Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 8 (August 1857)
- Date
- 1857-08-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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D. Geist Gottes über d. loko VVadotm (Neujahrsmorgen) 39 auf ihr sind, damit wir eine Spur gesegneter Thätigkeit hinterlasse, wenn wir einst von thr scheiden. DaS wird dann unser erhebendster Trost sein beim Hinblicke auf unsere Vergänglich- Kit.- So sei denn Gott mit euch, wie ihr seid mit ihm: dann lasset die Tage weichen und die Jahre schwinden; ihr habt Gott, und in ihm die ewige Seligkeit. Amen. ^—«t-s-^c»- KO. Aweiter B o r t r a g. Der Geist Gottes über dem Tohu Wadohu unserer Tage. (Am N e u j a h r s m o r g e u.) '^1 ^IVV'' Der Ewige behüte dich vor jedem Uebel,!MNd? 'lV^ 'N Gr behüte deine Seele. Amen! Th. Z.! Wir haben am gestrigen Abende unseren Vortrag beendigt mit der zuversichtlichen Hoffnung: „es muH besser werden auf dieser Erde!" Es hat unS beim Rückblick auf das vergangene Jahr tief geschmerzt der Gedanke, wie viel Roth und Elend noch sei auf der Erde, und in dem nicht minder schmerzlichen Gefühle, daß die Menschen es selbst sind, die einander das Leben verbittern, den Aufenthalt auf der schönen Erde verleiden, haben wir unserseits uns innig vorgenommen, nach Kräften beizutragen zu der neuen Schöpfung einer veredelten Menschheit, daß die schwebende Erde glücklichere Geschöpfe trage um die leuchtende Sonne. Diese Gedanken nun, womit wir gestern geschlossen, wol> len wir heute wieder aufnehmen und weiter fortsptnnen. Denn der Tag, den wir heute feiern vor Gott. ^om IiLgsiearov," er ist ein Tag oft schmerzlicher Erinnerung, wenn wir der Bergan« gcnheit und unserer Vergänglichkeit gedenken, aber auch ein Tag recht freudiger Hoffnung, wenn unser Geist im Gebet einen höheren Aufschwung nimmt, sich über die Wirren der Gegenwart tthtbt, um einen Blick in die ferne Zukunft zu richten und sich ju laben und zu stärken an den ewigen Hoffnungen des MenschtngeMchts.—