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Israelitische Annalen · 1839-08-02 · Heft 31 (2.8.1839) · p. Seite 244

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 31 (2.8.1839)
Date
1839-08-02
Page
Seite 244 (sequence 4)
Language
German
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244 Einspruch der mißbräuchlichen Gewohnheit zu beseitigen. Hierbei war nun freilich der Mangel einer entscheidenden Behörde sehr fühlbar, und deßhalb ward für das Bestehende entschieden, mit Zurückweisung aller und jeder Abänderung. Dabei konnte es nicht bleiben. (Forts, folgt.) U eb erficht der Neu-Hebräischen Literatur weltlichen Inhalts in Prosa und Versen. Von Leopold Dukes. II. Fabel. (Schluß zu Nr. 25.) 3. ieieiVN *) (Aesopische Fabeln.) Unter diesem Titel haben wir 20 Fabeln mit nachfolgender Moral, verfaßt in Prosa. Der Styl ist sehr mittelmäßig, die gewöhnliche talmudische Schreibart. Der Uebersetzer ist nicht genannt, auch ist die Zeit nicht angegeben, wann das Schristchen verfertigt wurde, es ist auch schwer anzugeben, ob es aus dem griechischen Original oder aus einer andern Sprache übersetzt ist. Wir glauben, der Uebersetzer sei entweder ein Spanier oder ein Italiener. **) In dem Vorworte heißt es: „Dieses Werk ist ein Lustgarten, wo Blüthen und Früchte zu finden sind. Die Blüthen glänzen im herrlichen Schmelz und sind eine wahre Augenlust, und die Frucht ist köstlich zum Genuß, auch dienlich als Heilmittel. Behagt dir die Frucht mehr als die Blüthe, so nimm die Frucht, findest du mehr Lust an der Blüthe als an der Frucht, so genieße die Blüthe. Behagen dir beide, so nimm das eine und lasse das andere auch nicht liegen, den zwei sind besser als eins." Der Verfasser trägt seine Fabeln in Form der Räthsel vor und beginnt jede derselben mit den Worten: „Ich will euch ein Räthsel aufgeben." *) Gedruckt Const. 1519, 4to mit der Mischle Sandebar (wovon weiter unten die Rede sein wird) der Legende von Moses Tod (ru^o mv£D) und andern Piecen dieser Art; auch Venedig 8to. 1546 und Amsterdam 1697 12to. mit dem unächten Ben Sira in (lPT! mmiN*)‘ Hier führen diese Fabeln den Titel rnnn *>E bv "ID)Ö (Moral in Räthseln), sie stimmen jedoch mit den ersteren Ausgaben wörtlich überein. **) In der achten Fabel vom Wolfe und Kranich. (Auch Breschith Raba 36 a, wo statt des Wolfes der Löwe steht) sagt er bei piptV, welches das italienisch Cru ist. Fabel 15 der Adler und die Schildkröten, wo er bei dem heb. -ji£p bemerkt pipiy 82W1I2 tJ/^2 welcher das sp. tortuga ist. Kimchi im Wörterbuch ebenso. In der neuern Zeit hat der bekannte Benseeb eine Sammlung von Fabeln, sämmtlich aus dem Deutschen übersetzt, im zweiten Bande seines TiQ^nn/DD herausgegeben. Auch sind in der Zeitschrift „der Sammler" (ppNQn) verschiedene wohl stylisirte Fabeln zerstreut. Meinem seligen Freunde, dem rühmlichst bekannten R. Iehuda Jeittel es verdankt die heb. Literatur ebenfalls schöne Fabeln, die theils in seinem Buche Bne Hanurim, Prag 1825 (Kinder der Jugend) theils in den Bi kure Itim zerstreut stehen. Herr D. Samo sch in Breslau und Herr R. Fürstenthal ebendaselbst haben sich in dieser Gattung ebenfalls Verdienste erworben. Literarische Studien. Von Samuel Mecklenburg in Königsberg. 2. Die Gelehrten, die den Geburts- oder Wohnort ^ip führen. 0 Vor Allem, daß ijjip offenbar durch Coucy (hart an d. Bezirksstadt Soissons, Augusta Suessionum) zu erklären sei, nicht aber Cozzo, wie man irrthümlich bisher darunter verstanden hat. Folgende sechs gelehrte Männer sind uns aus diesem Städtchen bekannt. R. Jakobs; R. Mose b. Jakob, Vers, von £d3); ') Ich finde mich hier zu folgender Erklärung genöthigt. Als ich mich anschickte, diesen Aufsatz der Oeffentlichkeit zu übergeben, kam mir die vierte Lieferung von Catal. Codd. Lips. zu Gesichte. — Zu meiner Ueberraschung habe ich das. unter den Additamenten von Z u n z auch viele Untersuchungen entdeckt, welche mit den von mir bereits niedergeschriebenen käst übereinstimmen, und von welchen ich lange vor des ged. Katalogs Erscheinen so Manches meinem verehrten Freunde, Herrn vr. Fürst in Leipzig, mitgetheilt habe. Der hier zu besprechende Gegengenstand ist ebenfalls von Zun z (ib. p. 315. ad Cod. IV.) angeregt worden, und seine Note hat zur Vervollständigung des gegenwärtigen Aufsatzes deigetragen. ") S. Tosaf Kidduschim 73, d. 67 a. — Wahrscheinlich ist dieser der Vater des nachfolgenden. — 3) Ueber die Abfassungszeit dieses Buches siehe Zunz ib. p. 316, ad Cod. V. Ich mache hier noch auf die (ed. 1547.) Geb. 19, f. 103 b.; 22, f. 104 d) befindlichen Marginalien, die schlechthin mit ppjH ijN) beginnen, aufmerksam. Ich vermuthe, daß Joseph hannakdan Schreiber dieser Randglossen sei; indem Menachem Asaria ausFano (in RGA. Nr.38) nach Anführung einer Stelle aus 'ionnn 'D sagt: pp:n ppv *rin wn, ow -Dny pp:n njr6 "Dl" 3£0n rpanw Aus welchem Grunde Rap. (bei Geiger Zeitschr. Bd. 2. S. 376) dieselben ohne Weiteres dem Fabeldichter Berachjah angehören läßt, weiß ich nicht. Ich gedenke übrigens später auf diesen Punkt sowohl, als auf Joseph hannakdan zurückzukommen. *

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