Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1857)
- Date
- 1857-07-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Ä22 Wazctl-r, Stahl, die Juden ivis Lakrie^ der Heilige« ein heiliges oder ein sündliches Wer? ob die Verbreitung der heiligen Schrift unter die Laien em gottseliges oder ein gottloses Beginnen sei; ob Ablaß der Sünden der Kirche in mysteriöser Weise zustehe oder nicht; ob der Priesterstand in strenger Folge seit der apostolischen Zeit ein geweiht odnim Grunde nur ein wissenschaftlich religiöses Lehramt sei; ob di? Prädestination im streng calvinistischen Zinne eine Wahrheit, oder eine verderbliche Irrlehre sei; ja höchst praktische Fragen, wie B., ob es unter allen oder (wie selbst Luther zuMj nur unter gewissen Umständen, oder auch gar nicht verboten sei, eine Geschiedene zu Heirathen; ob und welche Rechte dkm V'a-idesherrn, gar dem akütholiscben, über die Bischöfe und 5it Kircke in seinem Lande auch da zustehen, wo kein Concors besteht; ob und welche Rechte überhaupt der Pabst über den LandeSberrn und seine Regierung habe^); ob Ehen zwischen Katholiken und Protestanten zulässig oder streng verpönt seien, wie kann ibm, fragen wir. die diametral entgegengesetzte Losunz solcher hochwichtigen Fragen als gleich wahr, oder auch nur algleichgültig erscheinen? Entweder der Staat betrachtet sich inn als Hüter der bürgerlichen Gesellschaft, und überlässt — wie in dem streng katholischen Belgien und in weitester Ausdehnung w dem streng protestantischen Nord-Amerika — den kirchlichen Glau ben, dessen Regelung und Leitung den einzelnen MaizbensbekeiM msseu, die er nur insoweit der Oberaufsicht des Staats urM ordnet, als sie in das bürgerliche und politische Gebiet überzu In der katholischen Kirche bestehn bekanntlich hierüber 3 verschi.e^? Theorien: die Gregors Vll,, Imwceu-III., BonifazViil. und vieler antei^i Väbste und Kirchenlehrer, nach welcher die Absetzung der Fürsten Kaisers) 5eu Padsten unbedingt zusteht (?r^ ^ui» x^citt« pot»>s: Imp^^t äpxom? Pr«> tziwllbvr. uuä« ä^cttitn^ si «st ii»«.l>rri^ikili^, si «st mitul? „Uli«, i.«wtis,ms V»»<'rvt-»?. k. vlst Xl., e. K. Bergt. s-e.?. v-uis. XV ,^tt. ^, <>. 3); die als deren bedeulcnefter Vertreter der Cardinal BeliamiL anzuseilen iü, welche dem Pabsle dieses Recht nur gegen irreligiöse und lose Fürsten einräumt (Hliantuin a«I?v,-t'NAs, n»u p«,tt-st?ax?r» i^t I'axi. t»rZiu.Aiw tvmxt'i'Äli'S r/ruil^cs sjt^»«nt!rp, t tiltm ^'iistn >-.iusa. «^l» <?^!«»kijt t-pw^lzo--, ii! est ts»tjUÄM nrilil.'Sk'ius jmZt'x; taw«n pott-st M!^ rar»- r?Kna, uui -tut^rr«', kt^uk Ältt',ri couförre, tatti;!^N suumnis pkiiie^xs «pirituslls, «l iä uoc^ssarium sit, aä aaim-iruM s^!u!^»!. I)s l!<'lu-u,. I'orttlt^k V, VI) und endlich die, welche am schärfst?» m Münkreich voll der „gallikaiuschen Kirche» (1682) ausgesprochen ward, »ach we!-- cher dein Pabste jede andere als geiAich^ Herrschaft, und namentlich .Ms Recht Könige abzusetzen, abgesprochen wird. Dieses wurde jedoch von Rom ine anerkannt, auch schon tüvl halb unv halb zurückgenommen i'^k?, Fürsten und Kölker IV, 170.!7t). Heut m Taqe agilirt das I/nivori-. stützt auf viele srauzösische und ulcht französische Bischöfe gegen die »gM kamsche Kirche.»