Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1857)
- Date
- 1857-07-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Erwiederung GutmannS. 237 I. ir? mit deutlichen Worten: rc/re 7«^ tAvo^ e^«v«-7^c7«tv?w- ^/.?rtoe xat ^«st?.evt?et7' «^'ro'<;, '^^/.«vc»'v x«?«XDs«i; sTl^oc^W^. Tle von Ärätz angeführte Stelle aus den Alterthümern (XIV.?r 3.) widerspricht der unsrigen nur scheinbar. Früherhin mochte wobl Malich durch Beseitigung des Antipater Hnrkan's Herrschaft zu befestigen gesucht haben, damit er im Namen dieses ZcheinkönigS die Zügel der Negierung führe. Als er aber selbst nack Antipater's Ermordung durch die Söhne desselben in die äußerste Gefahr gerieth, trieb ihn die Verzweiflung, wie Josexkms a. a. O. ausdrücklich sagl, zu noch größeren Planen an. Gr wollte den unter den Römern ausgcbrochenen Bürgerkrieg dazu benützen, das Volk zum Abfalle von seinen Unterdrückern aufstacheln, und dann, wenn der römische Einfluß entfernt worden, den schwachen Hyrkan vollends beseitigen, um sich selbst auf dm Thron zu schwingen. Daß er demzufolge ein falscher und kein treuer Freund des Hyrkcm war, sieht Jedermann leicht ein. Zu S. 351 gestehr Graetz zu, daß in unserem Texte des Zvsephuö dem ägyptischen PseudoPropheten allerdings 30,000 Anbänger zugetheilt sind, allein diese Zahl sei ihm zu groß erschienen und er habe sie einfach quf 3000 reduzirt. Ein solches Verfahren muß aber als sehr willkührlich erscheinen, zumal da derselbe in der Note die betreffende Stelle des JosephuS citirt. ohne Ue von ihm vorgenommene Veränderung der Zahl auch nur mit einem Worte zu erwähnen. Und warum soll man sich ein Gefolge von 30,000 Menschen, die sich um einen Führer und angeblichen Propheten schaaren. nicht denken können? Graetz sagt ja selbst gleich weiterhin: „Und warum hätten sie (diese falschen Messiasse) keinen Glauben finden sollen? Ein Volk, das eine so reiche Vergangenheit harte und mit dem glänzendsten Bildern einer schöneren Zukunft erfüllt war. läßt sich gerne von einem schönen Traumbilhe einlullen, um in der Idealität die jämmeriiche Gegenwart zu vergessen." Die Angabe in der Apostelgeschichte widerspricht, genau betrachtet, der des Jvsephus keineswegs. Denn dort ist von 4000 Sikariern die Nede. welche dem Aegypter in die Wüste folgten; außer diesen 4000 sikariern ksrm aber noch eine Menge anderen Volkes ihm nachgefolgt sein, um das verheißene Wunder mit anzusehen. Helden waren es frtilich nicht, sondern meistens loses Gesindel, und deßhalb konnttn sie auck von einer an Zahl weit geringeren Kriegerschaar leicht in die Flucht geschlagen werden. Zu S. 3L2. Im Jüdischen Kriege (ll. 14, 1.) wird AlbinnS als der Ausbund aller Schlechtigkeit geschildert. „Es gab nicht leicht eine Bosheit, die er nicht ausübte," sagt IosephuS.