Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1857)
- Date
- 1857-10-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Merkwürdiger Fall in Betreff einer Ehescheidung. 293 ZM ihn ausgeliefert habe) sogar die Auslieferung könne durch tiiien Mcht-Zudcn im Nvthfall geschehen, nur dürfe eS kein Götzendiener sein. Christen seien aber, nach der Ansicht aller Münschen Autoritäten keine Götzendiener. Im vorliegenden Falle Me es nicht einmal der Zeugen bedurft, und das Aeugniß des sei. Oberrabbiners hätte genügt, um den Scheidebrie'f rechsgülttg zu machen. Herr Jolowicz unterstützt seine Entscheidung, welcher auch andere Rabbinen beigetreten sind, mit allen einschlägigen Belegen. Das (Autachten trägt das Datum, Montag 27. Cheschwan 5614(1853). Erstaunen wird mit uns jeder Leser über die Zulassung einer solchen Bigamie! I. M. Iost. Dr. SÄ. Die Jüdische Gemeinde in Paris. von vr. Albert Mohn. (Aus dem Wiener Iahrbnche.) Wir hoffen uns den Dank unserer Leser zu verdienen, wenn ivir obigen Aufsatz, der ans wenigen Blättern so viel des Trefflichen und Anregenden darbietet, ihnen vorführen. Es ist erstaunenswert!), wie viel eine Gemeinde, welcher das zusammenhaltende And einer alten „Kehilla" fehlt und der JndtfferentiSmus der Ntuzeit entgegensteht, dennoch auf dem Gebiete konfessioneller Wvhlthätigkelt,, und durch diese für die Aufrechttrhaltung der Cvnftssion selbst zu leisten vermögend ist. Wir dürfen dabei noch m Moitient hinzufügen, dessen der Verfasser ans Bescheidenheit nicht erwähnt hat, nämlich daß ein großer Theil dieser so erfreulichen Erscheinungen Hrn. Albert Kohn selbst zuzuschreiben sei, Mcher mit dem Beispiele einer seltenen Aufopferungsfähigkeit und der rühmlichsten Hingebung für Juden und Judenthum vorchrht, was der Leser anch aus folgendem Aufsatze herausfühlen M. — Hr. K o h n schreibt - „Nicht von dem früheren Aufenthalte unserer Glaubensgenossen in Frankreichs Hauptstadt und deren wechselvollen Schicksale unter den verschiedenen Königen will ich diesmal die geehrttn Leser des Jahrbuches in Kenntniß setzen, fondern von dem Mähligen Bilden der aus allen Ländern hier zusammengetroffenen Juden zu einem gemeinschaftlichen Körper. Ganz eigenthümlich ist die Gestaltung dieser Gemeinde, obgleich selbst dieser Name