Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1857)
- Date
- 1857-10-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3129675-3129778-3129789--2183-3133155- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die jüdische Gemeinde in Paris. 297 entweder schon veröffentlicht oder zum Drucke bereit. Die von den vermöglichen Mitgliedern subscribirten Eremplare werden unentgeltlich unter die armen Classen vertheilt oder zum Kostenpreise überlassen. Ganz Frankreich zählt kaum 100,000 Israeliten; es ist also schwierig, das Institut sehr fruchtbringend zu machen^ sein Hauptzweck ist die Verbrettung guter Volksschriften, die es zugleich unterstützt und empfiehlt. — Für den materiellen Nutzen der hilfsbedürftigen Bevölkerung besteht ein Foyer in der Nähe der Schulen, wohin die Eltern täglich ihre Kinder führen müssen, in dem jeder sich ein vollständiges Mahl, ebenso wohlbereitet und schmackhaft, wie in den besten bürgerlichen Familien, pr. Portion 10 Centimes Festtage und Pefach mitbcgriffen, an denen das Mahl noch einen besondern Charakter hat — erkaufen kann; außerdem werden eine große Zahl Karten in den Schuten und verschiedenen andern Kreisen unentgeltlich vertheilt, so daß also die Pariser Gemeinde mit Bestimmtheit sagen kann, in Paris sterbe nur Der durch Hunger, der diesen, Tod vorzieht, und Gott sei Dank, wir hatten bis jetzt keinen ähnlichen zu beklagen- Für Wöchnerinnen besteht eine Nothschild'sche Stiftung, von der eine jede Wöchnerin nebst einer Geldunterstützung von 15—20 Franken, nach der Jahreszeit die vollständige Wäsche für sich und das Kind erhält. Eine ähnliche Stiftung von derselben groß? müthigen Familie zahlt die Miethen für arme Leute. Am Pefachfeste erhält, wer immer es nur verlangt, die nochigen Matzoth, sowie Gefangene und Soldaten die vollständige Kost; diese Ausgabe allein beträgt über 12,000 Franken; bei alledem ist nichts besteuert, weder Fleisch noch irgend ein anderer Artikel, der einer besondern religiösen Aufsicht benöthigt. Nur freiwillige Gaben liefern dem C»rnit6 eine Summe von 130,000 bis 140,000 Franken, außer-einer Summe von 80,000 bis 90,000 Franken für Spital und Versorgungshaus, welches durchschnittlich, an 700 Kranken jährlich, mit Gottes Hilfe größtenteils geheilt, entläßt, und 40 alten Leuten alle Bequemlichkeiten des Lebens während der letzten Jahre des irdischen Aufenthaltes gewährt. BethauS und Bibliothek. Garten und Laubhütte, stehen zu ihrer Verfügung nebst einem kleinem Taschengelde, damit nichts zu wünschen übrig