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Israelitische Annalen · 1839-08-23 · Heft 34 (23.8.1839) · p. Seite 270

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 34 (23.8.1839)
Date
1839-08-23
Page
Seite 270 (sequence 6)
Language
German
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270 ist die Uhr angebracht, welche sehr kunstreich in London verfertigt worden. Die Treppen rechts und links, zu den Damen-Gallerien führend, sind mit Mahagony-Panelen versehen. 2m Mittelpunkt jeder Seite steht das beständige Licht. Die heilige Lade bildet eine halbrunde Vertiefung, geschmückt mit zwei geriefelten korinthischen Säulen und reichem Gebälk vorn, und angemessenen Pilastern. Am Fries des Gebälks steht: „Ich habe Gott stets vor mir" in goldenen erhabenen Buchstaben. Ueber dem Gebälk ist ein hübsches weißes Marmor-Täfelchen, worauf die zehn Gebote. Die Vertiefung ist mit schön-blumigem Mahagony belegt und hat ein geschnitztes und vergoldetes Sims. Die Decke bildet eine Halbkuppel mit viereckigen vertieften Feldern, worin vergoldete Blumen. Die Stufen, welche zur Lade führen, sind mit einem herrlichen Bronze-Geländer umgeben, an dessen Pfeiler vergoldete Candelabres von demselben Metall stehen. Auch ist ein Bronze-Gitter vor den Sitzen der Synagogen-Dorsteher und des Schatzmeisters gegenüber. Die Dimensionen sind 70 und 44 Fuß, 22 zwischen den Gallerten und 35 Fuß Höhe. Eine nähere Darstellung der Verhältnisse dieser Gemeinde, welche noch keinen eigentlichen Rabbiner hat, aber in Herrn Nathan, dem Vorsänger, einen stellvertretenden Geistlichen besitzt, welcher auch Vorträge hält und in hoher Achtung steht, so wie über die Verhältnisse der Juden auf Jamaica überhaupt, soll nächstens erfolgen. Literatur. oder Selbstprüfung des Israeliten während der Bußtage, von vr. M. Creizenach. Franks, a. M., Jäger'sche Buchhandlung. 1838. 128 S. kl. 8. Die Nähe der Tage, für welche obiges Merkchen besonders verfaßt ist, rechtfertigt die bisherige Verschiebung einer Anzeige desselben. Es enthält erbauliche Betrachtungen für alle einzelnen Tage, welche vor dem Versöhnungstage als vorbereitend in der Synagoge besonders durch Bußgebete ausgezeichnet werden, und wiederholt gleichsam in einem Cyclus die wichtigsten Glaubens- und Pflichtenlehren, während viele andere anregende Gedanken auf Berichtigung der Lebensansichten hinwirken sollen. Schon im vorigen Jahre hat dies Buch zahlreiche Freunde gefunden, es genügt daher, dessen hier abermals zu gedenken, um so mehr, als es unsers Wissens in der Erbauungs-Literatur einzig da steht. Schulbücher. Hebräisch-deutsches, kursorisches und alphabetisches Wörterbuch zum allgemeinen Sickäur in zwei Abtheilungen. Ein unentbehrliches Hülfsmittel beim Uebersetzen des allgemeinen hebräischen Gebetbuchs in jeder Ausgabe, zum Selbstunterrichte und Schulgebrauch. Mit vielen grammatischen Andeutungen und Erklärungen, so wie mit einem Anhänge über die Fundamentallehre der hebräischen Grammatik und einer Anweisung zum richtigen Gebrauche dieses Wörterbuchs. Von vr. I. Heinemann. Leipzig. 1839, bei I. I. Weber. VI u. 153 S. (S. 122 ist nicht vorhanden, dafür 123, daher von da an, alle Rückseiten ungerade Zahlen tragen.) Dies Buch ist eigentlich ein Präparations- und Repetitions-Mittel für Schüler, die das Gebetbuch übersetzen lernen. Unentbehrlich mag es wohl nicht sein, da man bisher ohne solches fertig wurde; aber brauchbar ist es zu dem bezeichneten Zwecke. Die Fundamente sind nach des Vss. Definition, die Buchstaben und die Punktation (Vokale und Accente), mehr wird daher nicht gegeben. Wozu die Paar lateinische Kunstausdrücke hier stehen, ist um so weniger abzusehen, als der Verfasser sie unrichtig schreibt; 137 tznieseem st. guiescens (3mal) ebenso S. 143 und S. 144, 3mal, auch 146 3mal. S. 139 finale — st. finales. S. 144 den aeeentns, dagegen S. 137 aceente. — Die Anmerkungen, so wie einzelne Uebersetzungen lassen Ausstellungen zu, die indeß bei Büchern dieser Gattung nicht hervorzuheben sind. Wer dasselbe anwendet, kann die Mängel leicht berichtigen. Bemerkungen zum Salomon'schen Bibelwerk, von H. Heß in Trier. (Fortsetzung.) 1 Kön. i. 21. „Sünder" recht gut, als zum Tode Verurtheilte. — 25. Mastvieh, so auch 19. Dagg. 9. Mastkälber, so Jes. l. 11 dagg. XI. 6. Mastthier; warum? II. 7. redlich naheten sie mir, ist schwerlich richtig. IV. 21. beginnt Dr. S. ein neues Capitel gegen alle recipirte Ordnung, auch gg. i-xx., Luther und Vulg. — Dr. Fürst hat ebenfallst diese Eintheilung. Worauf stützt sich dies? V. 6. (— IV. 26.) Gespann, dagg. 2 Ehr. IX. 25. Ställe; obwohl der Ausdruck dasselbe bedeutet. Die Verschiedenheit der Zahlen 49000 und 4000 kann die Bedeutung des Wortes nicht ändern. VI. 5. Anredeplatz, etwa nach Hieronymus »raouli sedes, ist wohl nicht richtig; vgl. Fürst in Concordanz. Auch wird nirgend erwähnt, baß zum Orakel gedient habe; vielmehr ist es Gegensatz zu — Fürst's Erklärung des Thalm. -QTD/ (und nach ihm Delitsch) ist auch sehr problematisch; denn nach allen Lesarten bildet dies zwei Wörter in n^. VI. 16. Er bauete innerhalb des Anredeplatzes das Allerheiligste, ist entschieden unrichtig. Denn 20. steht deutlich, daß -pm den ganzen Raum des Allerheiligsten ausmacht. Beide sind identisch. VII. 40. Die Waschbecken, kann nicht richtig sein, vgl. 2 Ehr. IV. 11. Es ist ein Feuergeschirr, wie Zach. XII. 6. — 51. alles, steht nicht im Texte. VIII. 37. Rost, dagegen 5 Mos. xxvm. 22. Mehlthau.

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