Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9 (September 1857)
- Date
- 1857-09-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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AN. R e e e n si o n e n. Deutsch-Amerikanische Skizzen für jüdische Auswanderer und NichtllNsWlMderer. (Leipzig, Oökar Leiner. 1857.) Dieses von dem „Institute zur Förderung der israelischen Literatur" herausgegebene Schriftchen, dessen Verfasser sich nicht genannt, hat in Amerika viel böses Blut gemacht, wie wir aus zwei Kritiken oder vielmehr Angrissen gegen dasselbe, in Nr. 22 der „Allgem. Zeitung des Judenthums" und in Nr. 43 der zu Cincinnati erscheinenden „Debora!?", ersehen. Möglich, daß es noch mehrere solche Angrisse in amerikanischen Blättern erfahren hat, die uns nicht bekannt sind^). Die Verfasser jener beiden Kritiken, nämlich vr. Mayer von CharleSton und Nr. Mise m Cincinnati sind freilich nicht ganz unparteiisch in der Sache, da der Verf. jener Skizzen sie zwar nicht persönlich genannt, aber doch deutlich genug bezeichnet hat. Hrn. Or. Mayer hat jener nun in einer besonderen Beilage zu Nr. 26. der „Allgem. Zeitung d. Judenthums", aber wieder anonym, geantwortet. Herr Or. W i se gibt seilten Unwillen in etwas starken. Ansdrncken zu erkennen, lind zwar eben sowohl gegen die Vorsteher des Instituts, weil sie ein solches Machwerk „zu, Schimpf und Schande der 100,000 Wschen Seelen, welche auf amerikanischem Boden leben, zum .Hohn und Spott der Wahrheit, und zur Verachtung des literarischen Instituts" dem deutschen Publikum auftischen, als gegen den Verfasser „dem der Muth fehlte, seinen Namen zu nennen, M der, wie es scheint, ein vrthodor-atheistisch-misanthropischsütyrisch-witzig sein wollendes Menschenkind ist, welcher insinuirt. geifert, lügt und Possen reißt, wie der Hofmeister in der Klemme u. s. w. Man sieht es der ganzen Kritik (?) an, daß sie in einer sehr gereizten Stimmung geschrieben ist. Wir glauben nun, daß eS manchen Lesern dieser Zeitschrift erwünscht sein dürste, eine ruhige und unparteiische Beurtlieilung des vielbesprochenen Schriftckrns zu lesen, welche wir, da wir uns für die amerikanischen Zustände besonders interessiren, hier zu geben versuchen wollen. Vor allem müssen wir bemerken, daß uns t>ie 108 Seiten mthaltende Vrochüre keineswegs so bedeutend erscheint, um den gewaltigen Zyrneserfer zu rechtfertigen, womit man über den un- *) Allerdiilgö, im Siu«i. - Red.