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Israelitische Annalen · 1839-03-01 · Heft 9 (1.3.1839) · p. Seite 69

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 9 (1.3.1839)
Date
1839-03-01
Page
Seite 69 (sequence 5)
Language
German
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69 wird erzählt: Salomon, der Sohn Davids, habe erfahren, daß auf einer Insel sehr weise Dämonen lebten. Er hatte Lust, ihre Weisheit zu vernehmen, und befghl dem Wind, ihn auf feinen Flügeln dorthin zu tragen, wo sich sogleich die Dämonen, 110 an der Zahl, einfanben und jeder einen weisen Spruch sagte. Das dritte Hauptstück enthält 12 Abschnitte und handelt bloß von dem Tode Alexanders, der hier D'O'ipn b>$2 (horndegäbt) genannt wird. Man findet hier ein Trostschreiben, welches er seiner Mutter vor seinem Tode übersandte, einen Brief seiner Mutter, Erzählungen was seine Mutter bei seinem Sarge sagte, viele Sentenzen, welche die Philosophen bei seinem Sarge zur Erbauung und Belehrung der Zuhörer, und die Sprüche, welche die Hofleute aussprachen; ferner die Trostreden, welche die Philosophen an die Mutier Alexanders hielten, nachdem er beerdigt war, und ihre Antworten darauf; ein Trostschreiben des Aristoteles an sie beschließt-.bas ganze Werk. Manches Aehnliche aus persischen Schriftstellern findet man im vierten Capitel von Malcolms Geschichte von Persien (deutsch von Spazier. Dergl. Hammer's Geschichte der persischen Redekünste, S. 335. Geigers Zeitschrift, B. 2. S. 54.) Die Sprache ist hart und oft sehr dunkel bis zur Unverständlichkeit, wozu Schreib- und Druckfebler das Ihrige wohl beigetragen haben. Auch von diesem Buche geben wir einige Proben: (Zweites Hauptstück, Cap. 5 zu Ende.) Alexander kam nach einem Lande, dessen Dynastie zu Grunde ging. Er fragte, ob nickt ein Eprößling dieser Regenten-Familie übrig wäre? Man antwortete ihm, ein einziger Nachkömmling sei noch am Leben. Ich will ihn sehen — er weilt auf den Gräbern — gab man ihm zur Antwort. — Er ließ ihn holen und sich vorstellen. Warum weilst du bei den Gräbern? Ich wollte unterscheiden (war des Prinzen Antwort) zwischen den Knochen der Sclaven und denen der Regenten, fand sie aber sämmtlich gleich. — Gehe mit mir, ich will deine und deiner Familie Größe wieder Herstellen — was verlangst du? Ich verlange selbst Lebew ohne Tod, ewige Jugend, ewigen Reichthum und Freude ohne allen Kummer. — Ich habe keinen Unverständigern je gesehen — sagte Alexander; der bleibe auf den Gräbern biszu seinem Tobe! Das arabische Original befindet sich übrigenöim Escurial. (Dergl. Casiri ßibliotheca arabigo-espagnola. Th. 1. S. 22(>.) ui. Charisi's Tackklemoni, 36 und 44 Cap., enthalten bloß Sentenzen und Sittenspruche. (Fortsetzung folgt.) •D'jJOÜDDYT Mit der Autorschaft nehmen es die Araber nicht so genau; sie hielten sich bloß an die Sache selbst, und wenn nur der Satz moralisch und eindringlich war, so zeichneten sie ihn auf und legten ihn einem Philosophen bei. Sa ist z. B. die ganze Geschichte von der Tonne, welche dem Diogenes seinen Ruhm bei der Nachweit verschaffte, im zweiten Cap. des zweiten. Hauptstückes dem Socrates zugeschrieben. Beitrag zur historischen Kritik der Psalmen. Don Isaak Reggio*) (in Görz.) Ein prüfender Blick auf den Inhalt jedes Psalms lehrt sehr bald, daß die Ueberschriften der einzelnen Psalmen mit dem Inhalte derselben nicht in Verbindung stehen, und man sieht sich zu dem Urtheile gezwungen, daß diese Ueberschriften andere, und zwar viel spätere Verfasser haben, ja daß sie wabrscheinlich von den Sammlern nach ihrer eigenen Ansicht und Muthmaßung, ohne sichere Tradition oder Kunde, vorgesetzt worden, sind. So bat z. B. der 30. Psalm gar keine Beziehung auf eine Einweihung eines Hauses. Aden Esra's Vermuthung, daß es auf Davids Cedernpallast sich beziehe, hat keinen Grund. Es ist vielmehr weit eher anzunehmen, daß dieser Psalm, dessen Inhalt recht wohl zur Geschickte des Juda Makkadi paßte (Maccab. I. 4.) bei Einweihung des vom Götzendienst gereinigten Tempels gesungen ward, daß man diesen Gesang daher als Einweibungsgesang bezeichnete, man seitdem jene Ueberschrift immer davor schrieb. — Eden so wenig kann der Inhalt des Ps. 02 eigends für den S a b b a t h gedichtet sein, da vielmehr gerade die Pflicht, Gott alltäglich zu preisen, darin besungen wird. Der erste Vers scheint einem Zufalle seine Entstehung zu verdanken, indem dieser Psalm einmal zu irgend einer bestimmten Feierlichkeit gewählt ward, und darum die Ueberschrift erhielt, welche nachher stehen blieb. Der Vorgesetzte bestimmte Artikel bestätigt diese Vermuthung.**) — Im Ps. 51 wußten die Commentatoren keinen andern. Ausweg, als daß sie die Schlußoerse für einen spätern, zur Zeit der Gefangenschaft gemachten Zusatz erklärten, weil er zu dem ersten Vers nicht stimme. Sie hätten umgekehrt den ganzen Psalm der Zeit des Eriles zugeschrieben, und den ersten Vers als nachgetragene Ueberschrift für unächt erklären sollen, denn ohne die letzten Verse fehlt ihm der Schluß, und zudem beutet der ganze Inhalt auf späte Abfassung. — Aus diesen und ähnlichen Wahrnehmungen geht hervor, daß man bei Erklärung der Psalmen — wie Hitzig in seinem trefflichen Commentare gethan hat — nur den Inhalt selbst, nicht aber die Ueberschriften, zu beachten habe. Nachdem wir dieses Resultat gefunden haben, wollen wir auch den Sinn der andern, häufig an der Spitze der Psalmen stehenden Wörter irknü bv. u. f., w. untersuchen^ Die Commentatoren halten sie für Namen musikalischer Instrumente. Dazu ist aber kein Grund vorhanden,, vielmehr erheben sich, dagegen, starke Zweifel.. *) Dies Stück ist ein Fragment aus einer größern Arbeit,, welche nächstens in hebräischer Sprache erscheinen wird. Herr Löwen Ke in hieselbst,. welchem der Verfasser es in einem Briefe hebräisch mikgelbeilt, hat es uns überwiesen und wir geben daraus mit Genehmigung deS Herrn Verfs. einen genügenden Auszug. D. H. **) Das wäre noch zu bezweifeln.. Der Artikel paßt sehr gut für den. Sabbalhtag im Allgemeinen.. I..

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