Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1857)
- Date
- 1857-07-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Schulbücher über die Geschichte Israels (Hecht.) 241 indischen Form und Denkweise alter Zeiten allein angehört, slso nicht zur Bildung der heutigen Jugend dienen kann, zu unmscheidett, ferner ihn für den Zweck sorgfältig zu beschränken, um der mündlichen Erläuterung freien Spielraum zu lassen, und endlich den rechten Ton zu treffen, welcher auf das Gemüth der Mend so einwirke, daß sie sich des Stoffes mit Liebe bemächtige M ihr Eigenthnm bleibe für's ganze Leben. Wir halten es daher für sehr verdienstlich, wenn Lehrer von höherer Bildung es mckt verschmähen, dieser Aufgabe ihre Kräfte zu widmen, nnd selbst auf die Gefahr hin, ihr anfangs nicht ganz zu genügen, sich daran machen, sie ihrer Lösung näher zu bringen. Bei dem reichen Absätze, den Bücher dieser Klasse in Niedern Schulen finden, steht immer zu erhoffen, daß folgende Auflagen ihre Vor- Mgerinnen verbessern, und daß nach und nach die Erfahrung und vielfältige Benrtheilnngen dahin führen, einen gewissen Grad ron Vollkommenheit zn erziele». Wir möchten unsererseits durch Besprechung der gerade auftauchenden Erscheinungen zur Erzielung des Besseren beitragen. Vor uns liegen auS neuerer Zeit zwei Versuche biblischer Geschichten für Spulen, eine von Emanucl Hecht, bereits in dritter Auflage, die andere v. G. Wolf, noch nicht beendigt: l. Biblische beschichte für die israelitische Jugend, von Em. Hecht (Lehrer in Hovpstaetten, Fürstenth. Birkenfeld). Fulda 1857. Dritte Auslage. Der Verfasser dieses Werkchens ist ein bereits sehr geübter Schriftsteller, und mehrere seiner Geisteserzeugnisse geben Umsicht und Gewandtheit zu erkennen. Das gegenwärtige hat, wie man siebt, Anklang und Eingang gefunden. Die Absicht desselben geht offenbar dahin, der Jugend den biblisch-geschichtlichen Stoff in möglichster Kürze und verhaltnißmäßiger Vollständigkeit zugänglich zu machen. Der Ton ist der schon der frühen Jugend sehr zusagende biblische, jedoch mit mancherlei Einschaltungen und Umschreibungen versetzt, was vermuthlich das Berständniß erleichtern sokk. Auch in Betreff der Auswahl ist hier auf das Bedürfnis) der Jugend Rücksicht genommen. In der Anordnung finden wir als eme auffallende Abweichung die Geschichte Hiob's vor Abraham erzählt, und gleichzeitig den Inhalt des Buches Hiob. des erhabensten unter allen nachmosaischen Biichern, gar nicht benutzt, während der Rahmen des großen Bildes auf einer Seite dargestellt wird. — 2m Allgemeinen entspricht das Buch in seiner Haltung, seiner Sprache, seiner Auffassung der Gegenstände, feiner sittlichen VII. 18