Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1857)
- Date
- 1857-07-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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218 Wagner, Stahl, die Huden vem Propheten Samuel vertretene mosaische (thescratisä e) Staatsverfassung, sich in dem Hause Davir nationalisirte. und eö auch mit diesem auf vic Neige ging, tauche sie im Volke und den Propheten auf, blieb aber bei diesen LeA. leren immer untergeordnet der Erlösungslehre in der Zeit, lr? „wie Gott einzig, auch sein Name (Verehrung) einzig sein werte«, wo „Niemand den Andern fragen werde, wo ist Gott der Hcrr? sondern jeder Gott erkenne, jeder qroß und klein." Der Thalunc? seinerseits belegt jeden mit dem Anathema. „welcher die Aen de- MessiaS im Vorans berechnen wolle" (1. Lmi!»«<!i-in!)7 Iz>, wenigstens dem profanen politischen Sinne einer Verlegung c'uZemias Lmmns ähnlich zu sehen scheint. An einer andern Zteltt sagt er, der Messias werde nickt eher kommen, als bis es lainer Gerechte oder lauter Ungerechte ans Erden gebe, waö an sich e,n sehr schöner Gedanke ist (Erlösung von Innen, oder durch allgemeine Sündhaftigkeit nothwendigl, aber ganz wie ein frommer Wunsch klingt. Ein ferneres Kennzeichen ist nach dem Thalmud. „der Messias werde nicht eher kommen, bis der letzte Heller s?erutlm) aus der Tasche geschwunden"- Eö ist gut, daß du Jrvingianer diesen letzteren Satz für die Wiederkehr des MchlaZ nicht annehmen, sonst hätte am Ende gar Herr Wagner selbst, durcb Annahme eines Ritterguts, und dadurch, das? ihn seine literarische Thätigkeit, wie er mit Selbstgefühl in dem Abgcvrdnetenhause zugestand, zu Ehren und Vermögen brachte, diese rok ihm so zuversichtlich erwartete Begebenheit aufgehalten. Auch den orthodoxesten Juden kann man das Zeugniß nicht absprechen, daß sie keineswegs bemüht sind, sich dieser „hellerlosen" Zeit näher zu bringen, und nicht den geringsten Anstand nehmen, Gnt und Vermögen wo möglich im Abendlande zu erwerben, ohne zu befürchten, der Messias möchte sie daraus vertreiben, oder sie ihn durch aufhalten. Waö wurde aber Herr Wagener dazu sagen, wenn der orthodore christliche Staat den Ehiliasten, namentlich den Jrvingianern, zu denen er sich zählt, die politischen Rechte, die ihnen nicht feierlicher durch die von ^e. Majestät dem Könige Friedrich Wilhelm IV. freiwillig gegebene nnd beschworne Verfassung zugesichert sind, alZ den Israeliten in Preußen, entreißen und ihn selbst aus w Kammer stoßen wollte? Es wäre nach seiner eignen Theorie uu? cvnsecsuem, und wer weiß, ob cS nicht auch Beifall in der Schule fände, welche sich über die CHMastcn dahin ausspricht: "Ein Phama- „siebürger des tausendjährigen Reichs wird schwerlich großen „theil an den Schmerzen und Interessen seines wirklichen NaterlaNvdts nehmen. Leute, d ie auf das tausendjährige Reich