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Der israelitische Volkslehrer · 1857-12-01 · Heft 12 (Dezember 1857) · page 8

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 12 (Dezember 1857)
Date
1857-12-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Z54 Zur Beschneidungsfrage.. Auch das also steht fest! Und der betreffende Knabe ist nicht blos Jude in der Theorie, sondern muß auch in der PrariS als Jude, als Religionsgenoß - und Gemeindeattgehöriger betrachtet und behandelt werden, 72*? (in jeder Beziehung). . i! Wie aber, wenn er herangewachsen? verlaßt uns vielleicht hier der „Coder des jüdischen Ritus?" 'M'^ "ISO ''N^ (wir sollen, uns in unseren Schriften umsehen!) Der Talmünd unterscheidet bei einem, dem Gesetze Abfälligen (Nuinsr) zwischen dem, auf Zerstörung des Gesetzes absichtlich Ausgehenden (^VIN^) und dem aus Schwäche, Sinnlichkeit, Vergnügungssucht Fehlenden (^''NÄ. Er erklärt den Erstem, auch bei dem widersetzlichen Bestreben gegen nur ein Neligionsgesetz als abgefallen vom ganzen Gesetze») (T^O 7N1NN den Letzteren aber nur für abtrünnig von dem betreffenden Gesetze, welches er verletzt i^-l^)- Jedoch nimmt er zwei"- wohlgemerkt, nicht mehr als zw e i! — Dinge aus, in Betreff deren er den Abtrünnigen auch von jedem einzelnen derselben für abtrünnig vom ganzen Gesetze erklärt, nämlich: Götz on'dienst und öffentliche Sabathentweibung ^O^M Die Äefchneidung gehört nicht zu den Ausnahmen, sondern zu der Regel, daß nämlich der sie Unterlassende nur als.ein .Mumar" für ein einzelnes Gesetz, nicht als ein solcher für die ganze?sr-a erklärt wird. Dieses aber ist. nicht blos eine Folgerung aus dem Umstände, da.ß der Talmud nur Götzendienst und öffentliche Sabbathentheiligung nennt, welche.er, selbst wenn sie (aus Schwäche) nicht V^2N*? (zum Trotze) für einen Abfall vom ganzen Gesetze erklärt wobei man sagen könnte, die Beschneidung verstünde sich von selbst, daß ihre Unterlassung als ein vollständiger Abfall vom ganzen Gesetze erscheine, weil sie das manifestirende Zeichen des Bundes sei —nein, der Fall Aber daraus erwächst noch nicht die Verpflichtung, welche ein bekanntes eiferndes und geiferndes orthodoxes Organ oiitnren will^ ihn ans der Gemeinde auszuschließen. Derselbe Talmud, der obigen Ausspruch thul, sagt «uf demselben Blatte: NII^N ^2 NND ^2 wer dem Götzendienste aösagt, ist zu erachten, als bekenne er sich zum ganzen Gesetze!" — Ja, als vre Israeliten dem G öchen dienste verfiele», Moses wollte sie nicht aus der GotteöMemeinschaft ansgeschlossen und dafür sein Leviten häufle in allein als L,äon^i^ bezeichnet wissen! - Aber eö war Moses — und die da rufen: „ausschließen^ ausschließen!" haben keine Faser von dem edlen Wesen des treuesten aller Hirten!. — Doch darüber ausführlich ein andennal! — i

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