Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1857)
- Date
- 1857-12-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. 378 «ingeführt wurden. Nichtsdestoweniger versorgt Mähren zumeist die andern Kronlander mit Rabbinen. Lehrer» ic. Was könnte dieses Ländchen leiste, wenn geregelte Schnlen vorhanden wären! Von und über Galjzien habe ich Ihnen gar nichts zu berichten. Es ist, als wenn da die Welt mit Brettern vernagelt wäre- Ich komme zuletzt auf Wien. Es gilbt jetzt eigentlich in Nieder- Oesterrelch noch andere jüdische Gemeinden, wie Krems. St. P ölte„, aber was soll man von den unbedeutenden nüttheilen? Die Wmin Ae-- meinde befindet sich in dem Momente ebenfalls teilweise in: Provisorium. Wie aus den Journalen zu entnehmen ist, findet eine Wahl statt, um einige vacante Stellen im Vorstande zu besetzen. Es ist keine Frage, daß diese Gemeinde, so viel Großes und Edles sie auch leistet, noch nicht den Höhrpunkt erreicht hat. Es gibt da noch viele Schätze zu heben, viele Quellen zu öffnen. In Jellineck ist ein neuer tüchtiger Mitarbeiter am Weinberge des Herrn gefunden worden. Bezüglich der Wolthätigkeit spielen die Frauen in Wien eine große Nolle. Doch vielleicht gestatten Sic mir einmal besonders auf dieses Capitel zurückzukommen. Die Handelsacademie wird im Jahre 1853 eröffnet. ES ist bisher noch nichts über die Besetzung der Lehreriiellen bekannt; doch waltet kein Zweifel ob, daß auch Juden unter den neuen Lehrern sein werden, da so viele tüchtige jüdisch« Kräfte sich in der Conxurrenz befinden. Aus der Schweiz, (Endinge n, Dezemb. 18S7). Ich sende Ew. Ehtw. über den schweizerisch-amerikanische» SlaatSvertrag einen Aufsatz, welchen ich in dem zu Biel erscheinenden „Schweizer Handels-Courier" habe einrücken lassen. Ich glaube, daß derselbe unsre auswärtigen und namentlich unsre amerikanischen GlaubeuSbmder über die schweizerischen Verfassungsverhältnisse orientiren wird und ihnen anch Material an die Hand geben werde, etwaigen Einwendungen, die aus der Bundesverfassung hergeholt sein möchten, an entscheidender Stelle wirksam zu begegnen. W ist mir sehr wahrscheinlich, daß der Bundeörath nur im Glauben, die Bundesverfassung lasse eS nicht anders zu, jene, die Israeliten ansschließende Clause!, dem Vertrage beigefügt. Denn Engherzigkeit hat derselbe noch nie gezeiat. Ich habe diesen Aufsatz in einem Ton abgefaßt, welcher selbst die Vorurtheile Hegenden zu gewinnen geeignet sein könnte. Ursprünglich war derselbe für den in Aarau unter Redaktion deö Landammann Keller erscheinenden lib«, raten .,Schweizcrboten" bestimmt. Da derselbe jedoch ihn erst gestern ver. öffentlich^ habe ich ihn an den „Schweizer Hanvels-Courier" gesendet, glaubend, daß jenes Blatt ihn nicht aufnehmen wolle. CS möchte die Veröffentlichung dieses Aufsatzes in dem jetzigen Augenblick auch dcßhalb von Wichtigkeit sein, weil eben jetzt die belgische Negierung beim Vmidesrarl, den Abschluß eines Niederlaffungsveriragö angeregt hat. und der Bundesrat!) nur noch die Bedingung der Gewährung vv» Zollbegünstigungen daran geknüpft, die er auch bei der in Belgien vorgehenden Agitation für Hau.