Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9 (September 1857)
- Date
- 1857-09-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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80 Die werdende Schöpfung. keit beginnt hin reden und setzt sich fort auf höherer Stufe des Daseins. Himmel und Erde, die beide Gott geschaffen, sind ihm keine Gegensätze. Trägt er ja den Himmel in sich selbst! - Also versöhnen sich heute Himmel und Erde. Tod und Leben. Gegenwart und Zukunft, das Heute mit dem Morgen. — 3. Und auch die Menschheit, und auch Israel hat eine Zukunft. Und blicken wir auf das vergangene Jahr mit Schmerz, ''N'l. weil es wieder ward Abend, so verzweifeln wir deßhalb nicht am Fortschritte des Menschengeschlechts, es kommt schon eine bessere Zeit, da heißt es-. '."^. es ward wieder Morgen, und die dunkele Gegenwart und die lichtere Zukunft, sie sind: llltt VI' Ein Tag, Ein großer Tag der Erlösung und Neugestaltung der Welt. Und auch Israel hat noch eine Zukunft. Za, an diesem Tage frischer Glaubensfreude und erneuerter Begeisterung für das Judenthum fühlen wir's: noch ist unsere Aufgabe nicht vollendet, noch lebt Kraft in uns und heiliger Muth, das Banner voranzmragen im Kampfe für die religiöse Wahrheit. Und ist auch die Gegenwart Israels umdlistert durch Streit und Hader und Haß und Parteisucht: lasset uns am Tage der Versöhnung doch einen Blick der Hoffnung senden in die Zukunft, daß es besser werde. Und das Won „Zukunft" erinnert mich an die Träger der Zukunft, das sind unsere geliebten Kinder. Und um dieser willen — wer will Das leugnen? — ist es nöthig. daß die Religion, daß bcsonderS ihr wichtigster Theit, die öffentliche.Gottesverehruug. für die Jugend und für die, welche sie zum Gotteshaus führen sollen, für unsere Frauen umgestaltet, besser gestaltet werde. O welch ein Unrecht von denjenigen unserer Brüder, die um das Morgen sich nicht kümmern, die da sprechen, nach uns komme die Fluth, 'V'H 'N' ^! Die in ihrem Eigensinn lieber in die Gemeinde einen unverbesserlichen Riß kommen lassen, als daß sie Etwas nachgeben, als daß sie der Zukunft Rechnung trügen, wie wir stets gerne bei der Einrichtung unseres Gottesdienstes Nech-