Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 28 (12.7.1839)
- Date
- 1839-07-12
- Page
- Seite 222 (sequence 6)
- Language
- German
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ten Werke gefunden. In einem römischen Machsor, geschrieben im Jahre 1536, finde ich aber folgendes am Ende bemerkt: „vier große und berühmte Familien brachte Titus mit nach Rom, darunter die Nearim und die Sekenim; zu letzteren gehörte R. Juda Saken, Vater des R. Kalonymos, Vaters des Meschallem, V. d. Kalonymos, V. d. Moseh Saken (in Lucca), welchen König Karl mitnahm und in Mainz am Rhein, im Jahre 719 nach Zerstörung Jerusalems (789) ansiedelte." Das wäre denn Carl der 'Große, welcher wirklich im I. 719 (?) in Rom war (demnach 788 — 9, was nicht zutrifft! es muß ein Fehler in der Iahrzahl sein. I.) Hiernach ist Salomon Luria RGA. 29, welcher 849 angiebt, zu berichtigen, wobei auch die Genealogie ganz unrichtig steht, indem die Reihenfolge der Descendenten des R. Moseh als die seiner Vorfahren aufgeführt ist; eben so in nODilb ppso Bl. 14. 2. — Dieser R. Moseh war in seiner Zeit sehr ausgezeichnet, wie die eben angeführten Schriftsteller Nachweisen. Ein gleiches findet sich in einem Commentar zum Gebetbuche in der Pariser Königs. Bibl. Nr. 174. Bl. 9. — Wenn R. Elieser aus Worms von ihm erzählt, er sei ein Schüler des R. Ahron, Sohnes des Nasi R. Samuel aus Babylonien gewesen, so verhält sich die Sache so. R. Samuel war Resch Glutha und setzte den Gaon von Pumbeditha, Chanina Cohen, ab, und verklagte ihn bei'm Chalifen. Darüber ist R. S cherira auch so böse auf ihn, daß er ihn unter der Zahl der Resch Glutha nicht aufführt (S. 118. 1). Dessen Sohn ward deshalb auch verfolgt, so daß er auswanderte, und so kam er nach Lucca, von wo er mit R. Moseh nach der Rheingegend ging, und dann wohnte er in Cöln. Mit ihnen kamen Kalonymos (von Lucca genannt) und Iekuthiel, Söhne des M., ferner Ithiel, ein Verwandter desselben (nicht sein Sohn, wie S. Luria sagt,) und andere Gelehrte. Mein Großvater schreibt in seinem Geschichtswerke (Mscr.), die erstem beiden hatten jeder einen Sohn, Namens Mesch allem, einer folgte seinem Vater im Kabbinat zu Mainz, und der andere ging nach der Provence. Dieser wird vom Verfasser des -fiEiy citirt, wy eine seiner nach Arles gesandten Entscheidungen erwähnt ist. Vergl. R. Ascher RGA. XVII. 10. R. Tam 119. SMaG. I. 47 und viele andere. Don ihm ist die poetische Darstellung des Tempeldienstes am Versöhnungstage, welche beginnt viek HD/ und das Stück v'dtVN rPID/ und mehrere Stücke zum Pesachfeste. Sein Sohn Kalonymos ist ebenfalls berühmt, s, Mordechai Sohwiith vn. und R. Meir Rothenb. RGA. 671, wo auch R. Moseh b. Juda aus Arelat, und Theodorus von Narbonne erwähnt sind. Letzterer blühete um 880. In Mainz war damals Jthiel, Sohn des an. dem Meschallem, und der berühmte Märtyrer R. Amn on, Df. des Fjpv-i Pljrijl. welches sein Geist bekanntlich den R. Kalonymos p. Meschallem im Traume lehrte, Vielleicht ist dieser Kalonymos derselbe, den % Gepschon in üp^n n p. 2 erwähnt, wiewohl das ihm zugeschriebene Carmen uns bis jetzt nicht bekannt ist. Jedenfalls hatte dieser einen Sohn R. Me sch allem, welcher zur Misciuia einen Commentar schrieb; s. Arach unter PO; Raschi Sebachim 45. 2, welche Stelle in der Handschr. der K. Bibl. zu Paris Nr. 158 anders lautet, als die gedruckte; Vergl. auch Göttin 54. 2 und Mordch. Kidduschin III. — Sein Sohn war R. Simon (genannt Maus), Vater der R. Joseph Saken .(citirt bei S. Luria), dessen Sohn Abun nach Mainz ging, wo er den R. Iekuthiel den Moseh b. Meschallem, b. Moseh, b. Jthiel antraf. Den Mittlern Me sch allem führt Aruch (^-j) an; und dessen Enkel Iekuthiel hat uns ein Carmen hinterlassen, welches beginnt irnüEn inN-p/ wo sein Name in Anfangsbuchstaben gegeben ist. Derselbe ist der Großvater des Meschallem b. Kalonymos, der von dem großen R. Elieser Zeitgenosse war; s. Meir Roth, Semachoth, Mss. zu Paris Nr. 300. §. 41. auch Agah. Maim. hilch. Abel II. — Er ist auch erwähnt daselbst Kebab. 30. — Der genannte Enkel desselben, (der s. Vater Kalonymus weit überragte) schrieb besonders gut gegen die Karaiten SMaG. n. 66. Sepher Chasidim 1147). Die Lehren der Karaitxn waren ihm wahrscheinlich aus einem Bibelcommentar bekannt, welcher aus Babylon nach Rußland, und von da nach Regensburg u. s. w. gekommen war, s. Chether Thamim. Er stand auch mit dem Oriente im Briefwechselel, s. Eben haeser f. 69. 78. R. S. Luria sagt: R. Abun hatte zwei Söhne, Isaak und Iosua u. s. w. Das ist richtig. Dagegen ist das folgende unrichtig, und ist die Genealogie der Descendenten so zu ordnen; Iosua, Isaak, Elieser d. G., Kalonymos; und des R. Isaak Sohn hieß Simon, genannt der Große, als Lehrer der beiden berühmten Männer R. Elieser der Große und R. Gerschom (Meor haggolah), also ersterer Neffe seines Lehrers; er wurde von ihm als Waise erzogen; letzterer hatte vorher den R. Juda b. Meir Cohen, genannt Leon, gehört; s. 8chaare Dura 35 und RGA. des Meir Rothb. 264. Dieser Leon (auch Leontin genannt) ist Großvater des Juda Cohen, welcher unter R. Gerschom □E'Hn 'D schrieb (Mord. BM. I. dagegen wahrscheinl. irrig, Oschrl kidd. I.) Der hier genannte R. Elieser ist der Verfasser einer Selicha und der berühmten ipi£5 (s. Jach. 52.) Sein Sohn Tobia schrieb npb eine Sammlung von Midraschim. Erlebte zur Zeit bergroßen Verfolgung 1096, über welche sein Brudersohn Kalonymos b. Isaak Klagelieder gedich, tet hat, nämlich v'v '2'NP pP 'ü und >nTN rc. Dieser Kalonymos starb in Speyer während der Belagerung, s. Meir Rothb. Semach. 68 und. RGA. 403 und insbesondere 501, wo ein interessanter RechtsHruch von ihm vorkommt, wo R, Abraham b. Meir Cohen erwähnt wird, ein Urenkel des ob, R, Juda, und Vf. der ro^D (wobei wiederum pt. S. Luria zu berichtigen;) auch sonst berühmt und mit Raschi in Verbindung, vergl. fc'jn QiDn 131, und Vf. eines Trauerliedes auf's Jahr 1096, beginnend Ebendaselbst wird Moseh b, Iekuthiel erwähnt, wahrscheinlich Enkel des obigen Meschallem, ein sehr berühmter Gelehrter in Speier, vergl. Dikute Pardes 16. 1. Ohne Zweifel ist ein Iekuthiel von Speier, 8emach»tfi. 145 ein Nachkomme