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Das Zelt · 1924-05-01 · Heft 5 (Mai 1924) · p. Seite 186

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Journal
Das Zelt
Volume
1 (1924)
Issue
Heft 5 (Mai 1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 186 (sequence 41)
Language
German
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BUCH, KUNST UND KÜNSTLER IV. AKT BUCH, KUNST UND KÜNSTLER 'Az/z Dornet, in Kairo 1890 geboren, wurde im Schnellerschen christlichen Waisenhaus in Jerusalem erzogen, studierte erst in München, später bei Vambery, Mahler und Goldziher. Er schrieb eine Reihe von Theaterstücken und kleinen Skizzen aus dem arabischen Leben. Er lebt gegenwärtig in Haifa. — Wir sind uns der literarischen Schwächen des in diesem Hefte gebrachten Theaterstückes »Trumpeldor« durchaus bewußt. Die Gesinnung aber, die es schrieb, läßt in einer Zeit, da maßlose Verhetzung des arabischen Volkes gegen das Judentum Palästinas an der Tagesordnung ist, diese Arbeit interessant genug erscheinen, um die Veröffent^ lichung zu wagen. Manfred Sturmann, ein junger, in München lebender Dichter und Übersetzer, ist ein Talent von starker Formsicherheit und großem Sprachgefühl. Auf sein Werk »Althebräische Lyrik« wurde im Aprilheft des »Zelt« hingewiesen. Ernst Weiß entstammt dem mährischen Judentum,- ursprünglich Arzt, ist er gegenwärtig einer der gelesensten Romanciers Deutschlands. Aus der großen Zahl seiner Werke seien angeführt: »Galeere«, »Mensch gegen Mensch«, »Tanja«, »Tiere in Ketten« <beinahe alles im E. Rowohlt^Verlag, Berlin.) Samuef Rappaport, ein dem ostjüdischen Milieu entstammender Autor, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das religiöse Leben der Ostjuden in einzelnen Monographien festzuhalten. Eine große Anzahl solcher Aufsätze findet sich in der von Martin Buber heraus^ gegebenen Zeitschrift »Der Jude«. Sie bilden in ihrer Gänze einen sehr wichtigen Beitrag zur Geschichtsschreibung dieses, das Judentum am innigsten konservierenden Teiles des jüdischen Volkes. Edmond 7feg ist im Jahre 1874 in Genf geboren. Er machte seine Studien in Genf und Paris und wird 1900 agrege de l'universite. Er arbeitet an zahlreichen Zeitschriften und Zeitungen und wird als Dramatiker bekannt. 1914 rückt er freiwillig ein und wird mit dem Croix de guerre und der Legion d'honneur ausgezeichnet. Sein Stück »La Bete« führt Antoine auf. Ernest Bloch vertont eine von Fleg nach Shakespeare geschriebene Oper »Macbeth«. Seine Gedichte »Ecoute, Israel« verlegt Cres, nachdem vorher schon ein Teil aus ihnen in den katholischen Cahiers de la Quinzaine von Charles Peguy veröffentlicht worden war. Sein Gedichtband »Le Mur des Pleurs« <Die Klagemauer) ist vergriffen. 1919 erscheint bei Kundig in Genf Flegs Gedichtband »Psalm vom verheißenen Land« <Le Psaume de la Terre promise), 1923 endlich das wichtigste Werk des Autors: die Anthologie Juive in zwei Bänden, eine hervorragende Auswahl hebräischen, beziehungsweise jüdischen Schrift» tums von den Uranfängen bis zur neuesten Zeit, gegliedert bis zum Mittelalter und von da an. Das in diesem Hefte veröffentlichte Gedicht »Die Vision Abrahams« ist dem Bande »Ecoute, Israel« entnommen. Im vorigen Heft veröffentlichte »Das Zelt« Flegs Bildnis nach einer Büste der Plastikerin Chana Orlowa. 186

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