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Israelitische Annalen · 1839-05-03 · Heft 18 (3.5.1839) · p. Seite 141

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 18 (3.5.1839)
Date
1839-05-03
Page
Seite 141 (sequence 5)
Language
German
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141 für die Forderung eines solchen Werkes, und bemühete sich auch in seinem kleinen Wirkungskreise daffelbe zu unterstützen. Dagegen war er auch sehr auf dessen Erscheinen gespannt, und ging bald an die Untersuchung, wie der vielversprechenden Ankündigung genügt worden sei. Dazu fühlte er sich um so mehr aufgefordert, da er auch Zugendlehrer ist, und ihn das Unterrichten im Uebersetzen der heiligen Schrift mit den Schwierigkeiten bekannt gemacht hat, welche der Lösung jener Aufgabe entgegentreten. Wir vertheilen die gemachten Bemerkungen in sieben Rubriken und geben von jeder nur Proben aus d.Pentateuch. 1) Seltsame und ungleiche Uedertragungen, zunächst im Namen Gottes überall. Vergl. des. veut. xxix. 7. und 24, mit Levifc XXI. 6; zuweilen ist Gott gesperrt gedruckt; was bedeutet diese Mystik? Ungleich wird ein und derselbe Ausdruck gegeben: Gen. m. 16 und 17. Leiden und Mühseligkeit; VI. 4. Starke, X. 9. Gewaltiger; ix. 10. Gewild des Landes, und Thiere der Erde; xui. 9. Trenne dich, 11. scheiden; IX. 23. rücklings, abwärts; XI. 6. zu thun — auszuführen; xxrv. 5. will nicht, 8. sich weigert; 22. 30. Armbänder, und 47. Spangen; xxv. 20. Mesopotamien; XXXV. 9. Gefilde Arams; xxxix. 1. ägyptischer, und 21. Mizraite; xliii. 26. neigten sich, 28. bückten sich; Exod. XXVIII. 5. himmelblau, 6. dunkelblau; Lev. XVI. 31. hohe Feier, XXIII. 3. feierliche Ruhe; xxiil. 2. die, 37. an denen; xx 24. Besitz, 25 u. a. Eigenthum u. s. w. Wo ist also die versprochene Gleichförmigkeit? 2) Sinnentstellende Uedertragungen. Gen. XIV. 10. Harzgruben!; sie fielen daselbst (starben?); und die übriggebliebenen flüchteten! st. dieUebrigen flohen. Hierher gehört die gleichmäßige Verdeutschung verschiedener Ausdrücke des Originals, wie pu und ntn;D2D und pm, pw und ^->; r6m und ntn« riN'ün und -psp; nn und non; "on und ^2 und &Dii; my: und ,-6iro u. s. w. 3) Ungenauigkeit. Gen. II. 23. meinem Bein (st. des Plurals); diesesmal (statt dies ist einmal); diese soll man (st. deßwegen); Gen. I. 30, und es blieb so; II. 18. ihm zur Seite; Lev. XVI. 23 u. 24 hat den Sinn, als hätte sich der Priester im Allerheiligsten umgekleidet; XXI. 7. geschwächtes; 18. stumpfnasig; XXIV. 11. Kaufpreis; xxiv. 15. Richter (gg. alle Commentare und d. Tradition); xxvii. 2.17. wie du schätzest; u. dgl. mehr. 4) Gegen die Massora. Deut. XVI. 21. Astarten aus; Gen. II. 5. fehlt bas zweite OIE; XUI. 13. sündigten; XX. 6. gab ich es; XXIV. 27. des Bruders u. s. w. Es fehlen außerdem ganze Stellen (s. den frühern Artikel) und viele einzelne Wörter; als Gen. XVII. 15; XVIH.14; XXI. 14; XXVII. 9; XXXI. 14; XXXIV. 14; u. s. w. 5) Nichtbeachtung des Sprachlichen der Urschrift. Gen. m. 19. von dem (relativ.); 22. eine Klinge; VI. 18. einen Bund; 19. u. 20. leben zu dl eiben und erhalten zu werben; V». 23. ward vertilgt; VW. 7. schickte; 8. auf der Erde; IX.26. ihm; 27. ihr; xxix.2. ein großer Stein; L. 11. des Landes Kanaan; u. s. öfters. 6. Undeutsches und Sinnloses. Gen.xxxiv.30. Ihr habt mich in's Elend gestürzt, da ihr mich zum Abscheu macht-Wenn sie sich zusammenrotten gegen mich und mich schlagen, so werde ich ausgerottet! vi. 3. Nicht ewiglich soll mein Geist heradgewürdigt werden (?); VH. 22. in seinem Angesichte. VIII. 21. das Bilden; IX. 20. Landmann zu werden; Xi. l. eine Sprache und einzelne Worte; 4. ein Denkzeichen ('.); XVI. 13. der Mächtig-Schauende; XIX. 2. verweilet (statt übernachtet); XX. 13. und als er sah, daß ein Widder späterhin hängen blieb; XXIV. 22. alle die Kameele; xxvn. 40. Jedoch so wie du überwältigst, so wirst du abschülteln; XXXI. 20. 21. Da ihm niemand berichtete, daß er fliehen wollte, so floh er.. . (?); XXXIV. 25. zuversichtlich; XXXVII. 3. Untergewand (also auch die Priester bei'm Opfern!) 21. Mit Nichten wollen wir ihn tobten!! Lev. XXI. 12. Das Oel, womit sein Gott ihn gesalbt! Xum.xix. 2. Wasser gegen Unreinigkeit. 7) Seltsames. Gen. I. 4. Als Gott das Licht sah. da; Exod. XXI. 3—11. So er ledig angekommen, so—, so er ein Weib hat, so...; so sein Herr..... sie gebärt... so ist das Weid sammt Kindern ihres Herrn; so aber u. s. f. Flickwörter der Art sind Folgende: da, doch, als, so, und, aber, nun, jedoch, sowie, auch, u. s. w. Gegen den Genius der deutschen Sprache lehnen sich auf: Gen. I. 14. zwischen dem Lichte und zwischen der Finsterniß; so XIII. 7. VHI. 17; Gen. 1.11. Fruchtbäume, Fruchttragend nach seiner Art; 12. Baum, worin samentreibende Frucht; 16. die zwei großen Lichter, das große... das kleine... ii. 5. regnen lassen auf der Erde. 25. Der Mensch und sein Weib; xxiil. 2. um Sara zu beklagen; xxix. 16. sie ging herab zum Quell, und stieg hinauf; XXV. 25. behaart wie ein Mantel (!); xxxu. 12. ich fürchte, daß er nicht komme; 26. und als er sah, daß er nichts vermag; Exod. XXI. 22. sich hadern; Lev. XXVI. 11. hat Gott eine Seele; und 30. ein Gemüth. veut. XX». 2. aufnehmen in deinem Hause. XXXI. 20. ich werde es bringen in das Erdreich; xxx. 12. Nicht ist es (das Gesetz) im Himmel, sprechend (?) (Schluß f.) Indische Dichtungen. Von vr. C. Kr afft. *) 1. Rabbi Isaak und Rabbi Nachman. Als Rabbi Isaak sich von Rabbi Nachman trennte, „Gieb deinen Segen mir!" sprach" dieser noch am Ende. Doch jener d'rauf versetzt: Mir fällt ein Gleichniß ein: Es war einmal ein Mann, der zog durch Wüstenei'»; Vor Hunger, Schwäch und Durst kann er kaum weiter gehen. Da sieht er einen Baum voll süßer Früchte stehen. Der Zweige Wald beut ihm ein kühles Schattendach Und ihm zu Füßen quillt ein silberheller Bach. *) Nachträge zu meinen „Jüdischen Sagen und Dichtungen."

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