Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1857)
- Date
- 1857-07-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte von I)r Grail). Dieser Behauptung wird durch die andere Angabe in den Alterlhümern (XX. 9, 5.) nicht geradezu widersprochen, wie man denn überhaupt mit der Annahme solcher Widersprüche viel zu sch^l bei dcr Hand ist. Denn wenn Albinus auch sich bestrebte. Ruhim Laude herzustellen, und sich deßhalb es angelegen sein ließ, dt? zelotischen Iikarier zu vertilgen, so folgt ja daraus noch uichx l as? er dies aus Liebe zum Volke gcthan habe. Cr kann es eine-? Theils gethan haben, um die Provinz der römischen Herrschaft zu sichern anderen Thsilö um dieselbe allein auösauq/n;u können, wozu die römischen Proconsutn und Procnratoren jz vaö ausschließliche Privilegium hatten. Es mufite also bei der Schilderung dieses LandpflegcrS die ausführliche Stelle im Mischon Kriege zu Grunde gelegt und derselbe nicht so dargestellt werden, als wäre er minder schlecht als seine Vorgänger qx.- wesen. Zu S. habe ich nicht dle Veränderung des Stadwzmens Zabnlon in Chabulon getadelt, sondern daß in ^er Noie jener Name überhaupt als sinnloö bezeichnet nn-rd?. Sckwarz, der das heilige Land ans eigener Anschauung keim, daäue ich doch, wäre in dieser Beziehung Autorität genug. Wenn S. 398 auch nicht gesagt wird, daß Ccpphoris nn Zeit des Aufstandcs von Heiden, sondern nur daß es vo?. Fremden bewohnt war. so kann der unbefangene Leser unter diesen Fremden nicht, wie Graetz jetzt nachträglich erklärt, später eingewanderte rymerfreundtlche Inden verstehen, sondern mußie nothwendig auf den Gedanken geführt werden, daß diese Fremde« Ausländer oder Heiden waren. Ja der Verfasser selbst kann nichts Änderes dabei gedacht haben, indem er in demselben Satz? hinzufügt: ..seitdem sie durch Varus zerstört, und ihre jüdische.: Einwohner, die es mit dem Zelotenstifter Juda gehalten hüten, als Sklaven verkauft worden waren." Da nun die später eingewanderten Fremden den früheren jüdischen Einwohnern entgk' gengestellt werden, so wird man unter jenen wohl nicht wieder Inden;n verstehen haben. Demnach behält der von mir vorgebrachte Einwurf seine volle Kraft. Zu S. 399 habe ich gerügt, daß BanuS. der Lehrer dcz Iosephus, zum Essäer gestempelt worden sei, während ihu Zesephns ausdrücklich von den Mitgliedern der drei jüdischen Zek ten unterscheider. Diesen Vorwurf will nun Graetz dadurch beftl tlgen, daß er des Ivsephns Bericht von seinem Verkehr mit w. Anhängern ver drei Sekten überhaupt für eine ruhmredig Mvsttftcation ausgibt, um das griechisch lesende Publikum glauben zu machen, daß im Iudenthume drei Phllosophenschuleu m-