Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 30 (26.7.1839)
- Date
- 1839-07-26
- Page
- Seite 240 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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240 arabischen Periode, ungefähr im ersten Mertel des 12ten Jahrhunderts blühend. Don ihm wirb zuerst ein philosophisches Merkchen erwähnt und dessen Inhalt angegeben, dann folgt eine Charakteristik der Gedichte, welche tbeüs religiöse, theils weltliche Gegenstände behandeln. Verschiedene Manu» scripte und Sammlungen, worin dieselben zu finden, werden sorgfältig beschrieben und nachgewiesen. Hierauf eine genaue Charakteristik seines Buches Tharschifch. Alle diese Noll, zen sind für Literaturfteunbe von hohem Interesse. Der übrige Thei! dieses Werkes liefert von S. 33 — 69 deutsche Uebersetzungen aus des Dichters Werken, und 61 bis 106 hebräische Stücke; bas Uebrige Nachträge zu dieser Schrift, wie auch noch eine Uebersetzung einer Makame (XLIX) des Alcharisi, „zum Lobe verschiedener Garlenfrüchte." — Wir glauben, daß bas Merkchen durch seinen sehr lehrreichen Inhalt sich bei allen Sachkennern von selbst empfehlen werde, und wünschen ihm recht viele Abnehmer zur Ermunterung des Df. in seinen sehr mühsamen Forschungen. _ Gotresdie nstliche Vorträge, gehalten in der Synagoge zu Frankfurt a. d. Oder. Von vr. Samuel Holdheim, Rabbiner. Ersten Bandes Heft 1 u. 2. Letzteres auch unter dem besonderen Titel: Worte Gottes rc. 1839. In Commisston bei F. I. Tempel in Franks, a. d. O. Des ersten Heftes haben wir bereits rühmend gedacht, indem wir einen Auszug aus der Vorrede (Nro. 23) lieferten. Das zweite behandelt in gleich anziehender Weise die wichtigsten symbolischen Handlungen der jüdischen Religion, welche sich an die Geschichte des Auszugs aus Aegypten knüpfen, und die zehn Gebote nach zwei Abtheilungen; außerdem eine Traürede und eine Rede über Gemeinnützigkeit und Gemeingeist. Alle recht salbungsreich und in edel populärem Styl verfaßt, ansprechend und erbaultch. Hebräische Poesie. n^nn mt®n lfvon Mendel Stern, 2Bände, 127 «. 113 Seiten. 8. Wien. 1839 bei'm Edeln von Schmid. Wiederum ein Versuch, einen Helden der Religion, oder vielmehr einen Propheten, dessen wunderbares Leben und Wirken der ächten Poesie einen reichhaltigen Stoff darbietet, in der Wesselyschen Manier, ausführlich barzustellen. Der Prophet Eliahu ist der Held unsers Epos, welches in 3 Abtheilungen bearbeitet ist, untermischt mit 8 metrischen Reim-Liedern. Eine neue Idee hat der Verfasser nicht untergelegt, sondern er hat sich genau an die heilige Schrift angeschlossen, und jedes Moment aus der Geschichte des Propheten umständlich und anschaulich durchgeführt. Eine Menge Betrachtungen sind eingeschaltet, die Personen alle möglichst bestimmt gezeichnet und charakterisirt, alle ihre Handlungen nach Kräften molivirt und jede Scene recht plastisch geschildert. Der hebräische Ausdruck ist durchweg biblisch, nicht bloß im Wort, sondern in ganzen Phrasen, und fast alle dichterischen Ausdrücke der heiligen Schrift finden sich hier, so zu sagen, mosaik-artig mit vieler Kunst eingelegt, manche sogar an verschiedenen Stellen wiederholt. Freunde solcher Arbeiten. — jetzt schon sehr gering an Zahl, — werden sich an diesem sinnreichen Werke erfreuen, und dem Vf. ihre Bewunderung zollen. Möge er nur reichlichen Lohn für seine Mühe und vielseitige Anerkennung finden! _ _ Kleine Schriften. 1. Beth Jakob. Israelitisches Geberbuch für häusliche und öffentliche Andacht, bearbeitet nach der gewöhnlichen Ordnung der Gebete. Von L. Loewy, mit Titelkupfer. Leipzig. 1839. Bei Gebrüder Reichenbach. 137 S . 12 Der Vf. sagt in seiner, Breslau im Siwan 5599, datirten Vorrede, nachdem er die Volksklasse, für welche er das allgemeine Gebetbuch hier in gutem Deutsch und abgekürzt wiedergiebt, näher bezeichnet: „In einer Zeit, wo auch das Judenthum nach Form und Gestalt ringt und strebt, wo in der Wissenschaft Werke entgegentreten, die mit der alten Idee auch die Formschöne der modernen Zeit verknüpfen, darf die häusliche Andacht wohl auch in äußerlich schöner Form austreten. Diese Idee leitete mich bei der im Ganzen unbedeutenden Arbeit, und ich hoffe, daß sie zum Segen sein wird!" Nicht so ganz unbedeutend. Die Sprache ist rein und schön, die Färbung möglichst originell gehalten, und wir zweifeln nickt, daß das Büchlern in vielen Gemeinden der Jugend beiderlei Geschlechts und dem weiblichen überhaupt, als zweckmäßig und anregend sich empfehlen werde. — Gewünscht hätten wir, daß auch einige neue Gebete hinzugefügt worben wären. Die Ausstattung ist sehr hübsch. Das Tittelkupfer stellt die betende Hanna und den Priester Eli vor. 2. 132 Allgemeines Gebetbuch für die israelitische "Jugend. Hebräisch und Deutsch. Von I. Offenbach, Canror der Israel. Gemeinde in Köln a. Rh. 104 S. 12. Köln 1839. Bei I. E. Renard. Auch hier versucht ein schon durck die Hagada mit Musikbeilagen (der Ertrag'für milde Zwecke) bekannt gewordener Df. dem allgemein gefühlten Bedürfnisse auf seine Weise adzuhelfen, und giebt seine Ansicht in sehr bescheidenem Tone. Er zieht es vor, die Verdeutschung so oft sich's gerade thun laßt, in gereimte Verse zu bringen, um so dem Gedächtnisse der Jugend zu Hülfe zu kommen. Natürlich hat hier nur der allgemeine Sinn zum Grunde gelegt werben können. Das Merkchen entspricht seinem Zwecke reckt gut; der Tert ist correct gedruckt, die deutsche Sprache rein, kindlich und gemüthlich; das religiöse Element überall vorherrschend. Für Schulen reckt empfehlenswerlh. Anzeigen. Für israelitische Volksschulen ist in der C. H. B e ckfchen Buchhandlung in Nördlingen erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Hebräische Wandfibel in neun stufenweise aufeinander folgenden Tafeln, zum Gebrauche öffentl. israelit. Volksschulen, verf. von David Schweizer. 10 Bogen in Folio. 54 kr. Dem bisherigen, lebhaft gefühlten Mangel eines solchen Bildungsmittels ist durch diese Wandfibel auf's Zweckmäßigste abgeholfen._ Besitzer hebräischer Bibliotheken, welche solche zu veräußern wünschen, werden ersucht Caraloge einzusenden. Berlin. A. Asher & Comp. Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.