Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 11 (November 1857)
- Date
- 1857-11-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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SZ8 Schulnachrichten. Sie sehen hierauf daß/ Gottlob,' die sämmtlicbctt Lehrer aus hiesiger Gegend, die ich kenne, und die auf Tüchtigkeit Anspruch machen dürfen, in ziemlich guten Verhältnissen leben. und sich im Ganzen über ihre Stellungen nicht beklagen können. Allemit Ausnahme des Letzteren ^- sind definitiv oder doch als Elementarschulvicare vom Staate angestellt, was beinahe ebenso gut wie ein Definitivum ist. Alle stehen mit ihren Gemeinden, soviel mir bekannt, im besten Einvernehmen, und Gemeinden, Lehrer und Schule befinden sich wohl dabei. Es läßt sich hieraus entnehmen, daß so wie. überhaupt die meisten Menschen, so insbesondere die Lehrer selbst ihres Glückes Meister sind. Bestrebt sich der-israelitische Lehrer, etwas Tüchtiges zu leisten, und sich bei seiner Gemeinde in Achtung zu setzen, so wird^ auch seine Stellung, wenn auch gerade nicht glänzend, doch immer eine angenehme werden. > Erlauben Sie mir beigehend-hier noch die Bemerkung, daß in den meisten dieser Gemeinden wohlgeordneter Choralgesang beim Gottesdienste eingeführt ist^ daß überall ein guter Geist für.Hebung und Vereolung des Gottesdienstes herrscht. — In Oder nh e im ist derselbe im Kleinenganz dem tu Ihrer Synagoge nachgeahmt, und bestrebt sich der dortige Lehrer, das Predigtamt in den Bereich seines Berufes zu ziehen. Haben einmal die Lehrer den Willen, auch in dieser Beziehung etwas Tüchtiges zu leisten, begründen sie in ihren Gemeinden die Ueberznigung, daß die Predigt ein integrirender Theil des israelitischen Gottesdienstes sein muß, dann haben ste zugleich in bedeutsamster Weise für ihre Besserstellung selbst gesorgt. - - - K. 3. Aus der bayrischen NheinPfalz. (Corresp.) Auch bei uns wird der Mangel, an zeitgemäß gebildeten israelitischen Lehrern immer fühlbarer. Das abgelaufene Schuljahr läßt uns unter den vielen Seminarzöglingen 'auch nicht Einen Israeliten finden; zur Aufnahme für das kommen.de Jahr hat sich nur Ein israelitischer Präparand angemeldet und in der langen Reihe der Lehramts-Candihateiy die im vorigen Monate das Concurs-Eramen erstanden hatien, finden wir auch nur Einen Israeliten, aus Fürth, im ienseittgen Bayern. Wenn der Pfälzer Israelite den - ihm allgemein zugesprochenen praktischen Sinn in Wahrheit besitzt, l so kann es außer Zweifel liegen, daß der jüdische Lehrerberuf gewiß zu den unlohnmdste»