Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 8 (August 1857)
- Date
- 1857-08-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Abwehr. 2«Z den Gefammtbestrebungen der Synagoge in Deutschland, historisch tntwlcktlt."-^-J ch bin daher im Zuge und tn der Stimmung/Ihnen diejenige Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, von der die Selbstanzeige gleichsam die Einleitung bildet." Man wird hier einen gränzenlosen, widerwärtigen Hochmulh nicht verkennen! Herr H. ist ein Gott — M IM ''N'UM — er ist gerade in der „Stimmung," Gnaden auSzutheilen — aber zwischen den Zeilen liest man doch: „ich anerkenne nur Den, ja, ich lasse nur Gerechtigkeit widerfahren Am, der mir persönlich genehm ist! Ist letzteres nicht der Fall, dann verwandelt meine Anerkennung sich tn Anklage und Geringschätzung, und selbst die Gerechtigkeit ist mir fremd!" — Und so kam's! — In Herrn H. Haupte war die Anerkennung meiner fertig, vielleicht schon geschrieben — da kam der Anqriff im Berliner Wochenblatt — 71^^ Ntt -lOwl! — Fort, Anerkennung! fort, günstiges Urthcil, und in der berührten Schrift, die jüngst erschienen ist, gießt er seine bitterste Galle in schmahsüchtiger Weise über mich aus! —Ist das die „Gerechtig. Kit," welche Herr Holdheim versprach? und wovon die «Selbstsucht" gleichsam (!!) die Einleitung bildet?" — Hat Herr H. strgtsstn, daß gewisse Leute ein gutes Gedkchtniß haben müssen? Hat er vergessen, was er vor sechs Monaten mir unaufgefordert versprochen, oder als Lockspeise in Aussicht gestellt? Ist er unterdessen ein anderer geworden, oder ich? — Nein, wir sind beide dieselben geblieben — Er — Holdheim — und ich — ich! — Ja, mein geschätzter Herr College, fahren Sie nur fort, auf die Halbheit meiner reformatorischen Bestrebungen zu schimpfen -in meinem Charakter werden Sie mich stets ganz, intakt, unantastbar finden!—An meiner Feder, deren Lobeserhebungen von Ihnen, worauf ich freilich ebenso wenig gebe, wie auf Ihren Tadel, ich gleichfalls reichlich „verbrieft" tn meinem Pulte habe, klebt kein unehrliches Wort! —Und das ist mein Selbstgefühl! — Aus dem selig Heimgegangenen „Israeliten des neunzehnten Jahrhunderts" führen Sie verurtheilende Worte gegen mich und die Leitung der zweiten Rabbiner-Versammlung herauf? — lieber Herr Doctor! von Leuten wie der!ueus a non luoenSo-Jsraelite verkannt worden zu fein, habe ich mir stets zur schmeichelhaftesten Anerkennung gerechnet.— Sie bürden mir die kühle Beantwortung der Berliner'Adresse an die II. Rabb.-Vers. auf. während diese Beantwortung Herrn l>r. Philippson zum Autor hat! — Sie halten es für klug,