Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1857-08-01 · Heft 8 (August 1857) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 8 (August 1857)
Date
1857-08-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3129675-3129778-3129787--2099-3133069
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Wiederverhelrathuug verwitweter Mütter. 266 UN Monatsschrift den Anfang, machen und werde mit Gottes Hilfe, rsn Zeit zu Zeit noch andere folgen lassen. W kamen nur in meiner Praris mehrere Fälle vor, daß an- Migt Eltern, deren Töchter verführt worden waren, solche mit Mm», die nicht deren Verführer waren, verlobten und sobald es die Umstände erlaubten, mich ersuchten, die religiöse Trauung sbnt weitere Zögerung vorzunehmen, um hierdurch diese össentjHc Sckande sobald alö möglich zu verdecken, ihre, außer diesem einen Vergehen, sonst brave Töchter wieder zu Ehren zu brin. Ze» und vor fernerem Leichtsinne zu bewahren.—Auch kamen snr schon Fälle bei Wittwen vor, die von. ihren verstorbenen Mkner» entweder noch ein Kind unter ihrem Herzen trugen M an ihrer Brust nährten, deren häusliche oder öconomische Btthaltnisse aber dringend erforderten, sich bald wieder zu verglichen, sich daher auch wirklich verlobten und ebenfalls um die baldige religiöse Trauung mich ersuchten. M betrübt und niedergeschlagen wurden diese durch meine ihnen gegebene Entscheidung, daß ich, nach den noch allgemein bestehenden Vorschriften, bevor ihre Kinder das Alter von 24 Monaten erreicht haben, ihre religiöse Trauung nicht vornehmen Me. Die Folgen hiervon waren für Manche sehr nachtheilig und lhat es mir im Herzen wehe, daß ich nicht abhelfen konnte. So-?itl mir bekannt, ist dieser Gegenstand noch nicht in einer jüdischen Zeitschrift besprochen worden l^doch! Siehe Volkslehrer d. I. 167. Corr. Fulda, Red.), was um so mehr zn bewundern H,als solche Fälle gewiß jedem Rabbiner häufig zur Entscheidung rvrgtlegt werden, wodurch der Gedanke an die Notwendigkeit und leichte Ausführbarkeit einer Modifikation der betreffenden Hzlacha in Manchen doch hätte rege werden müssen. Akne Halacha befindet sich im Schulchan Aruch E. E. §. 13, tt*) und wird für dieses ursprüngliche Verbot in Talmud IetMvth fol. 42. als Grund angeben: Die Mutter würde, wenn ßt nach ihrer Verheiratung in gesegnete Umstände käme, das frühere Kind nicht mehr sängen können und ihr Mann könnte ihr die nöthigen Ausgaben, um solches mit Eiern und Milch zu ^N NsNM N-QM LNtt WN^ k^>1 KU" 8^ l* D NV1s7ND VI'QI M'Q Q'L^N 1^ >su 7WV NL^I^ di'Nll, ^2 N)Q^ ^Nlv Nv QU ^tt) t^^> Np'^v'? NN PM Ns)^Q 1!^! 5^W)1 1^ N1N1Y '"01?5I N'N V^l ^^l^l 2"»» INI» P-UQ

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.