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Das Zelt · 1924-05-01 · Heft 5 (Mai 1924) · p. Seite 155

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Zelt
Volume
1 (1924)
Issue
Heft 5 (Mai 1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 155 (sequence 10)
Language
German
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H. HAyDEN MUTTER UND KIND HENRI HAy DEN VON JOSEF KALMER Wie oft mußten Künstler, die von guten Eltern etwas gelernt hatten, sich den Vorwurf gefallen lassen, sie seien unselbständig und ohne die von älteren Meistern bezogenen Qualitäten belanglos! Es war ein Vorwurf, der zu Beginn des Zerfalles bürgerlicher Kunst in Mode kam, zu einer Zeit, da das Neue um jeden Preis gesucht wurde und man durch Opposition gegen die Akademien — die ja wirklich zu viel über einen Leisten gespannt hatten und noch spannen — schon originell zu sein und etwas geschaffen zu haben glaubte. Dieser Vorwurf ist dem Maler Hayden, von dem ich hier sprechen will, nicht erspart geblieben. Ein kurzsichtiger Kritiker wie Gustave Coquiot (der nichtsdestoweniger der beste Kenner des Toulouse-Lautrec ist) hat Hayden den Vorwurf gemacht, er habe zu viele Ahnen und hat unter diesen Gauguin, Cezanne und Derain genannt. 155

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