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Der israelitische Volkslehrer · 1857-07-01 · Heft 7 (Juli 1857) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7 (Juli 1857)
Date
1857-07-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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234 Wagener. Stahl, die Inden sc. „zweierlei Maß und zweierlei Gewicht." Gerechtigkeit ist nicht in der kümmerlichen Staawkunst, welche, im protestantischen St^le nichts von den Missionen der Jesuiten, aber Alles von vcr „rech lilben Verburgung der Religionsübuug" anderer Bekeunnüffe, selbst innerhalb veö Protestantismus, fürchtet. Gerechtigkeit ver' langt, vaß man „ein KönigSwort nicht drehe, noch deutle." Wenn ein gotttöfürchtiger König sein feierliches „Ja, ja" unier Anrufung deS göttlichen Namens, zu einer Verfassung gesprochen, welche bestimmt: Der Gennß der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Recht! ist unabhängig von dem religiösen VekeinUnisse. Den bjir gerlichen und staatsbürgerlichen Rechten darf durch du Ausübung ver Religionsfretheit kein Abbruch geschehe, so ist es schnöde Ungerechtigkeit, schimpfliche Sophistik, diese M andere Hauptbestimmungen, die fundamentalen Grundsätze der Verfassung zu Gunsten eines'Artikels confisciren zu wollen, wc!- cher Aenderungen derselben auf verfassungsmäßigem Wege zuläßt, Aenderungen, die doch unmöglich so weit gehen können, durch diesen einen Artikel alle andere zu Unwahrheiten, ja zu Täuschungen zu machen. In Verfassunzswie in Religionssachcn ist es weise, den Buchstaben nicht Herr werden zu lassen über den Geist, und in diesem Sinne ist dieser Artikel zu fassen; in jedem anderen wäre er eine Hinterlist, welche nur vorauszusetzen in hohem Grade strafbar ist! Frieds wird wahrlich nicht gestiftet durch Grübeleien über das tausendjährige Reich und andere theo sophische Träume, nicht durch theologische Zänkereien, welche an die traurigsten Zeiten des Byzantinischen Reichs erinnern. Frieds wird gestiftet, durch thatsächliche, nicht zur Phrase erniedrigte Menschen- und Gottesliebe, welche nicht markt und nicht feilscht und „nicht richtet, damit sie nicht gerichtet werde!" Erziehe ihn. wenn du die Barbarei jeiieZ celtischen Tyrannen erfahren will^ der seine Gefangenen mit gesalzenen Speisen nährre. und wenn sie bann trinke» verlangt«», eine leere Trinkschate in ihren Kerker warf und sie verdingen ließ? Heißt daS Religionsfreiheit? Würde Herr GlMone nich! seinerseits eine Strafe von tausend Pfund Sterling, ja eine seine tzkre nicht verletzende kurze (Aefängnißstrafe vem Loose vorziehen, das er eincm TtM feiner Mitbürger so kaltblütig bewirken will? (kssaz-s B. III. S. 265 L 26« der Tauchnitzer Ausgabe). So beurtheilt Aao ^il-ix das System, wslcheS einen Theil der Mitbürger, ans kirchlichen Grünten, zu den poliwöM Rechten nicht zulassen wollte. Was wird er erst zu dem System fa^-z das sie ihnen, trotz verfassungsmäßiger Zusicherung, wieder zu entreißiü sucht? -----^—"

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