Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9 (September 1857)
- Date
- 1857-09-01
- Page
- – (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3129675-3129778-3129788--2166-3133137- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die Versöhnung der Gegensätze. (Bers.-Tcig-Schlußabtnd.) 77 Ctne Menschheit, von welcher Israel ein Theil ist, der dem Ganzen dient, aber seine Anerkennung vom Ganzen in Anspruch nimmt. Wir haben Sinn für die Arbeiten auch der Heid, nlschm Wölker und für Das, was andere Religionen, die auö der Quelle des Iuventhums geschöpft, zur Erquickung der Menschheit geleistet haben. Die Geschichte Israels und der Mensckheil bilden uns ein Ganzes sie sind' NH5t Ein Tag. — .Und als Israel selbst seiner hohen Bestimmung untreu wurde, da brach finstere Nacht herein, und alle Schauer des Unglücks lagerten sich auf unsere armen Gemeinden; 21)) 'N'l da ward es Abend, doppelt Nacht; auch das Zudenthum, das Licht der Welt, verfinsterte sich. Unzählige Mißbrauche verdnnkel« ttn die göttliche Flamme, und in der Formen Umhüllung tief verpuppt lag der Geist. Da fügte ver Herr des Himmels eine bessere Zeit, 1s)2 'N^l uud es ward Morgen. Der Morgen für die Freiheit brach an und verscheuchte viele Vvrnrtheile gegen uns in der Mitte unserer.Mitmenschen; der Morgen für die Geister brach an und verscheuchte viele Vorurtheile in unserer eigenen Mitte. Wollt ihr sie vergessen, Israeliten, die Nacht des Unglücks? Illtt 21' ,1P2 ^'1 '21)) „und es ward Abend, und es ward Mvrgen, Ein Tag"; beide sind von Gott gefügt, uns im-Glauben zu erhalten. Und wollt ihr undankbar vergessen, was unsere Alten für den Glauben geduldet haben? wie bei aller Befangenheit sie eine himmlische Gluth durchdrang für das Heiligthum Israels? Hattet ihr euch für besser als Jene, weil ße den alten Wein in vielen, vielen Umhüllungen aufbewahrten, wahrend ihr alle Hüllen zerreißet, daß der edle Wem in den Sand rinnet? Nein, Israeliten! Gestern und Heute. Vergangenheit und Gegenwart, alte und neue Zeit, Abend und Morgen, sie müssen sich versöhnen in uns zu Einem Tage. Und Gottlob! noch leuchtet er hell in Israel, der Glaube an den einen und einzigen Gott; noch haben verführerische Gesellschaften, lockende Vereine, ja, selbst der lange lastende Druck Wenige der Wengen jenem Glauben entfremdet - ,1s?D 'Wl ,21)? ^1 „und es ward Abend, und es ward Morgen, Ein Tag." Die Leidensgeschichte Israels und die bessere Zeit seiner Beneiung, sie leuchten als Ein glorreicher Tag, durch die Anhänglichkeit für den Glauben der Väter. Und der heutige große Tag, er ist eö, der alljährlich unseren Herzen neue Kraft ein-