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Der israelitische Volkslehrer · 1857-10-01 · Heft 10 (Oktober 1857) · page 29

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 10 (Oktober 1857)
Date
1857-10-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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Die Vollkommenheit der Welt (Am ersten Tage des Hülteufestesl. 87 Mit dem Menschen bekam die irdische Schöpfung ihre Voll, eiidlma. durch ihn wurde sie erst vollkommen. Wie aber? fragen wir; vollkommen durch den Menschen? vollkommen durch ein Geschöpf, das voll Mängel und Unvollkoiniuenheiten iß? daS bald mit seinem Geiste in alle Höhen des Himmels sich aufschwingt, bald in alle Tiefen der thicrischen Natur und Unnatur sich verliert? Und doch, m. Z., ist das gerade das Eigenthiwliche am Menschen, daß er mit dem Leibe in der Sinnlichkeit wurzelt, mit seinem Geiste in das verdeckte Reich des Ueberslnnlichen hineinragt; wie unsere Weisen sagen: nachdem Gott am ersten Tage geschaffen das Licht, das Himmel und Erde in die Sichtbarkeit stellt — ordnete er am zweiten Tage das blaue Himmelsgewölbe in der Höhe, am dritten Tage die blühende Erde in der Tiefe, am vierten Tage Sonne, Mond und Sterne in der Höhe, am fünften Tage Gethier allerlei Art in der Tiefe, am sechsten Tage aber, da nahm er wieder Himmel und Erde zusammen und schuf den Menschen, ^INNNN O^^N?Q „ein Wesen, welches von den Höheren und Niederen sei, wie es heißt: „Und Gott, der Herr, bildete den Menschen aus Staub von der Erde und hauchte ihm eine lebendige Seele ein. Und klar wie der Himmel ruht über der Erde muß des Menschen Geist walten über seiner irdischen Natur, dann ist er nach Gottes Plan, dann ist durch ihn gekrönt die Welt. Thut aber nicht also der Mensch, so schändet er den Tag seiner Geburt, dann war dieser nicht würdig genannt zu werden „der sechste Tag," der ausgezeichnete Tag, denn der Mensch blieb zurück hinter der Auszeichnung, die dieses Wort ihui beilegt. Darum sagen unsere „ Weisen bei dem Worte 'VVN „der sechste Tag" —'n^l2 NWPV OZ) N"2PN 'WN: Der Heilige, gelobt sei Er, habe an die Schöpfungswerke die Bedingung gestellt, daß nur wenn sein heiliges Wort auf Erden befolgt würde, sie Bestand haben, wenn aber nicht, spricht er, INN^? V2Ntt „dann werde ich euch wieder zu ^vlm ^svoku machen." — Denn nur dann ist die Welt ganz gut, wenn der Mensch ganz gut ist. Im Guten aber erhält sich die Menschheit nur, wenn sie das heilige Gotteswort als den Spiegel ihrer Pflicht in Ehren W. — Und sehet, das wieder will das Freuvenfest uns lehren. Es lenke den Blick des Menschen hinaus in die Natur. Bemerkt nun der Mensch in der Natur so viel Weisheit, so viel

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