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Israelitische Annalen · 1839-08-02 · Heft 31 (2.8.1839) · p. Seite 245

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 31 (2.8.1839)
Date
1839-08-02
Page
Seite 245 (sequence 5)
Language
German
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245 R. Simson 4), welcher nach Sal. Lorja^) ein Zuhörer von Zsaak b. Samuel aus Dompaire °) gewesen ist; R. Samuel'); R. Jakar8); R. Rehuda, dessen Enkel David b. Abraham schrieb nnap mIDO 4) Tos. 33er. 54 a. Sabbat 21 a. Beza 13 a. 20 b. 31 b. Joma 41 a. Kidduschin 10 b. 14 a. 45 a. 55 b. 75 b. Chullin 14 b. Mordechai Ber. Nr. 2. Chullin Nr. 671. Aschen Nidda e. 3, Nr. 2. ed. Basel 1599, Nr. 37. f. 36 b. — Mit diesem R. Simson hat sich ein ganz eigener Umstand in den talmudischen Schriften zugetragen. Man findet nämlich an zahlreichen Stellen (Tos. Ber. 9 a. 11 a. 14 a. 20 a. 22 b. 47 a. 48 a. Erubin 44 a. 103 b. Beza 31 a. Chullin 27 a. Meila 9 b. Mordechai Ber. Nr. 208. Sabbat Nr. 263. i^p-i pDD 23) -»typ citirt, worunter Azulai (Schem hagedolim Th. 2. k. 76 a. Nr. 3) den Mose aus Coucy verstanden hat. Dem aber ist nicht so, und mit Recht vermuthete schon David Konforti rvnfin NPtp f- 18. a), daß statt T^n gelesen werden müsse ty^p (pty^iy pp). Folgende Belege rechtfertigen dieß auf's Bestimmteste. Ebendasselbe, was bei Mordechai Ber. Nr. 208 im Namen desselben angeführt wird, kommt in Tos. das. 54 a im Namen des ptyftty'p vor; dies ist auch der Fall mit Mordechai Sabbat Nr. 263 und Tos. ib. 21 a. Und so auch umgekehrt, was Tos. Chullin 24 a. im Namen des iz-ppO ptyp-, citirt, erwähnt Tos. Kidduschin 14 a. int Namen des typ; so wie auch Tos. Ber. 9 a. u. Mordechai ib. Nr. 2. Tos. das. 22 b. mit Aschen ib. c. 3 Nr. 23 u. Abudraham ed. Amstd. 1726. f. 44 a. ed. Prag 1784 f. 36 c. Es ist also gar nicht mehr zu zweifeln, daß allenthalben ->typ in typp 5U emendiren sei. — Noch muß ich hier bemerken, daß an zwei Stellen (Tos. Nedarim 4? a und Mordechai Mezia bei Gedalja Iachia f. 44 a ed. Amstd.) auch eines pjJEE' 'p ijppö Erwähnung geschieht. Jedoch lesen unsere Ausgaben von Mordechai Mezia (Nr.s 281) ptyöty '"v und in pnty ed. Riva di Trenta (s. Zunz ib. ib.) ist dieser Name ganz ausgelassen. s) RGA. Nr. 29. 6) P^EnD ty^p (np)P ed. Cremona 1557 f. 91 d), bekannter unter dem Namen jptn n u. 'Dinn *jjd"p; welcher nicht zu verwechseln ist mit dem gleichnamigen R. Isaak b. 3lbraham aus Dompaire (pp)p Nr. 283. f. 41. b. und Hagah. Maim. PL2) pt2P c. 8) und mit R. Isaak b. Abrah. (r>t2L''P), dem Bruder des R. Simson b. Abraham — b. Simson hasaken — aus Sens. Ueber Simson b. Abraham, s. Rap. Kerem Chemed Bd. 4. S. 24 a 1; nur ist das. frdhp VPNP zu berichtigen in kp-^PP- ’) Tos. Kidduschin 21 b. p.^D ed Cremona f. 71 b. 8) Tos. Aboda sara 68 a. 9) S. Oppenh. Catal. ed. 1772 Abth. 2. f. 13 a; in ed. 1826. Qu. Nr. 928 steht fehlerhaft gedruckt py Nachrichten und Correspondenzen. Bayern. — Ein Ministerial-Rescript vom 11. Juni o. verordnet, daß künftighin „die zur Raddinatsprüfung zuzulassenden Kandidaten nach der Bestimmung des Z. 34 des Ediktes vom 10. Juni 1813 sich über vollendetes, gründliches Studium der jüdischen Theologie auszuweisen haben." Bisher war dieses nicht überall für nothwendig erachtet worden. Der Regel nach begnügte man sich mit dem Nachweis der allgemeinen Studien, und die Königl. Regierung oder die Examinatoren kümmerten sich nicht darum, ob ber Kandidat in der jüdischen Theologie sich umgesehen hatte oder nicht. Diese neue Verfügung ergänzt daher die Bestimmungen auf eine zweckmäßige Weise. — — Wir erlauben uns, dieser Nachricht die Bemerkung beizufügen, baß es wohl nöthig wäre, den Ausdruck jüdische Theologie genauer zu definiren und die Art des Nachweises ebenfalls durch unzweideutige Erklärung anzugeben, wofern nicht obige Verfügung große Willkührlichkeiten erzeugen soll, da für den Augenblick weder eine Encyclopädie der Theologie, noch eine zuverlässige Behörde für die Prüfung vorhanden ist. Genügt die bisherige Form der Anerkennung eines Kandidaten durch einen seiner Lehrer im Amte, so ist im Ganzen mit obiger Verfügung wenig gethan, und höchstens die Abweisung eines Kandidaten erleichtert, wenn etwa sein Lehrer ihm die Anerkennung versagt. Genügt sie nicht, so muß eine Prüfungsbehörde ernannt und mit gehörigen Vorschriften versehen werden. D. H. Aus Unterfranken. — Nirgends wohl werben in neuerer Zeit in jüdisch-religiösen Angelegenheiten so bedeutende Versuche zu Rückschritten gemacht, als in unserem Kreise. Ehe ich Ihnen darüber Bericht erstatte, ist's jedoch nöthig, die dis jetzt bei uns bestandenen Verhältnisse auseinanderzusetzen, um dadurch den Kreis kennen zu lernen, auf welchen sich jene Versuche erstrecken. Die Landestheile, aus denen der bayrische Untermainkreis (seit 2 Jahren Unterfran-! ken genannt) zusammengesetzt wurde, enthielten drei Rabbinate, eins zu Heidingsfeld (seit etwa 25 Jahren zu Würzburg), für das frühere Bisthum Würzburg, eins zu Aschaffenburg, für das Fürstenthum gleichen Namens, und eins zu Burgpreppach, für ritterschaftliche Besitzungen in dem sogenannten Grabfelde und der Rhön. Dieses Letztere hatte seit etwa zwanzig Jahren keinen Rabbiner. Im Aschaffenburgischen, zu welchem Distrikte auch noch die Gemeinde der angränzenden fürstlich Löwensteinischen und fürstlich Leiningischen Besitzungen kamen, wurde vor wenigen Jahren nach dem Tode des Rabbiners Sundau, Herr Neuburger zum Rabbiner ernannt. Das Rabbinat Würzburgs, durch verschiedene Ansbachische, Fuldaische und herrschaftliche Gemeinden noch vergrößert, stand bis jetzt unter dem Herrn Oberrabbiner Abraham Bing; und so nothwendig auch die Errichtung mehrerer Rabbinate und Anstellung mehrerer zeitgemäß gebildeter Rabbiner sowohl in diesem Distrikte als in dem von Burgpreppach gewesen wäre, so war doch nicht zu

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