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Der israelitische Volkslehrer · 1857-09-01 · Heft 9 (September 1857) · page 42

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 9 (September 1857)
Date
1857-09-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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T ic werdn»re Schöpfung. Und als du ans der Jugend getreten warst, da tratest du cm in daS Land der Ehe, als Gatte, als Gattin. Und nun stellten sie sich ein die Sorgen dieses Lebens, IN)) 'N'N, und es ward Abend, dunkele Nacht ward es gar oft um dich her, und du sähest keinen Weg mehr, und ein Sturm erhob sich, und die Festen deines Glückes wankten. Du hieltst dich für verloren. Da tn deiner Noch schriest du empor zu Gott und er erhörte auS der Höhe deine Stimme, ^2 ^1 und eS ward Morgen um dich her; du blicktest wieder neu gekräftigt in die Zukunft. Und der heutige Tag läßt in seiner Reinbeit und Klarheit dir emen Ucberblick über deine Vergangenheit zu; du dankest Gott von Herzen für Beides, für Leid und Freude: du stehest, Glück und Unglück sind für den Frommen keine feindlichen Gegensätze, finden ihre Versöhnung in der göttlichen Fügung, welche durch beide vicb erziehen, dich bessern will, daß Nacht und Morgen tn deinem Leben sich verbrüdern und seien: Ein T a g. Also versöhnet der Ve rsö h n n n g srag das Gestern mit dein Heute, deine Vergangenheit mit der Gegenwart. 3. Und nun immer einen Schritt weiter, daß wir neue Ge> gensätze finden, die dcr heutige Tag meisterlich fugt in ein Gewebe voll Einheit und Harmonie. Wir verlassen den Standpunkt des Einzelnen; auf das große Ganze, in welches der Schöpfer des Weltalls uns als Tkeile gefugt, lenken wir den liebestrahlenden Blick. Auch die Menschheit, anch Israel hat ein Gestern und ein Hente, welche dieser Tag versöhnen will. Den.n siehe da, Finsterniß bedeckte die Erde und dunkel die Völker! 2^ Und es ward Abend in der Menschheit; die Vernunft verhüllte ihr Antlitz. Wahngebilde schreckten den Geist in der Stacht. Da erwählte Gott Jörne! zu seinem Dienste. 1^2 ^l. und es ward Morgen in der Welt, N"M->'^7^ Nttl' ..denn über dich hin strahlte der Herr. und seine Glorie ward offenbar über dir". Wollt ihr aber Israel losreißen von der Menschheit? einen unversöhnlichen Gegensatz aufstellen zwischen beiden? Nein, m. Fr.! Der Tag der Versöhnung ist angebrochen zwischen Israel und der Menschheit. Es gibt nicht eine Menschheit, die für gar nichts gilt, und ihr gegenüber ein Israel, das Alles tn Allem ist — oder umgekehrt ein Israel, das für nichts mehr gilt, und eine andere Glaubenslehre, die sich für Alles in Allem hält, sondern es gibt nur

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