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Der israelitische Volkslehrer · 1857-09-01 · Heft 9 (September 1857) · page 11

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 9 (September 1857)
Date
1857-09-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Rundschau. 233 mit den geistlichen Hirten und Lehrern in Amerika, wie hier angegeben wird, so müßte ans die unsichere und abhängige Siellung derselben der größte Thcil der gerügten Mißstände geschoben werden. Allem die Schilderung des Verfassers ist sicherlich übertrieben, wie denn derselbe selbst rücksichtlich der von ihm berichteten Tatsachen nicht ganz zuverlässig ist. So spricht er (S. 107) von einem Reverend, „der nun als Professor an einer jüdisch-thevtvgischen Fakultät eigener Schöpfung fungirt." Eine jüdisch-theologische Fakultät gibt es aber nicht in Amerika; sie war wohl projeknrt. ist jedoch nicht zu Stande gekommen. Folglich kann auch kein Reverend als Professor an derselben fungiren. Was der Verfasser im letzten Kapitel über den geheimen Orden L'mu L'ritk sagt, ist wohl nicht ohne Interesse, läßt aber keinen Auszug zu und muß in dem Büchlein selbst nachgelesen werden. Gutmann. ---«VLSHSZD-»"-- so. Rundschau. Frankfurt a. M., im Septemb. — Auf Gailbach den 28. v. M. war der Herauögever v. Bl. zu einer schönen Feier in die benachbarte Gemeinde Darmstadt eiugelaven, nämlich zur Abhaltung der Weihepredigt bei Gelegenheit der Einführung der Orgel in her neu hergerichteten Synagoge daselbst. ist dieses ein sehr freundliches, wenn auch etwas kleines Gotteshaus, welches durch den unermüdlichen Eifer der dortigen Vorsteher unerwartet schnell renovirt unv mit einer sehr wohlklingenden Orgel versehen wurde. Auch hier ist die Gemeinde, wie in Mannheim, mit Ausnahme einer kleinen Anzahl von lichtscheuen Leuten^ an denen es nirgends fehlt, die aber hier nicht einmal ein Minjan ausmachen, in erfreulicher Einheit verbunden, welche Harmonie in den Gemüt Hern mit den Harinonieen der Orgel in der Synagoge in schönem Einklänge steht. — Vo» Seiten der Behörde wurde der Einführung des neuen Tonwerkzeuges kein Hkttderniß in den Weg gestellt, nachdem der kluge Vorstand sich vorher mit Gutachten von drei Großh. Hess. Rabbinern, nämlich der Herren Vrr. Aubvon Mainz, Formstecher von Offenbach und Levi von Gießen, versehen Hütte, welche sammttich sich für die Zulässigkeir n»d Zweckmäßigkeit der Orgel in der Synagoge aussprachen, — Den Chor fanden wir sehr gut, in manchen Piecen ausgezeichnet; derselbe besitzt an dem begabten Herrn Herz einen trefflichen Führer. Auch der jugendliche Cantor gibt sich Mühe, in die neue Ordnung sich einzuleben und verspricht, da ihm die erwünschten Gesangsmittel zu Gebote stehen, in seinem Amte tüchtig'zu werden — Der jetzige Nabbinatöverweser. Herr Lehrer Mannheimer, ist eifrig bestrebt, die ihm übertragenen Functionen in würdiger Weise auszuüben, wovon uns der Vortrag der deutschen Haftnra sowie deS Gebetes für den Lanoeshem, eine» erfreulichen Beweis lieferte. — Au bereits eingeführten Reformen bemerkten wir, außer der Haftara, die nur deutsch vorgetragen wird,

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