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Israelitische Annalen · 1839-01-25 · Heft 4 (25.1.1839) · p. Seite 31

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 4 (25.1.1839)
Date
1839-01-25
Page
Seite 31 (sequence 7)
Language
German
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31 4. HTlD/tf CTK& pJQD^K TCDD/ Erklärungen der 70 in der Bibel nur ein mal vorkommenden Wörter-Handschrift daselbst (573) hinter Juda den Karisch Schreiben an die Juden von Fez über das Targum. Dies Werk wird von Abuwalid Merwan ibn-Giannah dessen Grammatik von Juda b. Tibbon, unter dem Namen fiapVl 'D hebräisch übersetzt ist, Handschrift in Paris. Bibl. Royale, No. 473 angeführt. (Der Verfasser war aus Cordova und Arzt in Saragossa. Er hat 7 Werke über hebräische Sprache geschrieben. Sie heißen: 1. pnbnDQ^N* 2K1TD (hedr. n^m'D) Kritik gegen Abu Sacharia Jahija den Daud (Chiug) über die ruhenden und doppelten Buchstaben. 2. Zur Widerlegung des Rabbi Samuel Hannagid, welcher Chiug vertheidigte, (Jlö^nn D) Bejchämung oder Abfertigung. Zu demselben Streite gehören: (NI^NND) Ermahnungsschreiben; 4. VriDnbNI 'D (DTlpiVD Wn9 Annährung und Ausgleichung; 5. flVßr&N a&tfD CnKWPin 'D) Beilegung. 6. (Buch des Blumenbeetes). Eine größere hebräische Grammatik, s. ob. 7. Wurzelbuch, oder hedr. arab. Wörterbuch, welches zu Orford liegt. — Derselbe Verf. wird auch von Arabern als guter Arzt gepriesen, als welcher er eine medizinische Schrift verfaßte. — In einer Glosse zu einer meä. 8r»6v. XIH. geschriebenen Handschrift des des Maimonides fand Munk eine Bemerkung, wonach sowohl Abuwalid als Saadjah gegen die Ewigkeit der Materie sich erklärt haben.) Don dem No. 4 ist noch zu unterscheiden HfcSTD Buch der Sprache, welches eine Sammlung von Sprach- Abhandlungen enthalten zu haben scheint, und welches Saadjah selbst anführt. 5. 2N‘rp (Bodl.) Buch der Schöpfung oder der Urwelt; eme Uebersetzung des Buchs n*Y’Sj'> mit doppeltem Commentar, einem für die Wörter und einem für den Sinn der Wissenschaft. — Der zu Mantua 1562 erschienene dem Saadjah zugeschriebene Commentar zum Buche Jezira ist ein unterschobenes, elendes Machwerk, das sich selbst verräth. 6) n sntd (roy ini maiöNro zuerst Cop. 15ii2, Amst. 1563, Berlin 1789, hebräisch von Juda den Tibbon. In diesem Werke sucht Saadjah die jüdische Lehre mit der Philosophie zu vereinigen; alles in arabisch-scholastischer Weise der Motacallemin (von Wort), welche besonders bei Caraiten und einigen Geonim beliebt war. Die Uebersetzung ist gut, und verfällt nicht in den Fehler der ängstlichen Worttreue, welche an seinem Sohn Samuel getadelt wird. Was die persischen Uebersetzungen der Bibel anbelangt, so sind sie die einzigen Reste literarischer Arbeiten der persischen Juden. Diese findet man nur in der königl. Bibl. zu Paris. Alte persische Uebers. erwähnt bereits Thcodoretim V. 8»eo. und Maimon. im rfilK- Die hier in Rede stehenden sind aber alle neupersisch. Eine Uebersetzung des Pentateuchs in der Waltonschen Polyglotte rv ist von R. Jakob Tusi, dessen Zeitalter, wie Hr. Munk bemerkt, aus seinem Gemisch mit Arabischem am besten hervorgeht. M. hält ihn für einen Zeitgenossen der constantinopolitanischen Polyglotte, welche 1546 erschien, und zu welcher, der Ueberschrift nach, der Verfasser die Uebersetzung eigends bearbeitet habe. Sie ist so wörtlich, daß sie nicht verständlich ist. Alle andern Uebersetzungen findet M. jünger als 1250. — So viel zur Berichtigung so mancher Irrungen in der Literaturgeschichte. — Wir verweisen diejenigen, welche über Einzelheiten genauer unterrichtet sein wollen, auf Herrn MunkS Abhandlung selbst. _•_ Literarische Anzeige. Historisches Wörterbuch der Jüdischen Schriftsteller und 'hrer Werke, von G. B. de Rosst, aus dem Italienischen übersetzt von vr. C. H. Hamberger. Leipzig bei L. Fort. 1839. XVI. 336. gr. 8. (splendid gedruckt. Pr. 2 Rthlr.) Ueber die Wichtigkeit des 1802 erschienenen Originals kann nur eine Stimme sein. Vielen Bibliographen und Freunden dieser Literatur erscheint demnach die gegenwärtige Uebersetzung gewiß um so willkommener, als die Urschrift wohl nicht leicht mehr zu haben sein dürfte. Wir haben diese mit der vorliegenden Uebertragung an sehr vielen Stellen verglichen, und letztere größtenlheils vortrefflich befunden. Das Verdienst des Uebersetzers beschränkt sich aber keinesweges darauf, sondern erstlich sah er sich, wie es die italienische Corruption der Eigennamen schon mit sich bringt, genöthigt, die ganze Reihenfolge umzuschaffen; zweitens gab ihm natürlich diese Arbeit Veranlassung, öfters auf die seit 1802 gethanen Fortschritte in der Literatur zu verweisen. In beiden Beziehungen ist das Werk sehr lehrreich und wir glauben, daß es eine recht gute, wohlverdiente Aufnahme finden werde, die den Verfasser zu gediegenen Originalleistungen aufmuntern mögen. Wir wollen jedoch (und glauben dadurch nur einen recht deutlichen Beweis unsrer Achtung für den Herrn Verfasser so wie für die Benutzer seines Werkes darzuthun), auch nicht verhehlen, was wir an demselben wünschenswerthes oder mangelhaftes wahrnehmen. Betreffend die Anordnung des Materials hat Herr Hamb, einen eigenthümlichen Weg eingeschlagen, der vielleicht in manchen Hinsichten nicht ganz zu billigen sein möchte. Es ist nämlich, so oft sich's thun ließ, der gewöhnliche Name des Schriftstellers zum Vornamen heruntergesetzt, und dafür der Geburtsort, oder sonst eine bei den Juden eigene Beifügung zum Hauptnamen erhoben. Das kann aber nur Verwirrung bringen. Niemand wird unter Regensburg den Petachja, unter Prag einen Joseph B. Jsachar oder unter Premslau mehrere suchen, welche hier Rabbinen waren; niemand unter Cohen die hier unter dieser Rubrik angeführten, zumal tausend andere ebenfalls Cohen heißen, und wieder unter andere Buchstaben gebracht sind.

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