Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1840
- Issue
- Heft 12 (20.3.1840)
- Date
- 1840-03-20
- Page
- Seite 109 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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109 13) Eine Wiener Handschrift soll das Datum haben: Jahr 101, 18. Cheschvan; der Wochentag wird bald durch ) dald durch f angegeben (s. de Bossi Var. Lect. Th. 1. cod. Kenn. 588, Th. 2 Dorr.) Da jedoch der angegebene Monatstag damals Donnerstag war, so ist die Sache noch unerledigt. 14) Der Oxforder Codex 130 soll beendigt sein im Jahr 102, Dienstag am ersten Ab (s. Uri catai.) Der Monat Ab fängt aber niemals mit einem Dienstage an. 15) Eine Erfurter Bibelhandschrift.(cod. Kenn. 160) hat das Datum: Donnerstag, Abschnitt Schemini, 24 Weadar 103. Der erwähnte Donnerstag war der 23ste. 16) Im cod. Kenn. 421 wird erzählt, daß im I. 116, den 19. Elul „keria VII" ein starkes Erdbeben in Sevilla gewesen. Der Schreiber hat aber gewiß nicht f qv geschrieben, um einen Sabbat zu bezeichnen, und vhnedieß war der 19. ein Dienstag, daher ) gelesen werben muß. 1?) cod. Bossi 356 soll geschrieben sein: Mittwoch den 13. Elul 127. Dieß war aber ein Montag, so daß auch das Jahr unsicher wird. 18) In der Mittheilung der Unterschrift zu cod. Bossi 1161 rc.) steckt ein Fehler, weil der 6. Ab nie ein Freitag ist. 19) Ein und derselbe Tag findet sich in zwei Codices verschieden angegeben. Der cod. Vatic. 421 hat Freitag 22. Ijar 209; der cod. de Bossi 41 aber: Freitag 23. Ijar 209. Nur letzteres ist richtig. 20) eod. Bossi 1262 vom Jahr 214 (A. 1451) ist datirt: 24. Schebat Dienstag, obgleich jener Tag auf einen Mittwoch fallen mußte, wegen des Charakters 21) In dem Datum des cod. Bossi 991: Donnerstag 4. Sivan5222 ist vermuthlich i in zu verbessern, indem der vierte jenes Monats ein Montag war. 22) Eben so muß im cod. Bossi 143 (I. 224, Dienstag 16. Cislev), 16 in 17 verwandelt worden. 23) cod. K. 500 hat: Dienstag 8. Adar 229. Dieß war jedoch ein Montag. 24) Die erste Ausgabe der Turim in Pieve de Sacco bestimmt de Rosst auf das Jahr 1475, während Reggio (Briefe Th. 1. S. 94 u. ff.) früheren Bibliographen beipflrch. tend, dafür das Jahr 1478 ansetzt. Er unterstützt diese Behauptung durch die am Ende des dritten Theils der Turim befindliche Nachschrift, laut welcher der Druck Montag den 28. Tammus beendigt worden. Dieß sei für das Jahr 238 wohl richtig, nicht aber für 235, wo jener Monatstag auf einen Sabbat gefallen. Allein der Charakter des Jahres 235 war nicht jj-n sondern ntSG und dem des Jahres 238 ganz gleich, wie aus Cornik's Tabellen und einem mir vorliegen, den sorgfältigen mehr-hundertjährigen Kalender aus dem 15ten Jahrhundert hervorgeht. Es ist daher auch ein, dem unter Nr. 12 vermerkten ähnlicher Irrthum, wenn in dem gedachten Jahre, wo der erste Cheschvan ein Mittwoch war —' welches cod. Bossi 1026 und 1243 bestätigen — der 17. Cislev auf einen Montag verlegt wird (cod. Bossi 285), da es ein Sonntag war. 25) Unrichtig ist die Angabe, daß A. 1476, der 12. Adar ein Donnerstag gewesen, wie zu cod. Bossi 270 bemerkt wird. Es war ein Mittwoch. 26) Die Ausgabe des Tur Iore dea, Ferrara fol. s. a., gedruckt von Abraham b. Chajim aus Pesaro, verlegte de Rosst zuerst (de typograpta. Ferrar.) in das Jahr 1476, dann aber, in seinen Annales, in das Jahr 1479. Da der Druck Freitag am 15. Ad fertig geworden, so kann das Jahr weder 1476 noch 1479 gewesen sein. Denn im erster» Jahr war der 14. Sivan Donnerstag (Annales p. 10) mithin der 14. Tammus Sabbat, der 15. Ad Montag: in letzterm war der 26. Tammus Donnerstag (cod. Bossi 136), folglich der 1. fo wie der 15. Ab ebenfalls Montag. Dieß Härte de Rosst schon aus seinem cod. 1180 wissen können, dessen Datum lautet: 16. Ad Dienstag 239. Der gleiche Charakter dieser beiden Jahre war ant. Das Datum Freitag wird vollends bestätigt durch die Angabe: 21$ □nHj'l □ ✓2'j welche de Rosst mißverstand und übersetzte: obsignatus est vespere. Cousolainini: Dominus solabitur etc., statt: an dem Vorabend (vigilia) des Sabbat Nachmu (s. de typograph. Ferrar. ed. 2 p. XXIU und 12; Annales p. 20.) Unter den Jahren nun, auf die das angegebene Datum paßt, nämlich A. 1474, 1477, 1484, entscheide ich mich für 1477, weil 1) in diesem Jahre Abraham aus Pesaro zum ersten Male als Drucker auftritt (Annal. p. 12), und zwar im Frühling; 2) seine Ausgabe, deren erstes Drittel von Abraham Konat gedruckt ist (ibid. p. 19), offenbar die Fortsetzung der Konatschen ist, die mit dem Tur Orach Chajim, A. 1476 in Mantua erschienen war, wozu der Ausdruck: vollendet in Ferrara, sehr gut paßt, La der Anfang in Mantua geschehen ist; 3) Abraham b. Chajim, der A. 1482 als berühmter Drucker in Bologna beschäftigt war (ib. p. 25), und sich ppinon nannte (ibid. p. 55), erscheint noch als ein unbekannter Künstler, als -ijjrjp, — ein einmal verkommender. die später» Epochen der Typographie ausschließenber Ausdruck. Daß A. 1477 der 15. Ab ein Freitag gewesen, bestätigt zum Ueberfluß cod. Bossi 662, wonach in dem gedachten Jahre der 23. Tammus auf einen Freitag gefallen; demnach war der 1. also auch der 15. Ab gleichfalls am Freitag. 27) Der unter Nr. 19 erwähnte de Rassische Codex 41 vom Jahre 1449 ist für Menachem den Isaac in Revere geschrieben. Für denselben Mann war einen Monat später Iesaia b. Jacob Maseran in Mantua beschäftigt (cod. Bossi 6). Auffallend erscheint es daher, daß derselbe Schreiber erst eine geraume Zeit später abermals zum Vorschein kommt, nämlich A. 1482 (cod. Bossi 78, wo „Freitag der 26 Sivan" nicht richtig sein kann) und A. 1487 (&nVP fTUÖ f- 90 und beide Male ebenfalls in Mantua. 28) Im Jahre 244 war der erste Schebat ein Montag (vergl. cod. Keuuic. 571 die Nachschrift des Correctors); folglich war der 17. am Mittwoch, nicht am Donnerstag, wie cod. Vatic. 35 angiebt. 29) Im Jahre 246 war der letzte, d. i. der 29. Elul, ein Mittwoch (vergl. cod. Bossi 94), also an demselben Wochentage auch der 15., nicht der 14. dieses Monats, wie eod. Kennic. 561 haben soll. 30) Da im Jahre 254 (A. 1493) der 16. Cislev ein Montag war (cod. Bossi 1167), so kann der 26. nicht auch Montag gewesen sein (H>. 1168), sondern es muß der 23. heißen, und i statt ) gelesen werden.