Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1857)
- Date
- 1857-07-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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240 Necenswnen. sei, und daß man ihn lebend oder todt nach Jerusalem lieft«, so geschah dies, wie Iosephus, der demselben übrigens volle Gel rechtlMt widerfahren läßt und ihn als eine» Man» voll Ein« ficht nnd Verstand schildert (vita <z. 38.), erzählt, weil er von Je. Hannes ein alter Freund und Vertrauter, mit Iosephuö selbst aber damals gespannt wnr. Die Mittel, welche Simon anwendete, „rs Ioscphus zu stürzen, waren nicht sehr ehrenvoll. Offen wagte er ihn nickt anzugreifen, weil viele?on den Priestern und Acltestc» ihm das Zeugniß gaben, daß er seine Stelle trefflich verwaltete. Und als die Gemeinde zu Jerusalem die Anschläge deö Simon ben Gamaiiek erfuhr, wurden sie über diesen und den Hohenpriester Anan, den Johannes auf Anrathen des Simon dnrch Bkstechung gewonnen hatte, aufs Acußerste erbittert und zundeie sogar in einem Auflauft ihre Häuser an ^vitu e. 60.). Wäre Zosephus wirklich ein so erbärmlicher und verächtlicher Mensch gewesen, wozu ihn Graetz macht, so würde ihn das Volk zu Jerusalem, sowie das Volk und Heer in Galiläa nicht so standhaft gegen die Machinationen seiner mächtigen Gegner ueuheidlgt ha^ ben, und er hätte sich dem. durch unermüdliche Rührigkeit nur geistige UcbertegenlM ansgezeichnetcn Johannes von Gischala gegenüber unmöglich so lange im Oberbefehl behaupten können. Redwitz, im Mai 1857. Guimann. «5«->»----- ÄV R e e e n s i v n e u. Schulbücher über die Geschichte Israels. Vielleicht ist kein Gegenstand deö Schulunterrichtes so allgemein verbreitet und jedem Lehrer so nahe liegend, wie die biblische Geschichte; man sollte daher glauben, daß es nur noch M Gabe des Wortes bedarf, um ihr den angemessenen Ausdruck zu leihen, und für tüchtige Lehrer sei kaum ein Vorwurf in der Vehaud lung leichter als das auszuarbeiten, was man täglich nnd stündlich wiederholt, und keiner neuen Forschung zu bedürfen scheint Dennoch lehrt die Erfahrung, daß wir noch wenige Schulbücher besitzen, welche anch nur annähernd die an dergleichen Werke;u richtenden Ansprüche befriedigen. Der Grund davon lieqt. ganz abgesehen von Partei-Ansichten, in der Schwierigkeit, bei der Auswahl des Stoffes, Wesentliches von Unwesentlichem, nämlich das zur religiösen Grundlage Unerläßliche von dem, was der morgen-