wird die Summe von 5159 (ppri) und 1. (p^br — Aleph), d. i. 5160 ausgedrückt. Müßten wir der Hülfe der zweiten entbehren, so könnte man noch zwischen 155, 159 und 105 schwanken, wenn nicht der Monatstag entschiede, der im ersten Jahr auf Sabbat, im zweiten auf Freitag, im Dritten auf Sonntag, und nur im Jahre 160 (A. 1399) auf Mittwoch gefallen ist. Falsch ist das Jahr 1406,, welches Assemani hat. 4) Das "p-in im cod. Lipsiens. 40, g (catal. p. 305) ist 5224 (A. 1463), wie ich bereits in den additamenta (p. 324) ausgeführt habe. 5) Im cod. Yatic. 99 ist — 5240, weil der 12. Sivan ein Sonntag war; im Jahr 245 war Ließ ein Donnerstag. 6) Das Druckjahr des Buches yniop wird bald j (catal. Opp. p. 211) 1510, bald (de Rossi Annal. sec.XVI. Nr. 3) 1505 angegeben, je nachdem in der Bezeichnung pnilNn das n angesehen wurde. Allein kraft des Datums: Freitag am 15. Sivan, ist der Ungewißheit ein Ende gemacht, denn dieß fand nur A. 1510 stakt, nid)t A. 1505, wo jener Tag j ein Sonntag war. Ohnehin hat der.Verfasser sein Werk! erst A. 1508 beendigt. ».! 7) Der Drucker zu Constantinopel, David b. Nachmias, | lebte noch am ersten des zweiten Adar A. 1511 (Nachschrift j zu R. Jona's Schaare-Ha-Teschuba), war aber im Monat j Tammus dieses Jahres bereits gestorben (Nachschrift zu dem Cowpendium des Aruch), und sein Sohn Samuel druckte allein. Wenn daher die erste Ausgabe des Ed-Jacob bei David und seinem Sohn Samuel Nachmias im Jahr erschienen ist, so kann n nur die Tausende bezeichnen und die erste Hälfte des Jahres 271 (1510, 1511) gemeint sein. Ohnehin schließt der Zusatz: Unter der Regierung des Sultans Bajazet, nach de Rossi's richtiger Bemerkung (Annal. Nr. 24 und p. 54. Nr. 46), spätere Jahre als 1512 aus, was aber den Verfasser des Oppenbeimerschen Catalogs (Ham. 1826) p. 68. Nr. 503 nicht geflimmert hat. 8) ninn in verschiedenen allen Conftantinop. Ausgaben bezeichnet 5275 (A. 1515), wie schon de Rosst Ann. Nr. 45. 46, 47, 49, 50 richtig erwiesen hat. Aber den alten Fehler hat der gedachte Catalog p. 82. Nr. 593. 9) Eine Ausgabe der Psalmen u. s. w., Salonich bei Don JeKuda Gedalia hat das Datum: 4. Elul myn- Die richtige Bestimmung de Rossi's (Annal. Nr. 48), daß 5275 gemeint fei. wird dadurch bestätigt, daß damals der angegegebene Monatstag ein Mittwoch gewesen, während er mt Jahr 280 auf einen Sabbat gefallen. zu seinem nTIT. welches Herr L. aus dessen Nachlasse erkauft hat, eine ähnliche Bemerkung beigeschrieben. Der selige Heidenheim besaß, wie das Verzeichniß seiner Bücher S. 29 nachweist, das Buch 2pyi ppS/ Commentar zum Kosari, was ich, als ich' die Bemerkung über Moscato schrieb, nicht wußte. — Doch läßt sich zur Entschuldigung dieses Gelehrten sagen, daß sein Werk nach seinem Tode durch seinen Sohn gedruckt worden, und daß er, wenn er selbst es in Druck gegeben hätte, höchst wahrscheinlich auch gesagt hätte, daß er die gründliche Arbeit eines Vorgängers vollständig aus. geschrieben habe. 10) Die zweite Ausgabe von Immanuels Gedichten wurde begonnen, der Nachschrift zufolge, Dienstag 17. Adar, und beendigt Montag 23. Elul nsin» d. i. 5295, denn 300 (A. 1540) war der 23. Elul ein Donnerstag. Das zuerst angegebene Datum aber findet im jüdischen Kalender niemals statt, vielmehr war der 17. am Sonntag, und vermuthlich sollte es den 19. heißen. 11) Ruth mit dem Commentar R. Salomo's Alkabiz, Constantinopel im Jahr n\Y£TI d. i. 5321, wie de Rossi (de ignotis editionib. ed. Erlangen p. 45) und der Oppenheim. Catalog (p. 184 Nr. 79) haben. (Schluß f.) Nachrichten und Correfponderrzen. Schlesien, März. — Ein neuer Beweis von der fortschreitenden Theilnahme für eine bessere Kunde der israelitischen Angelegenheiten ist die Erscheinung populärer Schriften in diesem Fache, und zwar nicht bloß als Unternehmen einzelner Schriftsteller, sondern einer ganzen Anzahl bewährter Männer unter etner Redaktion. Wir haben hier insbesondere den Prospectus zweier Volks- und Jugendschriften im Auge, welche durch Verbindung der allgemeinen Geschichte der Israeliten mit dem Interesse für einzelne hervortretende Specialiläten, verdeutlicht mittelst artistischer Beilagen (enthaltend Porträts, Karten, Zeichnungen rc.) auch beim Volke und vorzüglich bei der Jugend die Aufmerksamkeit zu wecken und rege zu erhalten bezwecken. Herr K. Klein m Brieg hat sich der Redaktion eines solchen Werkes unterzogen, und wird jetzt in 4 Bändchen in 8vo, zusammen 30 Bogen umfassend, 1) Geschichte des jüdischen Volkes, von der babylonischen Gefangenschaft bis auf die jetzige Zeit, 12 Bogen, und 2) Museum zur Belehrung und Unterhaltung rc. mit artistischen Beilagen, 18 Bogen, worin Biographien ausgezeichneter Israeliten, Erzählungen rc. herausgeben. Das erste Bändchen ist bereits erschienen und im Laufe des Jahres wirb das Ganze beendigt sein. Anm. des Herausg. Bereits sind uns von anerkannten Sachkennern besondere Empfehlungen dieses Unternehmens zugegangen, und die auf dem Prospectus mit abgedruckten sehr empfehlenden Aeußerungen der Herren vv. Geiger, Francolm, Günsburg. E. Munk und Saalschütz gewähren im Voraus eine Bürgschaft für die Zweckmäßigkeit desselben. Wir sind mit Vergnügen ebenfalls bereit, zu dessen Forderung beizutragen, uns vorbehaltend, über die Ausführung seiner Zeit besonders zu berichten.*) Aus Preußen, Januar 1840. — Bei der Emsigkeit, j mit der man bemüht ist, jedes noch so geringfügige Ereignis, > das sich in jüdischen Gemeinden zuträgt, zur öffentlichen j Kenntniß zu dringen, ist es in der That zu verwundern, i baß man über die Vorgänge einer so bedeutenden Gemeinde, wie die zu Königsberg in Pr., fast Nichts vernimmt, als was vor einiger Zeit in einzelnen, die Sache keineswegs nach ihrer Wurde und Bedeutsamkeit darstellenden Zeitungs- Correwondenzen mitgetheilt wurde, worin man das, was in Königsberg bisher geschehen, in dem letzten Jahresbericht, glaubte mit den Worten charakterisiren zu dürfen, K. hätte „in der Reform einen Schritt nach vorn gethan." Einsender weiß nicht, ob man in K. darauf Ansprüche macht, zu „reformiren", glaubt dieß auch nicht, in dem Sinne nämlich, wie bas Wort am häufigsten gebraucht wird; aber ohne aus dem Kreise der thalmudischen Gesetzlichkeit herauszutreten, ist das, was geschieht, ein so Vollständiges und Abgerundetes, daß es für andere, und selbst die gebildetsten Gemeinden als Beispiel dargestellt werben kann. Da mit persönlichen Lobeserhebungen so viel Mißbrauch getrieben wird, und dieselben verdient, um so weniger nothwendig erscheinen, so wird Einsender sich darauf beschränken, nur die reinen Thatsachen, so weit er über dieselben genau unterrichtet ist. *) Sudscriptionen a 2 Rthlr. für das Ganze, jedes Bändchen ä y3 Rthlr. nimmt die Buchhandlung des Herrn I. D. Sauerländer in Frankfurt a.M. am

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